TuS Haltern am See will nach Aachen-Sieg nun in Düsseldorf nachlegen

Fußball Regionalliga West

Wenn am Samstag um 14 Uhr Fortunas U23 im Paul-Janes-Stadion den TuS Haltern empfängt, dürften alle Augen auf die große Arena rund zehn Kilometer nordwestlich gerichtet sein.

Haltern

von Thomas Braucks

, 31.01.2020, 15:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
TuS Haltern am See will nach Aachen-Sieg nun in Düsseldorf nachlegen

Magnus Niemöller (M.) und seine Jungs treffen am Samstag auf Fortuna Düsseldorf. © Juergen Patzke

Dort, wo um 15.30 Uhr Eintracht Frankfurt zu Gast ist, Trainer Uwe Rösler sein Debüt in der Bundesliga feiert und die Profis der Fortuna ums sportliche Überleben kämpfen.

Ob die Entwicklung Einfluss auf die U23 hat? „Mir fällt es schwer, das zu bewerten“, sagt Halterns Trainer Magnus Niemöller. „Aber vielleicht sind wir am Samstag schlauer.“ Fest steht: Um die Klasse geht es nicht nur in der Bundesliga, sondern auch im Flinger Broich zwischen dem Tabellen-13. der Regionalliga West, Düsseldorf II, und dem 14., TuS Haltern.

Zu kitschig

Beide Klubs sorgten am ersten Regionalliga-Spieltag des Jahres für Aufsehen. Aufsteiger Haltern schlug im Wattenscheider Lohrheidestadion Alemannia Aachen mit 2:1. Treffer Nummer eins inszenierten ausgerechnet die Ex-Wattenscheider Berkant Canbulut und Emre Yesilova. Tor zwei erzielte Stefan Oerterer unnachahmlich abgezockt, woraufhin der Stürmer den Fans ein Trikot des insolventen Traditionsvereins Wattenscheid 09 vorzeigte. „Das war alles fast schon ein bisschen zu kitschig“, findet Trainer Magnus Niemöller im Nachhinein.

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Fortunas U23 machte beim Bonner SC in Unterzahl einen 0:2-Rückstand wett - mit Unterstützung aus dem Bundesliga-Kader: U21-Nationalspieler Aymen Barkok, Leihgabe von Eintracht Frankfurt mit bereits 42 Bundesliga-Einsätzen, langte in Bonn doppelt zum 2:2 hin.

„Wir sind nicht in der Position, Kampfansagen zu machen“, sagt TuS-Trainer Niemöller und verweist auf Fortunas stark besetzten Kader. Außerdem: „Düsseldorf hat in den vergangenen Jahren in der Regionalliga konstant geliefert.“

Geniale Momente

Seine Folgerung: Wie immer in der Klasse müsse sich Aufsteiger „in den Wettkampf reinbeißen“, wenn er etwas mitnehmen will, so Niemöller: „Dazu werden wir wieder geniale Momente brauchen, um den Blinker nach links zu setzen.“ Wie gegen Alemannia Aachen.

Personell ist der TuS weiter nicht sonderlich gut aufgestellt: Noah Korzcowski, Robin Schultze, Jan-Niklas Kaiser und Ilias Anan sind angeschlagen, ihre Einsätze ausgeschlossen bis fraglich. Nurettin Kayaoglu ist gesperrt.

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