TuS Haltern II ist auf dem Sprung

Fußball

„Die ganze Europameisterschaft ist ja schön und gut, aber es wird Zeit, wieder selbst auf dem Platz zu stehen“ Ein Glück, dass Tim Abendroth mit seiner Halterner Reserve am Dienstagabend die Vorbereitung zur neuen Spielzeit aufnahm, sonst wäre der TuS-Coach auf der heimischen Couch womöglich noch im Sechseck gesprungen.

HALTERN

von Von Bastian Rosenkranz

, 06.07.2016, 16:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spielertrainer Tim Abendroth (l.) und sein Co-Chef Michael Onnebrink (r.) bauen Maik Knoblich, Lukas Berkenkamp, Oliver Quinkenstein, Benedikt Berkenkamp, Tim Bonka und Yasia Keskiu (v.l.) ins Team des TuS Haltern II ein.

Spielertrainer Tim Abendroth (l.) und sein Co-Chef Michael Onnebrink (r.) bauen Maik Knoblich, Lukas Berkenkamp, Oliver Quinkenstein, Benedikt Berkenkamp, Tim Bonka und Yasia Keskiu (v.l.) ins Team des TuS Haltern II ein.

Apropos springen: Nach dem Satz des TuS II zurück in die Bezirksliga verbietet der Coach ab sofort das Füße hochlegen, in der neuen Spielklasse werde schließlich höher gesprungen. Das betrifft in erster Linie den Körper und die Fitness, gerade in diesen Punkten steht Tim Abendroth allerdings noch viel Arbeit ins Haus.

Denn der Spielertrainer nimmt einen ganzen Schwung Nachwuchs-Talente unter seine Fittiche, die von der Kraft und Athletik noch zulegen müssen, um von den Landwirten des Münsterlandes nicht vom Feld gepflügt zu werden. „Viele haben schon gut etwas getan, obwohl ich keine Hausaufgaben verteilt habe“, freut sich Abendroth über den Feuereifer und setzt fort: „Dem einen oder anderen traue ich den Sprung in die Startelf zu. Aber was mir am wichtigsten ist: Die Jungs haben das Herz am rechten Fleck.“

Spielerisch und taktisch genoss Jugend forscht in den letzten beiden Jahren sowieso eine exzellente Ausbildung, insgesamt sieht der Offensivmann seine Truppe fußballerisch „gut aufgestellt“. Die Kondition folgt in den nächsten Wochen – ohne Waldläufe. „Die Jungs haben Glück, dass ihr Trainer gleichzeitig Spieler ist“, sagt Tim Abendroth mit einem Lachen. „Aber von der Kondition möchte ich den Gegnern schon einen Schritt voraus sein.“

Ausgeglichene Liga

Über die Rolle, die die Seestädter als Neulinge in der Bezirksliga spielen können, möchte sich der Coach noch nicht äußern. Zu ausgeglichen sei die Liga, zu viele Unbekannte erschweren eine Vorhersage. Die Worte „Füße still halten“ fallen. Was Abendroth jedoch mit Sicherheit weiß: Er wird das geliebte Leder öfter teilen müssen. „Eigentlich möchte ich immer den Ball haben, aber das wird gegen Teams wie die SG Borken nicht immer gehen. Wir brauchen deshalb eine Plan B und C, wir brauchen Variabilität“, fordert er. Die erarbeitet Abendroth ab sofort mit seinem Co-Chef Michael Onnebrink, auf dessen „neue Ideen“ sich der Trainer schon freut. Ansonsten fürchtet Tim Abendroth aktuell wenig, vielmehr will er mit seinen Aufsteigern so lange wie möglich auf der Euphoriewelle reiten.

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