TuS-Stürmer Stefan Oerterer kassiert gelbe Karte für außergewöhnlichen Torjubel

Fußball Regionalliga West

Diese Freude musste einfach heraus: Als Stefan Oerterer im Spiel des TuS Haltern gegen Alemannia Aachen in der 76. Minute den 2:1-Siegtreffer erzielte, war der Torjäger nicht zu halten.

Haltern

von Olaf Krimpmann

, 27.01.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
TuS-Stürmer Stefan Oerterer kassiert gelbe Karte für außergewöhnlichen Torjubel

TuS-Stürmer Stefan Oerterer bejubelte seinen Siegtreffer im Wattenscheider Trikot, ein Gruß an seinen Kumpel Nico Buckmeier. © Olaf Krimpmann

Jubelnd drehte „Ö“ ab Richtung Gegentribüne, riss sich das Trikot runter.

Dabei kam ein weiteres weißes Leibchen zum Vorschein. „Das von meinem Kumpel Nico Buckmaier“, verriet Oerterer nach Spielschluss. Der frühere Wattenscheider und heutige Rödinghauser sowie Stefan Oerterer sind seit langem befreundet.

Dritte Verwarnung

„Wir haben schon tausend Mal gegeneinander gespielt, und als Wattenscheid sich aufgelöst hat, habe ich gesagt: Gib mir mal ein Trikot von dir, ich zieh’s mal drunter. Jetzt spielen wir noch in Wattenscheid und ich mach‘ das Tor - dann passt das einfach“, schildert der Recklinghäuser.

Natürlich gab’s fürs Trikotausziehen die Gelbe Karte - was den TuS Haltern noch in Schwierigkeiten bringen kann. Denn es war die dritte (!) Verwarnung für Stefan Oerterer, mit der fünften wäre er gesperrt:

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Am 31. August 2019 gab’s beim Halterner 4:3-Sieg beim VfB Homberg die Verwarnung in der 90. Minute wegen Zeitspiels.

Strafenkatalog

Am 21. September 2019 kassierte Oerterer im Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 (0:4) den gelben Karton gar wegen Foulspiels.

Ob Trainer Magnus Niemöller demnächst den Strafenkatalog erhöhen muss, um weitere Trikot-Aktionen zu unterbinden? Solange der Torjäger verlässlich die entscheidenden Treffer setzt, dürfte der Coach darüber hinwegsehen können.

Was Niemöller dazu beruhigen dürfte: Als Kartensammler ist sein Stürmer bislang nicht bekannt. „Ich war in meiner gesamten Laufbahn nicht einmal gesperrt“, versichert Oerterer. Und das solle tunlichst so bleiben.

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