Urlaub, Krankenhaus, Krankenschein: HSC-Trainer Andreas Stolz muss sich weiter schonen

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Eigentlich wollte Andreas Stolz, Trainer des HSC, einen ruhigen Urlaub am Gardasee in Italien verbringen. Vorzeitig allerdings war er wieder zurück. Und musste ins Krankenhaus.

Haltern

, 12.08.2019 / Lesedauer: 3 min

Eigentlich sollte es für Andreas Stolz, Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen des HSC Haltern-Sythen, ein entspannter Urlaub am Gardasee werden. Doch die Reise in den Süden hat bei Stolz ungewollte Spuren hinterlassen. Auch zwei Wochen später fühlt „er sich noch ganz schön schlapp“, erklärt er. Innerhalb von fünf Tagen nahm er sechs Kilo ab, sein Körper verlor viel Flüssigkeit. Den Urlaub musste er vorzeitig abbrechen.

„Ich habe irgendetwas gegessen, was wohl nicht astrein war“, sagt Stolz. Ein Eis oder ein Steak vielleicht. „Keine Ahnung, aber ich weiß jetzt, was das für ein Keim war. Den kann ich nur durch die Nahrung aufgenommen haben“, erklärt Stolz.

„Fast eine Woche auf das Ergebnis gewartet“

Campylobacter jejuni heißt der Störenfried. „Campylobacter sind Bakterien, die ansteckende Durchfall-Erkrankungen auslösen“, heißt es dazu auf Infektionsschutz.de.

Vom Gardasee ging es dann erst nach Hause und dann anschließend ins Krankenhaus. Dort haben die Ärzte Stolz in einem Zimmer isoliert und entnahmen ihm mehrere Proben. „Fast eine Woche habe ich dann auf das Ergebnis gewartet“, sagt er.

Medikamentös könne seine Erkrankung nicht behandelt werden, erklärt Stolz. „Ich muss das einfach aussitzen“, sagt er. Am Samstag wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Am Sonntag ließ er es sich nicht nehmen, das Testspiel seiner Mannschaft zu verfolgen.

Urlaub, Krankenhaus, Krankenschein: HSC-Trainer Andreas Stolz muss sich weiter schonen

HSC-Trainer Andreas Stolz musste seinen Urlaub am Gardasee abbrechen. © Manfred_Rimkus

Gegen den Oberligisten ETSV Witten unterlagen die Halternerinnen mit einem Treffer (21:22/9:9). „Das war wirklich toll. Spielerisch waren wir die bessere Mannschaft und Witten lebte nur von unseren individuellen Fehlern“, sagt er.

So habe sich sein Team nicht abschütteln lassen. Mit einem Unentschieden (9:9) ging es in die Halbzeitpause. „Insgesamt haben wir viel ausprobiert“, sagt Stolz. Sein Team spielte über weite Strecken mit zwei Kreisläuferinnen.

Nach Wiederanpfiff zog der Oberligist auf vier Tore davon (17:13). „Wir haben dann auf eine 3:3-Deckung umgestellt. Damit kam Witten überhaupt nicht klar“, sagt Stolz. Sein Team holte damit auf, am Ende reichte es nicht ganz. „Bis eine Sekunde vor Schluss haben wir mitgehalten“, sagt er.

18:16-Erfolg gegen Rhede

Am Freitagabend gelang den Halternerinnen ein Erfolg gegen den Verbandsligisten Rhede. Früh ging Rhede in Führung, nach 42. Minuten dann konnte der HSC das Spiel drehen (15:14). Nach 60 Minuten jubelten die Halternerinnen über einen 18:16-Erfolg.

Mit der Vorbereitung seiner Mannschaft ist Stolz zufrieden. „Die Mädels gehen steil, das ist unglaublich“, bilanziert der Trainer. So liege die Trainingsbeteiligung bei über 90 Prozent. „Sie wollen das Abenteuer Verbandsliga wirklich angehen und positiv gestalten“, sagt Stolz.

Während seine Spielerinnen in der Vorbereitung drei Mal in der Woche trainieren, muss sich Stolz weiter ausruhen. „Mal schauen, ob mir noch ein Arzt einen Wunderkeks geben kann“, sagt der Trainer.

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