Vorwärts Epe schockt den SV Lippramsdorf spät in der Nachspielzeit

hzFußball: Bezirksliga

Eigentlich wähnte sich der SV Lippramsdorf am Sonntag im Duell gegen Vorwärts Epe als sicherer Sieger, doch die Nachspielzeit war lang.

von Jürgen Patzke

Lippramsdorf

, 20.10.2019, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein neutraler Zuschauer hätte an dem Verlauf dieser Partie einen riesigen Spaß gehabt. Anders ging es den beiden Trainern, ganz besonders dem Lippramsdorfer Michael Hellekamp, der fünf Minuten vor Spielende mit dem 3:2 durch Jonas Zernahle den Sieg gegen Vorwärts Epe in der Bezirksliga sicher glaubte.

Schon früh in dem Duell ergaben sich für die Gastgeber erste gute Tormöglichkeiten. Henrik Kleinefeld (3.) und Nico Wessels (5.) verfehlten aus guter Position knapp das Tor.

Nach 22 Spielminuten setzte sich Epes Leon Kernebeck über links durch, Torhüter Marvin Niehaus konnte das Leder noch über sich lenken, doch Jonas van Buer schlug es letztlich vor der Torlinie zurück ins Feld.

Begegnung wurde etwas hektischer

Im Anschluss wurde die Begegnung etwas hektischer und der Schiedsrichter zog einige Gelbe Karten. Immer mitten drin war Epes Aleksander Temelkov, der kurz darauf das Tor aus bester Position knapp verfehlte.

Dann leitete LSV-Torjäger Kleinefeld die Führung ein (35.). Er setzte sich gegen Ferdinand Lepping durch und passte quer auf Jonas Zernahle, der ohne Mühen einschob.

Fünf Minuten später eine Ecke von Robin Joemann und Henrik Kleinefeld köpfte einen Eper Abwehrspieler auf der Linie an. Im Nachsetzen gelang ihm die 2:0-Führung. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Halbzeit, weil Kleinefeld an Epes Torsteher Marcel Peters-Kottig scheiterte (43.).

Im zweiten Spielabschnitt verlor die Heimmannschaft ein wenig die Souveränität. Bereits nach 55 Minuten gelang Marcel Deelen der Anschlusstreffer. Zwar traf Tim Kalwey den Pfosten (62.), doch eine Viertelstunde vor dem Ende wühlte sich Temelkov über rechts durch, flankte auf da Silva Fernandes, der mit einem satten Volleyschuss zum Ausgleich traf.

Kalwey sieht Gelb-Rot

Vorwärts machte in dieser Phase Druck. Dazu kam noch eine Gelb-Rote Karte für Tim Kalwey. Aber wie aus dem Nichts ergab sich bei einem Konter eine gute Torchance für den LSV, die Jonas Zernahle ausnutzte - 3:2 fünf Minuten vor dem Abpfiff. Doch Schiedsrichter Bachwinkler zeigte fünf Minuten Nachspielzeit an.

Genau in dieser Nachspielzeit gelang dem eingewechselten Justin Bauer der Ausgleich. Für den Lippramsdorfer Trainer blieb die Frage, warum die Nachspielzeit so lang war, unbeantwortet. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht an unsere Leistung anknüpfen können“, erklärt LSV-Trainer Michael Hellekamp.

LSV: Niehaus, C. Schemmer, T. Schemmer, Joemann, Kleinefeld (88. Preuß), Kalwey, Dewert, Wessels (72. Röer), Zernahle (90.+2. Prause), van Buer (72. N. Hardegen), Wiethoff.

Tore: 1:0 Zernahle (35.), 2:0 Kleinefeld (40.), 2:1 Deelen (55.), 2:2 da Silva Fernandes (69.), 3:2 Zernahle (85.), 3:3 Bauer (90.+5.)

Gelb-Rote Karte: Kalwey (83.)

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