„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

hzDer Aufstiegskader des HSC

Wer verpasste beim HSC Haltern-Sythen meist das Abwehrtraining? Und wer musste häufiger gebremst werden? Christian Berse und Daniel Lüger stellen den Aufstiegskader der Halterner vor.

Haltern

, 08.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Was zeichnet die Spieler des Oberliga-Aufsteigers aus? Was sind ihre Stärken und was ihre Schwächen? Teammanager Christian Berse und Kapitän Daniel Lüger erklären den Halterner Kader.

Daniel Lüger: „Der Kapitän der Meistermannschaft bringt mit seiner Erfahrung die nötige Ruhe und Übersicht mit, um das junge Team auch in engen Situationen zu führen. Als angehender Grundschullehrer hat er auch die nötige Qualifikation. Hat die „Hütte“ oft regelrecht vernagelt und einen entscheidenden Beitrag zum Aufstieg geleistet.“

„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

Daniel Lüger © Werner Schulte-Lünzum

Stephan Haunert: „Teil zwei des vielleicht besten Torhütergespannes der Liga. Endlich wieder an alter Wirkungsstätte in seinem Heimatverein aktiv. Zeigte, dass er nach wie vor ein erstklassiger Torwart ist. War immer dann zur Stelle, wenn es bei Daniel Lüger nicht so gut lief. In Eins-gegen-Eins-Situationen mit überragenden Paraden und immer hoch motiviert.“

„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

Stephan Haunert © Werner Schulte-Lünzum

Sascha Rauschel: „Als Feuerwehrmann beruflich einige Male nicht abkömmlich, hat er sich absolut in den Dienst der Mannschaft gestellt und einige Urlaubstage geopfert, um bei den Spielen anwesend sein zu können. Überrascht, trotz seiner eher geringen Körpergröße, gerne mal mit einem Wurf aus dem Rückraum.“

„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

Sascha Rauschel © Werner Schulte-Lünzum

Mika Knöner: „Ihn können wir sicherlich als die Sensation der Saison bezeichnen. Als ehemaliger A-Jugendlicher sollte er das erste Jahr eigentlich als Lernjahr im Seniorenbereich angehen. Als gelernter Rückraumspieler musste er dann auf Rechtsaußen aushelfen und entwickelte sich dort als Rechtshänder zum Torwart-Albtraum der Verbandsliga. In der Abwehr entnervte er in Terrier-Manier so manchen Gegenspieler, für den er als Sonderbewacher abgestellt war. Ist als Mannschaftsjüngster neben dem Platz für so angenehme Aufgaben wie Getränkekisten schleppen verantwortlich, zeigt diesbezüglich aber eindeutig noch weiteres Steigerungspotenzial.“

„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

Mika Knöner © Werner Schulte-Lünzum

Harald Scherer: „Mr. Zuverlässig auf Linksaußen. Wenn ‚Harry‘ zum Wurf kommt, kann er anschließend auch fast immer jubelnd abdrehen. Seine Heber treiben dem Trainer und den Mitspielern oftmals den Schweiß auf die Stirn. Als Trainer der A-Jugend und später der zweiten Mannschaft auch noch in anderen wichtigen Funktionen im Verein engagiert.“

„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

Harald Scherer © Werner Schulte-Lünzum

Robin Hettrich: „Unser Nationalspieler (leider nur beim Minigolf) mit einem genialen Handgelenk und variantenreichem Wurfrepertoire auf Linksaußen ausgerüstet. Konnte Harry oftmals entlasten und mit wichtigen Treffern zu unserer Siegesserie beitragen.“

„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

Robin Hettrich © Werner Schulte-Lünzum

Lukas Schulte-Lünzum: „Komplettiert unser Prunkstück, die Deckungsreihe, im Innenblock. Hat vielen gegnerischen Rückraumspielern mit seinem aggressiven Abwehrverhalten den Zahn gezogen. Muss meistens etwas gebremst werden, um nicht gleich wieder für zwei Minuten auf die Bank zu wandern. Geht auch gern als emotionaler Leader voran.“

„Verpasste zufällig immer das Abwehrtraining“: Das ist der Aufstiegskader des HSC

