TuS Halterns Sechser „blutet das Herz“ - Niemöller erwartet „Abnutzungskampf“ am Samstag

hzFußball: Regionalliga

Der TuS Haltern ist beim Aufsteiger SV Bergisch Gladbach gefordert. Vier Punkte hat der SV auf dem Kotno. „Wir machen das Spiel aber nicht größer, als es ist“, sagt Trainer Niemöller.

Haltern

, 15.11.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir machen aus dem Spiel nicht mehr, als es ist“, erklärt Halterns Trainer Magnus Niemöller. Am Samstag (14 Uhr, Paffrather Str. 135, Bergisch Gladbach) ist der TuS Haltern am See beim SV Bergisch Gladbach gefordert. Beide Teams sind Aufsteiger in die Regionalliga, doch das ist nicht die einzige Parallele.

Nicht mit dabei sein wird allerdings weiter Halterns Sechser Cedric Vennemann. Er wartet nach dem Aufstieg weiter auf seine erste Spielminute in der Regionalliga. „Das ist für mich schon eine mittelschwere Katastrophe“, erklärt Vennemann.

Gegen Lotte am ersten Spieltag war der 29-Jährige im Urlaub. Um danach etwas Spielpraxis zu erhalten, spielte er mit der U23 der Halterner in Billerbeck (0:1). Das Spiel - am 18. August - allerdings war für ihn nach 15 Minuten beendet. „Eigentlich wollte ich erst weiterspielen“, sagt Vennemann. Doch der Halterner zog sich nach einem Tritt in die Wade einen Muskelbündelriss und einen Sehnenteilabriss zu. Zudem bildete sich im Anschluss noch eine Verknöcherung am Muskel. „Das hat es dann in die Länge gezogen“, erklärt er.

„Habe mich gut aufgehoben gefühlt“

Ergo: Seit drei Monaten fällt Vennemann nun schon aus. Im Zwei-Wochen-Takt war der Halterner in der Zwischenzeit bei Markus Braun, dem Teamarzt von Borussia Dortmund. „Da habe ich mich gut aufgehoben gefühlt“, erklärt Vennemann. „Auch wenn ich lieber verschwiegen habe, dass ich Schalker bin.“

Für Vennemann sei es „schon eine mittelschwere Katastrophe“, bisher nur zuschauen zu dürfen. „Zwei Jahre war der Aufstieg in die Regionalliga das Ziel. Wochenende für Wochenende auf der Tribüne zu sitzen, da blutet mir das Herz“, erklärt Vennemann.

Insgesamt sei das alles „natürlich richtig blöd“, sagt sein Trainer Niemöller. „Das tut mir auch leid für ihn.“ Doch langsam aber sicher sieht Vennemann Licht am Ende des Tunnels. Anfang Dezember will der Sechser wieder ins Mannschaftstraining beim TuS Haltern einsteigen. Die Planung hält auch sein Trainer für realistisch. „Und dann hat er hoffentlich eine gute Wintervorbereitung“, sagt Niemöller.

Am Samstag in Bergisch Gladbach allerdings wird Vennemann erneut auf der Tribüne platznehmen müssen. „Das wird ein 50-50-Spiel“, erklärt Niemöller. Gegen einen Gegner, der mit dem TuS Haltern zu vergleichen ist. Er erwarte einen Abnutzungskampf gegen ein Team, „das physisch stark und robust spielt und einen defensiven Ansatz wählt“, sagt er.

Drei Punkte wurden gestrichen

Vier Punkte hat der Gegner auf dem Konto und belegt damit den vorletzten Platz in der Regionalliga. Allerdings ist der SV auch einer der großen Verlierer der Wattenscheid-Pleite. Denn so wurden die drei Punkte vom ersten Spieltag gestrichen.

In den letzten beiden Heimspielen - 1:1 gegen Wuppertal und 1:2 gegen RW Essen - sei laut Niemöller mehr drin gewesen. „Die Mannschaft ist völlig intakt und wirkt noch sehr frisch“, erklärt Halterns Trainer.

Neben Vennemann müssen die Halterner auf Nico Wolters (Leiste), Tim Forsmann (Trainingsrückstand nach Außenbandriss) und Noah Korczowski (Rote Karte) verzichten. Zudem hat es Jan-Patrick Friedrich im Spiel gegen Fortuna Köln (0:1) wohl schwerer erwischt. „Vieles deutet auf einen Außenbandriss hin“, sagt sein Trainer Niemöller. Das Fußball-Jahr 2019 scheint für ihn beendet.

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