Farin Megger hat es geschafft: Dank eines starken letzten Rennwochenendes hat er sich den Vizetitel in seiner Altersklasse gesichert. © Privat
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Vizemeister: Halterner ist der zweitbeste Fahrer seiner Altersklasse

Die Ausgangslage war nicht optimal, doch der Halterner Kartpilot Megger ist doch noch auf den zweiten Platz seiner Altersklasse gesprungen - inklusive harten Duellen und einem Fotofinish.

Nach Stationen in Mülsen und Wackersdorf ging am 17. und 18. Oktober im hessischen Wittgenborn die durch Corona stark komprimierte deutsche „Rotax MAX Challenge“ zu Ende. Der Meisterschaftskampf der Junioren fokussierte sich beim Saisonfinale auf dem Vogelsbergring auf den Tabellenführer Valentin Kluss und seinen direkten Verfolger Farin Megger (13) aus Haltern.

„Ich will noch einmal alles geben um meine Titelchancen zu wahren“, hatte Megger im Vorfeld gesagt. Sein Einsatz wurde belohnt. Er durfte am Ende mit seinem Team die Vizemeisterschaft feiern.

Schon beim Warm Up und im Qualifying zeigte Megger mit Platz eins eine starke Leistung. Von der Pole Position ging er danach in das erste der drei zu fahrenden Rennen des Tages. Und diesmal passte alles. Der Halterner konnte sich nach einem guten Start sofort absetzen, baute seine Führung Runde für Runde aus und fuhr mit drei Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Spannende Positionskämpfe mit Valentin Kluss und Nikita Gense

Im zweiten Lauf lag Megger bis zur Rennmitte erneut in Front, musste dann aber auf seine Reifen achten. Noch in Führung liegend wehrte er bis zum Ende die Angriffe seiner Verfolger ab und fuhr mit knappem Vorsprung den zweiten Laufsieg ein.

In Rennen drei startete der Halterner erneut von der Pole und lieferte sich mit seinen direkten Kontrahenten Kluse und Nikita Gense spannende Positionskämpfe. In der letzten Runde holte er jedoch in der Spitzkehre etwas zu weit aus.

Die dadurch für einen Moment aufgehende Lücke nutzte Gense sofort aus und so blieb für Megger nur noch Platz zwei. Er sicherte sich neben dem Tagessieg aber auch die schnellste Rennrunde und sammelte wertvolle Punkte für das Championat.

Am Sonntag lief es im Warm Up und Qualifying schlechter, doch Platz vier ließ dem jungen Fahrer immer noch alle Chance offen. Und die wollte Megger unbedingt nutzen. Er kämpfte sich beim ersten Rennstart schnell an die drei Führenden heran und ab der zweiten Runde gab es den direkten Schlagabtausch im Führungsquartett.

Farin Megger: „Wittgenborn ist und bleibt meine Lieblingsstrecke“

In beinharten Zweikämpfen wechselte Runde für Runde die Führung. Am Ende überquerte Megger als Dritter in einem echten Fotofinish innerhalb eines Zehntels mit den Führenden die Ziellinie. Nach der Mittagspause stand dann das entscheidende letzte Rennen an.

Um noch Vizemeister zu werden, brauchte Megger mindestens Platz drei und musste Gense hinter sich halten. Nun zeigte sich Megger auch als gewiefter Taktiker. Er blieb nach einem gelungenen Start cool und klebte am Heckspoiler des führenden Kluss.

Egal wie oft der seine Geschwindigkeit erhöhte, um ihn loszuwerden, Megger blieb eisern dran. Und zwar im immer genau passenden Abstand, um selbst nicht blockiert zu werden. Dabei sorgte er aber gleichzeitig für genug Distanz zu dem heranstürmenden Gense.

Im Ziel wurde Meggers taktische Meisterleistung mit dem zweiten Platz in der Tageswertung und dem verdienten Vizemeistertitel hinter dem Gesamtsieger Valentin Kluss belohnt.

„Das waren anstrengende Rennen, aber Wittgenborn ist und bleibt meine Lieblingsstrecke. Hier klappt es eigentlich immer“, sagte er hinterher. Viel Zeit zum Ausruhen hat er allerdings nicht, denn schon am Wochenende startet er beim nächsten EM-Lauf.

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Ist schon seit Jahren freier Mitarbeiter der Redaktion Haltern am See. Er fotografiert und berichtet über das lokale Geschehen und betreut die Serie „Das Sportporträt“. Darüber hinaus berichtet er in Wort und Bild über aktuelle sportliche Großereignisse im Outdoorbereich , wie Reitturniere, Laufveranstaltungen, Radrennen und Kartsport. Sein Spezialgebiet ist die Berichterstattung über Motorsport auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. Für die Dorstener Redaktion begleitet er dazu seit Jahren die heimischen Rennfahrer in der Langstreckenserie und beim Jahreshighlight, dem 24 Stunden Rennen.
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