Flaesheims Björn Winkelbeiner musste in seiner noch jungen Karriere den einen oder anderen Rückschlag verkraften. Aktuell arbeitet er am Comeback. © Archiv
Fußball: Kreisliga

Winkelbeiners Weg zurück auf den Platz: „Ich habe jedes Mal Muskelkater“

Björn Winkelbeiner konnte seine Flaesheimer Teamkollegen lange nur von außen unterstützen. Seit einigen Monaten arbeitet er intensiv am Comeback - nur eines konnte er zuletzt nicht machen.

Lange ist es her, dass Björn Winkelbeiner in einem Spiel auf dem Platz stand. Im August 2018 absolvierte er seinen letzten Einsatz, dann verletzte er sich wieder. Schon davor warfen ihn Verletzungen immer wieder zurück. Seit einigen Monaten arbeitet er wieder am Comeback – und fühlt sich dabei von Tag zu Tag besser.

„Im Moment bin ich auf dem Stand, dass ich wieder angreife“, sagt der 25-Jährige über eine Rückkehr auf den Fußballplatz. Zwei Mal hatte er sich schon nach Kreuzbandrissen zurückgekämpft, ehe er Ende 2018 den dritten erlitt. Wieder eine schwere Verletzung, wieder wurde er zurückgeworfen.

Später wurde auch noch ein Knorpelabrieb in seinem lädierten Knie festgestellt. Schon vor einigen Monaten hatte er aber angekündigt: „Ich werde wieder vor die Kirsche treten!“ Dieser Moment rückt nun immer wieder ein Stückchen näher.

Flaesheims Björn Winkelbeiner kann aktuell nur laufen gehen

Aktuell fühle er sich sehr gut, so Björn Winkelbeiner. „Ich quatsche zwischendurch mal mit dem ein oder anderen Mitspieler, die fragen auch schon immer, wann ich wieder spielen kann“, erzählt er. Zu große Erwartungen will er allerdings – bei aller Vorfreude auf ein Comeback – nicht schüren.

Sollte noch mal etwas passieren, „ist das nachher dann wieder ein Schlag ins Gesicht“. Dennoch ist der Flaesheimer optimistisch. Er sei bereits wieder so fit wie lange nicht mehr, er gehe oft laufen. „Ich freue mich echt darauf“, sagt er über eine Rückkehr auf den Platz.

Vom Knorpelabrieb spüre er derzeit nichts mehr, „da habe ich keine Probleme“. Aktuell, kann er allerdings auch nur laufen gehen. „Seit die Fitnessstudios wieder geschlossen haben, kann ich nicht mehr viel für die Kraft machen“, sagt er. Dabei ist die, das weiß Winkelbeiner auch, fürs Fußballspielen ebenfalls extrem wichtig.

„Ich konnte mich jetzt nur aufs Ausdauertraining beschränken, aber da habe ich meinen Körper bis aufs Äußerste strapaziert.“ Über seine Kraft macht sich der 25-Jährige allerdings auch keine allzu großen Sorgen. Dass seine Muskeln nach und nach wieder stärker werden, davon ist er auch ohne Krafttraining im Fitnessstudio überzeugt.

Mit Onnebrink sprach Winkelbeiner bereits über seine Rückkehr

„Ich habe jedes Mal Muskelkater, egal ob ich vier oder zehn Kilometer laufe“, erzählt er und lacht. Ein Zeichen, dass der Muskel wächst. „Der Läufertyp bin ich aber auch noch nie gewesen“, so Winkelbeiner. Dennoch mache es ihm sehr viel Spaß aktuell – kein Wunder nach der langen Zwangspause.

Mit seinem Trainer Michael Onnebrink gab es erst vor kurzem ein längeres Gespräch, verrät er. Da habe er schon gesagt, dass er gerne wieder ins Training einsteigen würde, wenn es irgendwann wieder losgeht. Allerdings, das betont er auch, werde er weiterhin vorsichtig sein, nichts überstürzen und auch mal eine Pause bei einigen Einheiten oder Trainingsübungen einlegen.

Auch auf die Beschaffenheit des Rasens wolle er zukünftig mehr achten. Um kein Risiko einzugehen und endlich wieder über einen längeren Zeitraum seinem Lieblingshobby nachgehen zu können.

Drei Traum-Elf-Nominierungen

Auch wenn Björn Winkelbeiner in den vergangenen Jahren nur selten auf dem Platz stehen konnte, sind seine Qualitäten in Haltern bekannt. So landete er in den vergangenen Monaten auch in drei Traum-Elf-Aufstellungen von Halterner Fußballspielern.

  • Jens Quinkenstein vom ETuS Haltern prophezeite bereits beim Aufstellen seiner Traum-Elf: „Wenn er wieder fit wird, ist er eine riesige Verstärktung für Flaesheim.“
  • Mitspieler Stephan Koch lobte vor allem Winkelbeiners Physis, sein Kopfballspiel sowie seinen starken linken Fuß.
  • Sythens Spielmacher Andre Nacke bezeichnete den 25-Jährigen als einen „kompletten Spieler“, dessen verletzungsbedingte Ausfälle er sehr bedauere.
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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert
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