Nach Corona-Test bei TuS-Gegner: Der Verein handelt

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Der TuS Haltern hat auf die Corona-Infektion im nahen Umfeld eines Waltroper Spielers reagiert. Einen allgemeinen Plan, wie mit so einem Fall umgegangen werden soll, gibt es jedoch nicht.

Haltern

, 04.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem am Sonntag bekannt wurde, dass die Freundin eines Spielers von Teutonia Waltrop positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hatte das nicht nur Auswirkungen auf den Bezirksligisten. Auch der BV Brambauer und der TuS Haltern am See sind davon betroffen. Während Brambauer aber lediglich auf ein Testspiel verzichten musste, haben die Halterner schon gegen den womöglich infizierten Waltroper gespielt.

Welcher Spieler von Teutonia Waltrop sich am Montag, 3. August, auch auf das Coronavirus testen lassen musste, nachdem seine Freundin bereits positiv getestet wurde, ist nicht bekannt. Auch der TuS Haltern am See weiß nicht, um welchen Spieler es sich handelt, bestätigt Trainer Timo Ostdorf. Eines steht aber laut Informationen der Halterner Zeitung fest: Besagter Spieler stand am Freitagabend beim 2:0-Sieg des TuS für Waltrop auf dem Platz.

Irgendwann am Dienstag soll das Ergebnis des Spielers vorliegen

Wie lange er spielte, ist nicht bekannt. Aber letztendlich auch irrelevant. Denn egal ob es fünf Minuten oder doch volle 90 waren, sollte der Spieler ebenfalls infiziert sein, würde es die Lage beim TuS Haltern am See verkomplizieren. Denn wie der Verein dann handeln muss, steht nicht wirklich fest. Verhaltensregeln vom Verband oder dem Land NRW gibt es nicht. „Ich glaube, dafür gibt es keinen richtigen Fahrplan“, sagt Timo Ostdorf, der aber aktuell - genauso wie seine Spieler - noch entspannt ist.

Mit der Thematik, was geschehen muss, wenn der Test positiv ausfällt, hat sich der Verein, so gut es geht, befasst. „Wir haben versucht, uns da schlau zu machen.“ Doch nach aktuellem Stand ist der Fall des Waltropers noch ganz weit weg vom TuS. Der Spieler, dessen Freundin sich mit dem Coronavirus infiziert hat, sei derzeit noch eine Kontaktperson beziehungsweise ein Fall ersten Grades, so Ostdorf. Waltrops Mannschaft, mit der der Spieler in deutlich engerem Kontakt war als mit den TuS-Spielern, sei ein Fall zweiten Grades. Erst dann - als Fall dritten Grades - komme derzeit der Halterner Oberligist.

Fürs Erste hat der TuS Haltern am See aber gehandelt. Die Spieler und Trainer, die am Freitag in Waltrop waren, haben am Montagabend erst mal isoliert vom Rest der Mannschaft trainiert. „Kontakt untereinander gibt es nicht“, stellt Timo Ostdorf klar. Das habe er allen Spielern direkt so mitgeteilt. „Zum Glück sind die da aber ganz pflegeleicht“, sagt er. Mehr als die Spieler des Freitagskaders vorerst von den anderen zu isolieren, „können wir aber auch nicht machen“. Das einzige, was die Halterner nun noch tun können, ist abzuwarten.

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Das Testergebnis des Waltroper Spielers soll im Laufe des Dienstags vorliegen. Dann hat der TuS Gewissheit, ob er wieder ganz normal weiter trainieren kann oder zu einem Fall zweiten Grades wird.

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