TuS Halterns Kapitän geht von Bord - zusammen mit Vennemann zum SV Hardt

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Mit Lukas Diericks und Cedric Vennemann verliert der TuS Haltern zwei Spieler, mit denen er gerne verlängert hätte. Das „Bilbao-Konzept“ mache Sinn, mehr Perspektive sehen sie aber beim SV Hardt.

Haltern, Hardt

, 04.06.2020, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußball-Regionalligist TuS Haltern verliert mit Lukas Diericks und Cedric Vennemann zwei Stammspieler. Beide wechseln – etwas überraschend – zum Landesligisten SV Dorsten-Hardt.

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„Wirhaben mit beiden über eine Verlängerung gesprochen, allerdings zu veränderten Konditionen“, sagt TuS-Trainer Timo Ostdorf. „Menschlich und sportlich hätten sie absolut in das Bilbao-Konzept gepasst.“

Bereits als die ersten Abgänge mit Arda Nebi, Lukas Opiola und Christoph Kasak bekannt wurden, hieß es von Seiten des TuS, dass Diericks gehalten werden sollte. Sascha Kopschina, Sportlicher Leiter des Vereins, sagte vor einigen Wochen: „Natürlich sind wir bestrebt, auch Spieler aus dem bisherigen Stamm zu halten.“ Namentlich nannte er Lukas Diericks.

Als Stammspieler in die Regionalliga

Der 28-jährige Innenverteidiger und Sechser spielte seit drei Jahren beim TuS Haltern. Als Stammspieler stieg er mit dem Team aus der Oberliga in die Regionalliga auf. Dort absolvierte er in der vergangenen Spielzeit 23 Spiele. Seine weiteren Stationen waren bis 2007 der SV Hardt, danach der TSV Marl-Hüls und der VfB Hüls.

Der 30-jährige Offensivspieler Vennemann wechselte ebenfalls 2017 zum TuS. In der vergangenen Regionalliga-Spielzeit absolvierte er aber kein Spiel für Haltern. In den beiden Oberliga-Spielzeiten zuvor spielte er allerdings in je 27 Partien.

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Vennemann blieb bis zum 15. Lebensjahr beim SV Hardt, wechselte dann zu Wattenscheid 09 und ging anschließend unter Trainer Norbert Elgert beim FC Schalke 04 in der A-Jugend-Bundesliga auf Torejagd. Weitere Stationen hatte er bei Rot-Weiß Essen, beim VfB Hüls, dem FC Kray und SW ETB Essen.

Prioritäten haben sich verschoben

„Beide haben uns gegenüber von Anfang an kommuniziert, dass für sie nur der TuS Haltern oder der Wechsel zu ihrem Heimatverein SV Hardt in Frage kommt“, sagt TuS-Trainer Ostdorf. „Aufgrund ihrer beruflichen Situation und des Aufwandes in der Regionalliga haben wir volles Verständnis für diese Entscheidung.“

Cedric Vennemann sagt: „Wir hatten Lust beim TuS zu bleiben, auch in Kombination mit Timo Ostdorf, der ein guter Freund von uns geworden ist.“ Der Offensivspieler betont, dass Haltern beide halten wollte. „Der Verein wollte uns als Eckpfeiler und Führungsspieler.“

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Mehr Perspektive sahen beide jedoch beim SV Hardt. „Das Konzept, dass der TuS jetzt fährt, macht Sinn. Es ist aber sehr auf junge Spieler ausgerichtet. Ich sah für mich persönlich, nicht den großen Sinn, zu bleiben. Beim SV Hardt sehen wir beide für uns mehr Perspektive.“

Cedric Vennemann (r.) schließt sich zusammen mit Diericks dem alten Jugendverein der beiden, dem SV Hardt, an.

Cedric Vennemann (r.) schließt sich zusammen mit Diericks dem alten Jugendverein der beiden, dem SV Hardt, an. © Ralf Pieper

Der nun ehemalige Kapitän des TuS Haltern, Lukas Diericks, betont zudem: „Wir wollen unsere Karriere hier nicht ausklingen lassen, sondern einen Stein ins Rollen bringen. Und mit dem Team eine gesunde Mischung aus Spaß und Leistungsmentalität an den Tag legen.“

Der SV Dorsten-Hardt freut sich über die starken Neuverpflichtungen. In den vergangenen Jahren kickten die Hardter in der Landesliga immer gegen den Abstieg. „Der Dornröschenschlaf muss deshalb ein Ende haben“, sagt Jürgen Gertz, der zusammen mit Torwart Stefan Schröder die Sportliche Leitung innehat.

Gertz sagt weiter: „Das waren sehr gute, offene Gespräche. Wir haben klar und offen dargelegt: das wollen wir – die Tabelle beleben und wieder oben mitspielen. Und das mit Jungs, die auf der Hardt groß geworden sind und nicht mit Legionären.“ Er blickt auf das erfreuliche Ergebnis der Gespräche zurück: „Beide haben am Ende gesagt: wir haben wirklich gespürt, dass ihr uns zurückhaben wollt.“

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