Traumtor, Torwart-Glanztat, Eigentor: Ein Unentschieden und ein Sieg für den TuS

hzFußball: Testspiele

Der TuS Haltern hat nach den ersten Trainingseinheiten nun auch seine ersten beiden Testspiele bestritten. Der neue Trainer Timo Ostdorf war zufrieden mit der Leistung seiner Spieler.

Haltern

, 01.08.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst hieß der Gegner des TuS Haltern am See Teutonia SuS Waltrop, dann folgte mit der U19 des VfL Bochum ein U19-Bundesligist. In weniger als 24 Stunden hat der Oberliga-Rückkehrer mit dem neuen Trainer Timo Ostdorf seine ersten beiden Testspiele bestritten.

Teutonia SuS Waltrop - TuS Haltern am See 0:2 (0:1)

Schon nach wenigen Minuten ging der TuS in Waltrop am Freitagabend, 31. August, in Führung. Nach einem Eckball erzielte Christoph Goos die Führung für die Seestädter (3.). Kurz danach hatten die Halterner Glück, als Klintes Toska den Ausgleich verpasste und nur den Außenpfosten traf.

Jetzt lesen

„Die erste Halbzeit hat uns gut gefallen“, sagte Timo Ostdorf. Seine Mannschaft, bei der insgesamt sechs Spieler ihr erstes Seniorenspiel machten, habe gegen tief stehende Waltroper ein gutes Spiel gemacht. Nur die Konsequenz im gegnerischen 16er habe er etwas vermisst. „Da kam dann noch ein Schleifchen hier und ein Schleifchen da“, erklärte der TuS-Trainer.

Die zweite Halbzeit wurde dann „ein bisschen wilder“. Chancen gab es auf beiden Seiten, vor allem auch, weil sich beide Teams mehr Raum gaben. Wenige Minuten vor dem Abpfiff hatte Waltrop noch mal die dicke Chance, den Ausgleich zu erzielen. Doch Torhüter Ubeyd Güzel konnte parieren. „Ubeyd hält uns da das 1:0 fest“, lobte Ostdorf seinen jungen Keeper, den er schon in der vergangenen Saison in der U23 trainiert hatte.

Jetzt lesen

Direkt im Gegenzug fiel dann die Entscheidung. Ex-USA-Profi Julian Büscher schlenzte den Ball, der noch den Innenpfosten touchierte, aus etwa 20 Metern ins gegnerische Tor und beendete damit Waltrops Hoffnungen auf ein Unentschieden (87.). „Das war ein Traumtor“, freute sich Ostdorf.

Julian Büscher (M.) sorgte in Waltrop für die Entscheidung zugunsten des TuS Haltern am See.

Julian Büscher (M.) sorgte in Waltrop für die Entscheidung zugunsten des TuS Haltern am See. © Olaf Krimpmann

VfL Bochum (U19) - TuS Haltern am See 2:2 (2:1)

Mit vier Spielern aus der vergangenen Regionalliga-Saison - unter anderem Noah Korczowski und Stefan Oerterer - ging der TuS am Samstag, 1. August, in sein zweites Vorbereitungsspiel gegen die A-Junioren des VfL Bochum. Auch für den VfL war es das zweite Spiel innerhalb weniger Stunden. Am Freitagabend hatte der U19-Bundesligist noch gegen TuS-Ligakonkurrent ASC 09 Dortmund gespielt - und mit 0:3 verloren. Da allerdings mit einer weitestgehend anderen Elf. Am vergangenen Samstag, 25. Juli, hatte Bochum noch gegen die ebenfalls in der Oberliga spielende TSG Sprockhövel mit 2:0 gewonnen.

Jetzt lesen

„Es war sehr intensiv, aber das wussten wir vorher schon“, sagte Timo Ostdorf, dessen Team in den ersten zwanzig Minuten Probleme sowohl mit der Spielweise als auch mit dem läuferischen Aufwand der Bochumer hatte. Nach der Anfangsphase kamen die Halterner aber besser in die Partie und erzielten nach einem Konter das 1:0 durch Enes Schick (26.). Nach einer kurzen Trinkpause glich Bochums Henry Martin Kree jedoch direkt wieder aus (30.), ehe Maxim Schröder das Spiel drehte (42.).

In der Halbzeit stellte Ostdorf dann von einem 4-4-2 auf ein 4-5-1 um, um im Zentrum mehr Zugriff auf das Spiel zu gewinnen. Die taktische Umstellung zeigte Erfolg, die Halterner wurden wieder besser und belohnten sich in der 65. Minute mit dem 2:2 - durch ein Eigentor. Nach einer Flanke kam es zur Kollision zwischen Bochums Torwart Jovan Jovic und Verteidiger Kilian Heisterkamp, der den Ball letztendlich unglücklich im eigenen Tor unterbrachte.

Jetzt lesen

Direkt dahinter lauerte aber ohnehin Stefan Oerterer. Der hatte später noch zwei große Gelegenheiten, den TuS wieder in Führung zu schießen, doch er vergab. Der Sieg wäre also noch möglich gewesen, aber auch mit dem Unentschieden konnte Timo Ostdorf gut leben: „Ich bin sehr zufrieden.“ Vor allem damit, dass seine Spieler die taktische Umstellung in der zweiten Halbzeit so gut umsetzen konnten. „Wir haben das einfach mal ausprobiert“, sagt Ostdorf. Geplant und einstudiert sei diese Formation vorab nicht gewesen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt