TuS Haltern am See reicht Lizenz für die neue Regionalliga-Saison ein

hzFußball Regionalliga West

Der Fußballregionalligist TuS Haltern am See hat nach eigenen Angaben pünktlich die Lizenzunterlagen beim Verband eingereicht. Aber welche Spielstätten hat der Verein angegeben?

Haltern

, 02.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum Stichtag 31. März mussten die Vereine ihren Lizenzantrag für die Teilnahme am Spielbetrieb der Regionalliga West in der kommenden Saison beim Westdeutschen Fußballverband (WDFV) einreichen. Der TuS Haltern am See hat seinen Antrag fristgerecht abgegeben (wir berichteten). Was sich nun viele Fans des TuS fragen: Welche Spielstätten hat der Verein in dem Antrag eingetragen?

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Ihre Heim- und eine alternative Ausweichspielstätte für sogenannte Risikospiele müssen die Vereine in dem Formular angeben. Im vergangenen Jahr, als der TuS als Tabellenführer der Oberliga West den Lizenzantrag beim WDFV eingereicht hatte, blieb die Frage um eine geeignete Ausweichspielstätte lange Zeit offen. Am Ende stellte sich heraus, dass der TuS für Spiele wie gegen RW Essen, Alemania Aachen oder RW Oberhausen in die Mondpalast-Arena nach Herne ausweicht.

Außerdem erhielt der Verein zunächst einen vorläufigen Zwischenbescheid, weil die Stauseekampfbahn nicht ausreichend ausgestattet war. Es fehlten 100 Sitzplätze und ein abgetrennter Gästebereich. Weil der TuS letztlich alle geforderten Auflagen erfüllen konnte, wurde der Antrag genehmigt.

In der Zuschauertabelle auf Platz 11

In der ersten Regionalliga-Saison der Vereinsgeschichte kam es bislang zu keinen besonderen Vorkommnissen. Probleme oder gar Auseinandersetzungen mit gegnerischen Fans gab es nicht. Laut dem Internetportal „4-liga.com“ besuchten im Schnitt 914 Zuschauer die bisherigen zehn Heimspiele des TuS. Insgesamt sahen bislang 391 831 Zuschauer die Spiele der Regionalliga West. Im Ranking der 18 Vereine steht der Seestadtklub auf Rang 11 der Zuschauertabelle.

Die Partie mit den meisten Zuschauern fand jedoch weder in Haltern noch in Herne statt, sondern in Wattenscheid. Knapp 3500 Zuschauer, die meisten davon aus Essen, verfolgten am 4. März im Lohrheidestadion die Partie des TuS gegen den Traditionsverein RW Essen (1:1).

In der Winterpause hatte der TuS seine Ausweichspielstätte kurzfristig gewechselt, weil der Rasen in Herne generalüberholt werden musste. Daraufhin stellte die Stadt Bochum dem TuS das Lohrheidestadion zur Verfügung. Und dort lief es für die Elf von Trainer Magnus Niemöller bisher sehr erfolgreich. Gegen Aachen gab es einen 2:1-Sieg, gegen Essen erkämpfte die Elf einen Punkt.

Wettbewerbsnachteil

Wie ist nun der Plan für die kommende Saison, sofern es mit dem Nichtabstieg klappen sollte? TuS-Marketing-Chef Raphael Brinkert: „Unser Wunsch ist es nach wie vor, dass wir sämtliche Heimspiele auch Zuhause in Haltern am See spielen können. Das sind wir unseren Spielern, Mitgliedern, Sponsoren und Fans schuldig.“ Es sei nicht nur extrem schade, dass dies bislang nicht möglich ist, sondern „auch ein Wettbewerbsnachteil, der uns Punkte kostet.“

Solange die nötigen Voraussetzungen auf der städtischen Anlage nicht gegeben sind, werde man bei den Saison-Highlights gegen Mannschaften wie Essen, Aachen, Wuppertal oder Oberhausen – wie in dieser Saison – leider ausweichen müssen.

Raphael Brinkert kümmert sich beim TuS um den Bereich Medien und Marketing.

Raphael Brinkert kümmert sich beim TuS um den Bereich Medien und Marketing. © Christopher Kremer

Brinkert: „Als Alternative kommen wie in dieser Saison grundsätzlich die Spielstätten in Herne und Wattenscheid in Frage, die jedoch mit erheblichen Mehraufwänden - persönlich wie wirtschaftlich - verbunden sind, die der TuS bisher vollständig getragen hat.“

Gerade nach dem Shutdown seien alle Vereine gemeinsam mit der Stadt gefordert, eine Zukunftsstrategie für die Sportstadt Haltern am See zu entwickeln, die über den Zaun jeder individuellen Sportanlage hinaus gehen sollte. „Die demographischen Zwänge und die Verschiebung der Sportinteressen werden durch Corona nicht aufgehalten, sondern weiter beschleunigt.“

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