TuS Haltern gegen RW Essen: Schon einmal gab es Ärger mit dem RWE-Boss

hzFußball: Regionalliga West

Mit einem besonderen Angebot hatte der TuS Haltern auf die Kritik von RWE-Boss Marcus Uhlig reagiert. Nun scheinen die Wogen geglättet. Es war nicht die erste Auseinandersetzung.

Haltern

, 10.07.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir können alles in die Tonne kloppen“, hatte Marcus Uhlig vom Regionalligisten RW Essen vor einigen Tagen gesagt. Der Vorstand der Essener war sauer, dass die Halterner ihren Rückzug aus der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands nicht früher verkündet hatten. Der TuS antwortete wenig später und machte Uhlig ein besonders Angebot. Es war nicht die erste verbale Auseinandersetzung mit dem Essener.

Eineinhalb Tage nach Uhligs Kritik antwortete Raphael Brinkert, Marketingleiter des TuS Haltern, dem Vorstand in einem Brief, den er öffentlich machte. Darin bot der TuS den Essenern ein Freundschaftsspiel an, sobald wieder Zuschauer erlaubt seien, um die Einnahmen zu generieren, die RWE durch den TuS-Rückzug verloren gehen. Uhlig nahm das Angebot letztendlich an und suchte versöhnliche Worte.

„Das bekommt der TuS Haltern organisatorisch nicht hin. Leider“

Doch schon im vergangenen Jahr gab es Spannungen zwischen dem RWE-Boss und dem TuS Haltern. Ende November fiel das geplante Heimspiel der Halterner in der Mondpalast-Arena in Herne aus, da der Platz nicht bespielbar war. Die Essener wollten das Spiel jedoch unbedingt austragen, boten der Stadt Herne sogar an, mit zusätzlichem Personal und Gerät nach Herne zu kommen, um den Platz kurzfristig zu präparieren. Die Stadt Herne machte aber unmissverständlich klar, dass der Platz definitiv unbespielbar sei.

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Uhlig und die Essener schlugen daraufhin vor, in einem anderen Stadion zu spielen. Daraus wurde allerdings nichts. „Das bekommt der TuS Haltern organisatorisch nicht hin. Leider“, hatte der Vorstand des Regionalligisten damals gesagt. Eine Antwort darauf gab es aus Haltern nicht. Erst einige Wochen später kam es zum nächsten Teil der kleinen Sticheleien zwischen beiden Vereinen.

Die Essener hatten gerade gegen den VfB Homberg, Konkurrent des TuS Haltern um den damaligen Klassenerhalt, verloren. Die Niederlage war eine überraschende, mit den drei Punkten hatte in Homberg wahrscheinlich niemand geplant. „Wenn man als Profi-Team trotz jährlicher Millionen-Investments endlich aus der Regionalliga aufsteigen will, muss man übrigens gegen die von Eurem Vorstand sogenannten ‚amateurhaften Dorfclubs‘ gewinnen“, hatte Raphael Brinkert daraufhin bei Facebook geschrieben.

Als direkter Konkurrent vom VfB Homberg hätte der TuS Haltern sich sehr über einen Essener Sieg gefreut, schrieb er weiter. „Bitte macht aber für euer jahrelanges sportliches Versagen keine Dritten, sondern nur euch selbst verantwortlich.“

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Die Antwort von Marcus Uhlig folgte promt: „Dass der Herr sich in dieser Form öffentlich äußert ist eine absolute Frechheit. Das ist dermaßen Unfug, dass sich jedes weitere Wort zu diesem seltsamen Kommentar erübrigt.“

Danach herrschte einige Monate Ruhe zwischen beiden Vereinen - bis der TuS Haltern sich Anfang Juli aus der Regionalliga zurückzog. Doch auch diese kleine Fehde scheint nun aus der Welt zu sein. Da beide Teams nun nicht mehr in der Liga aufeinander treffen, wird es vermutlich auch die vorerst letzte gewesen sein.

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