Der TuS gleicht in der 88. aus und verliert dennoch - durch ein Traumtor

hzFußball: Oberliga

Erst in der 88. Minute glich der TuS Haltern am See noch gegen die TSG Sprockhövel aus. Für einen Punkt reichte es am Ende dennoch nicht. Die Gäste trafen mit der letzten Aktion des Spiel.

Haltern

, 27.09.2020, 19:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der TuS Haltern am See kassiert bei der TSG Sprockhövel die zweite Saisonniederlage innerhalb weniger Tage. Nach dem 0:4 gegen den Holzwickeder SC gab es am Sonntag ein bitteres 1:2 (0:0) für die Elf von Timo Ostdorf, die den Trainer vor allem aus einem Grund ärgerte. Einer seiner Spieler entwickelt sich derweil zum Kopfballungeheuer.

„Unabhängig vom Ergebnis war es ein richtig gutes Spiel von uns“, sagte Ostdorf nach der Partie. Erst in der 88. Minute hatte Patrick Brinkert für die Gäste aus Haltern zum 1:1 ausgeglichen. Nach einer Flanke von Jan-Niklas Kaiser von der rechten Seite köpfte Brinkert am ersten Pfosten ein. Für den Halterner bereits der zweite Treffer in der Oberliga - und der zweite mit dem Kopf, nachdem er gegen Erndtebrück das Tor des Tages erzielt hatte.

TuS-Trainer Timo Ostdorf: „Wir belohnen uns halt nicht“

Es war der verdiente Ausgleich für den TuS. Es sei über die vollen 90 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe gewesen, so Halterns Trainer. „Ein Punkt wäre verdient gewesen.“ Doch es sollte nicht sein. Sprockhövel bekam noch mal etwa 18 Meter vor Halterns Tor einen Freistoß. Der Schiedsrichter signalisierte bereits, dass es die letzte Aktion werden sollte. Und Lewin D‘Hone nutzte die eine Chance, die sich ihm noch bot, und verwandelte zum 2:1 für Sprockhövel (90.+2). „Das ist dann bitter“, bilanzierte Ostdorf.

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Zuvor war sein Team erstmals in der 76. Minute in Rückstand geraten, als Nazzareno Ciccarelli zum 1:0 für die Gastgeber traf. „Da treffen wir eine falsche Entscheidung“, erklärte er. Dann ging es über zwei, drei Stationen nach vorne, ehe Sprockhövel Glück hatte, dass ein erster abgeprallter Schuss vor Ciccarellis Füßen landete. „Wir haben im Moment einfach nicht das Spielglück“, sagte der TuS-Coach, dessen Team sich auch durch eine frühe Auswechslung nicht aus dem Konzept bringen ließ. Schon in der 40. Minute mussten die Seestädter erstmals wechseln. Noah Korczowksi musste mit einem Verdacht auf Faserriss ausgewechselt werden.

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Später hatte Jan-Niklas Kaiser noch eine gute Chance, die Halterner in Führung zu bringen, doch ein Sieg wäre wohl ohnehin nicht verdient gewesen, gestand auch Ostdorf. „Die hatten auch ein, zwei gute Chancen, es wäre eine gerechte Punkteteilung gewesen.“ Spielerisch sei es aber auch ein Schritt nach vorne gewesen, lobte er seine Mannschaft, „aber wir belohnen uns halt nicht“. Am meisten ärgerten ihn die Entstehungen der Chancen „und es ärgert mich für die Jungs“, sagte er. Denn letztendlich konnten sie sich für ihren hohen Aufwand doch nicht bemühen. Auch wenn es kurz vor Schluss schon danach aussah.

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