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ETuS-Spieler Grütering sieht nach Abpfiff Rot: Kellerduell endet im Tumult

hzFußball: Kreisliga A

Nach Abpfiff des Duells zwischen dem ETuS Haltern und dem SuS Hervest-Dorsten (2:1) rückte das Ergebnis in den Hintergrund. Zwei Spieler sahen Rot. Ein Zuschauer rannte aufs Feld.

Haltern

, 14.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war der negative Höhepunkt einer hitzigen Partie: Gerade hatte Schiedsrichter Andre Korte die Partie des SuS Hervest-Dorsten beim ETuS Haltern abgepfiffen (1:2). Dann wurde es auf dem Feld unruhig. „Es gab einen Tumult auf dem Feld“, sagt Hervests Trainer Alesandro Roccaro. Viel mehr könne er dazu aber auch nicht sagen, erklärt er. „Ich habe nicht viel gesehen.“

Halterns Trainer Thomas Schaffrinna hatte nach dem Spiel einen deutlich besseren Blick auf die Rudelbildung als sein Gegenüber. Ein Zuschauer, der laut eigener Aussage zur Mannschaft gehörte, rannte nach Abpfiff aufs Feld und sei auf seine Spieler losgegangen, erklärt der ETuS-Trainer. „Was der da zu suchen hatte, weiß ich nicht.“

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Letztendlich sah auf Seiten von Hervest-Dorsten Ramazan Kesici die Rote Karte. Angeblich für einen Faustschlag ins Gesicht eines ETuS-Spielers. „Davon habe ich nur gehört“, sagt Roccaro. Für ihn gab es einen klaren Grund für das Handgemenge: „Es war ein emotionales Spiel.“

Michael Grütering vom ETuS sah ebenfalls Rot. Thomas Schaffrinna nimt ihn aber in Schutz. Grütering hatte Kesici zu Boden geworfen, nachdem dieser handgreiflich wurde. „Er hat sich den geschnappt. Was sollte der da auch machen?“, fragt Halterns Trainer.

Sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz

Für die Gäste aus Dorsten ging es um ziemlich viel. Gegen den Tabellenletzten aus Haltern brauchte der Tabellenvorletzte dringend einen Sieg. Doch den gab es am Ende - trotz einer ganzen Halbzeit in Überzahl - nicht. Sechs Punkte trennen den SuS Hervest-Dorsten von einem Nichtabstiegsplatz. Bei noch zwei ausstehenden Spielen und einem deutlich schlechteren Torverhältnis als Tabellennachbar Fenerbahce Marl eine aussichtslose Situation.

Vor dem Spiel habe er seinen Spielern gesagt, „geht da rein, als wären wir schon abgestiegen“. Damit wollte Roccaro seiner Mannschaft den Druck nehmen. Auch wenn es am Ende nicht reichte, war er mit der Leistung seines Teams dennoch zufrieden. Er habe „endlich mal eine Mannschaft gesehen, bei der jeder für jeden kämpft“, erzählt er.

Zwei Elfmeter und eine Rote Karte in Halbzeit eins

Der Kampf ging allerdings diesmal über die reguläre Spielzeit hinaus. Dem gegnerischen Trainer Thomas Schaffrinna gab er dabei auch eine Mitschuld am Tumult auf dem Spielfeld. Dieser, so Roccaro, habe Schiedsrichter Korte immer wieder vorgeworfen, nicht neutral zu pfeifen und mit Hervests Trainer auch privat gut befreundet zu sein. Das streitet Alesandro Roccaro allerdings ab. Zwar habe Andre Korte „jahrelang für unseren Verein gepfiffen“, doch eine Bevorzugung der Hervester habe es nicht gegeben.

„Er hat korrekt gepfiffen“, sagt der Interimstrainer. Sowohl der erste als auch der zweite Elfmeter innerhalb weniger Minuten seien die richtige Entscheidung gewesen. Und auch die Rote Karte in der 44. Minute für Halterns Julius Sandkühler war für Roccaro eine klare Notbremse.

„Was sollte der da auch machen?“

Thomas Schaffrinna vom ETuS sieht das allerdings anders. „Wir haben da den Ball gespielt“, sagt er. Er gibt allerdings zu, sich während des Spiels über den Schiedsrichter und Hervests Trainer mehrfach aufgeregt zu haben. Spätestens als sein Trainerkollege einem seiner Spieler bei einem Standard zugerufen habe, „schieß ihm ins Gesicht“ und der Schiedsrichter nichts machte, habe er Roccaro darauf angesprochen. Den Vorwurf von Hervests Trainer, Halterns Spieler hätten auch außerhalb des Blickfeldes des Schiedsrichters überhart agiert, widerspricht Schaffrinna deutlich.

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