Lukas Schulte-Lünzum © Werner Schulte-Lünzum

Julian Schrief: „Unser Alleinunterhalter im rechten Rückraum kann sich aufgrund der fehlenden Alternativen kaum Pausen gönnen. Mit herausragenden technischen Fähigkeiten und einer riesigen Spielübersicht ausgestattet ist er auch in der Deckung eine absolute Bank. Nimmt sich in dieser Saison auch zum rechten Zeitpunkt seine Würfe und steht in der internen Torschützenliste auf Platz drei. Seit Jolle auch Familienvater ist, darf er endlich beim Aufwärmfußball bei „Alt“ mitspielen.“

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Julian Schrief © Werner Schulte-Lünzum

Henning Schrief: „Der Turm in so mancher Abwehrschlacht, die wir in den Spitzenspielen abgeliefert haben. Im Angriff kann er sicherlich in so mancher Situation noch sein Phlegma ablegen, weiß aber auch immer häufiger im Angriff seinen Body einzusetzen. Sieht sich selbst eher als Rückraumspieler, hat dafür aber im Training eine zu große Streuung und schon so manches Holzbrett an der Wand hinter dem Tor locker geschossen.“

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Henning Schrief © Werner Schulte-Lünzum

Philipp Schrief: „Teil drei unseres „schriefschen“ Abwehrbollwerkes. Hält in der Deckungsmitte die Abwehr zusammen und hat so manchen „Monsterblock“ abgeliefert. Neben dem Platz oft als Organisator für Veranstaltungen abseits des Handballs verantwortlich. Auch beim Feiern gesangstechnisch einer der Leader.“

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Phillip Schrief © Werner Schulte-Lünzum

Tim Strotmann: „‚The Brain‘ gibt im Spiel die spielerische Marschroute vor, setzt die taktischen Vorgaben des Trainers um und glänzt auch als Torschütze. Steht in der Gesamttorschützenliste unter den besten zehn Werfern der Verbandsliga. Nach Übergang des Kapitänsamtes auf Daniel konnte er mehr Verantwortung auf dem Platz übernehmen und glänzte auch in den Spitzenspielen mit Topleistungen.“

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Tim Strotmann © Werner Schulte-Lünzum

Nick Andersen: „Der X-Faktor im Rückraum. Schlängelte sich mit seiner unorthodoxen Spielweise durch so manche gegnerische Abwehrreihe. Verpasste aufgrund beruflicher Überschneidungen zufällig immer das Abwehr-Training und überlässt den Job in der Defensive daher selbstlos seinen Mitspielern. Offensiv in vielen Spielen mit den entscheidenden und wichtigen Akzenten.“

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Nick Andersen © Werner Schulte-Lünzum

Jan-Bernd Kruth: „Hat in diesem Jahr noch einmal einen Leistungssprung nach vorne gemacht. Die „Maschine“ pflügt mit seinem gnadenlosen Körpereinsatz durch so manche Deckungsreihe und schonte weder sich noch seine Gegenspieler. Ließ sich nicht mal von Fußspuren des gegnerischen Torwartes auf der Nase von seiner Spielweise abbringen. Seine Unterarmpeitsche lehrt den generischen Torhüter häufig das Fürchten.“

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Jan-Bernd Kruth © Werner Schulte-Lünzum

Philipp Wolak: „Wurde durch eine schwere Bänder- und Knochenverletzung in der Vorbereitung leider die komplette Hinrunde der Saison aus der Bahn geworfen. Kämpft sich im Training wieder heran und hilft der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga den Abstieg zu verhindern. Im Spiel gegen Hagen deutete er aber an, dass in der kommenden Saison wieder mit ihm zu rechnen sein wird.“

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Philipp Wolak © Werner Schulte-Lünzum

Der HSC-Trainer Gérard Siggemann: „Der Architekt des Aufstieges in die Oberliga – mit riesigem Handball-Sachverstand ausgestattet und enormen Kenntnissen der Handballszene im Westfälischen Handballverband. Auf der Bank als Vulkan oftmals in der Rolle von Mr. Hyde und neben dem Platz der sachliche Analytiker, der Spielern die richtige Taktik für jeden Gegner mit an die Hand gibt, alias Dr. Jekyll.“

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Gerad Siggemann © Werner Schulte-Lünzum

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