TuS Haltern steht vor einer "Herkulesaufgabe": Spitzenreiter SV Rödinghausen ist zu Gast

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Der TuS Haltern freut sich auf die Rückkehr in die Stauseekampfbahn. Gegen den Tabellenführer SV Rödinghausen erwartet aber niemand Punkte. Mut könnte das Westfalenpokal-Halbfinale machen.

von Thomas Braucks

Haltern

, 13.09.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die 1:3-Niederlage gegen die U23 des 1. FC Köln in der Wanne-Eickeler Mondpalast-Arena ist abgehakt, der TuS Haltern freut sich auf die Rückkehr in die Stauseekampfbahn. Und das zum „leichtesten“ Regionalliga-Heimspiel des Jahres: Es kommt Tabellenführer SV Rödinghausen. Klarer Fall: Da kann der Aufsteiger nur gewinnen.

„In der Klasse sind wir doch immer der Herausforderer. Diesmal ein noch viel krasserer als sonst“, sagt Trainer Magnus Niemöller über die Begegnung mit dem Titelfavoriten aus Ostwestfalen.

Rödinghausen ist nicht unantastbar - mit einem Aber

Zwar hat Alemannia Aachen jüngst den Nachweis erbracht, dass auch Rödinghausen nicht unantastbar ist. Aber den letzten Treffer zur 2:3-Niederlage kassierten die Ostwestfalen in der 94. Minute – drei Tage, nachdem der SVR den Drittligisten Preußen Münster im Elfmeterschießen aus dem Westfalenpokal verabschiedet hat.

Die Niederlage muss man damit eher als Betriebsunfall abbuchen – und nicht als Start eines Trends. In Rödinghausen, so ist jedenfalls von dort zu hören, wird hinter den Kulissen hart daran gearbeitet, einen erfolgreichen Lizenzantrag für die 3. Liga einreichen zu können.

„Das ist eine Mannschaft, die alles kann." Magnus Niemöller, Trainer TuS Haltern

Sportlich ist das allemal berechtigt, der SV Rödinghausen ist neben Rot-Weiss Essen wohl die beste Mannschaft der Regionalliga West. Findet auch Magnus Niemöller. „Das ist eine Mannschaft, die alles kann. Rödinghausen kann schnell kontern, kann aber auch Ballbesitz-Fußball. Sie teilen aus, können aber auch einstecken. Sie haben in allen Mannschaftsteilen Spieler, die Tore erzielen und Tore vorbereiten können – und einen super Trainer.“

Eine Mannschaft mit viel Erfahrung

Und der – Enrico Maaßen – versammelt in seiner Truppe jede Menge Erfahrung: Kapitän Daniel Flottmann (35), Mittelfeldmann Felix Backszat (30) oder Torjäger Simon Engelmann (30) etwa sind Profis, die so schnell nichts aus der Bahn haut.

Da Ansatzpunkte fürs eigene Spiel zu finden, Schwachstellen gar, sei „ganz, ganz schwer“, so Niemöller. Um eine Chance zu haben, müsse es gelingen, den Tabellenführer auf „unser Niveau herunterziehen. Aber wie wir das genau anstellen sollen, weiß ich auch nicht so genau. Es wird eine Herkulesaufgabe.“

Mut macht der Auftritt Im Westfalenpokal

Was dem Außenseiter Mut machen könnte: Im Frühjahr scheiterte der TuS im Halbfinale des Westfalenpokals in Rödinghausen erst in der Verlängerung. Haltern hat gegen den SVR in 90 Minuten also schon einmal 0:0 gespielt. „Das Problem ist: Das wissen sie in Rödinghausen auch“, sagt Niemöller. Dass die Ostwestfalen den Gegner kapital unterschätzen, darauf sollte beim TuS niemand bauen.

Zum Personal: Cedric Vennemann fällt noch wochenlang aus, Deniz Batman und Torhüter Rafael Hester sind wieder im Training. Speziell beim Schlussmann scheint ein Einsatz am Sonntag aber noch ausgeschlossen.

TuS Haltern - SV Rödinghausen; Sa., 14 Uhr – Stauseekampfbahn, Lippspieker

Nach dem Regionalliga-Spiel an diesem Samstag sehen sich TuS Haltern und SV Rödinghausen schnell wieder – im Achtelfinale des Westfalenpokals. Das findet Anfang Oktober in Haltern statt. Über den genauen Termin verständigen sich die Vereine gerade. Nach dem Pokalspiel im Frühjahr und der Regionalliga-Partie wird es das dritte Aufeinandertreffen in 2019.

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