Zwei umstrittene Rote Karten beim Auftaktsieg des HSC Haltern-Sythen

hzHandball: Oberliga

Der HSC hat das erste Oberliga-Spiel der Saison gegen den TuS Bommern gewonnen. Für Trainer Gerard Siggemann sind zwei Faktoren für den Sieg entscheidend gewesen.

Haltern

, 04.10.2020, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Auftakt ist dem HSC Haltern-Sythen geglückt. In der Oberliga hat sich das Team von Gerard Siggemann am ersten Spieltag gegen Aufsteiger TuS Bommern mit 28:26 (15:13) durchgesetzt. Zwei Faktoren waren laut dem Halterner Trainer ausschlaggebend für den Sieg, der dennoch „ein hartes Stück Arbeit“ war.

Das letzte Mal trafen beide Teams in einem Ligaspiel in der Verbandsliga-Saison 2018/19 aufeinander. Der Aufsteiger kam im ersten Oberliga-Aufeinandertreffen besser in die Partie. „Anfangs hatten wir ein bisschen Probleme“, sagte Gerard Siggemann. Sein Team habe einige etwas zu leichte Gegentore kassiert.

Nach zwei Treffern durch Julian Schrief (6.) und Harald Scherer (8.) gingen die Halterner dann erstmals in Führung - in Rückstand gerieten sie danach nicht mehr. „Wir haben das Spiel dann gut im Griff gehabt“, so Siggemann. Als seine Mannschaft den Vorsprung auf 15:10 ausbauen konnte (28.), habe er gedacht, seine Spieler würden die Partie nun nach und nach kontrollieren.

Doch Bommern kam zurück. Schon vor der Halbzeitpause verkürzte der TuS noch auf 15:13.

Der HSC nutzt seinen Vorteil gegenüber dem TuS Bommern

Wenige Sekunden vor dem letzten Treffer hatte Halterns Tim Strotmann noch die Rote Karte gesehen - für ein Foul bei einem Gegenstoß von Bommern. Als „sehr umstritten“ bezeichnete Siggemann die Disqualifikation seiner Nummer 23.

Kurz nach dem Wiederanpfiff stand es dann plötzlich 15:15, das Spiel drohte zu kippen. Doch in dieser Phase zeigte sich der Vorteil des HSC gegenüber dem Gastgeber: „Das eine Jahr Oberliga hat uns geholfen.“ Die Halterner spielten ruhig und überlegt weiter. „Wir waren ein bisschen reifer“, erklärte Gerard Siggemann.

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In Führung ging der TuS derweil kein einziges Mal mehr. Der HSC erarbeitete sich wieder kleine Vorsprünge, ohne sich jedoch noch mal - wie in Halbzeit eins - so deutlich absetzen zu können. In die Karten spielte den Gästen auch ein Platzverweis gegen Bommerns Markus Schmitz.

Der hatte Halterns Torhüter Daniel Lüger mit seinem Wurf beim Siebenmeter am Kopf getroffen (39.). Auch diese Karte sei umstritten gewesen. „Beide (Roten Karten, Anm. d. Red.) kann man geben, muss man aber nicht.“

Der Auftaktsieg ist aufgrund der Staffeleinteilung umso wichtiger

Lüger war es letztendlich auch, der großen Anteil am HSC-Sieg hatte. Er habe ein großartiges Spiel gemacht, lobte sein Coach ihn hinterher.

Bommerns Torhüter habe hingegen keinen guten Tag gehabt, womit der HSC am Samstagabend auf der Torhüterposition einen weiteren Vorteil hatte. „Es war ein entscheidender Faktor“, so Siggemann - genauso wie die Reife seiner Mannschaft nach dem ersten Oberliga-Jahr, in welchem der HSC direkt im gesicherten Mittelfeld gelandet war.

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Halterns Trainer freute sich hinterher über „zwei wichtige Punkte“. In dieser Spielzeit wurde die Oberliga in zwei Staffeln aufgeteilt, wodurch es trotz der Auf- und Abstiegs-Playoffs weniger Spiele gibt. 22 werden es letztendlich nur sein. Daher sei der Sieg zum Start besonders wichtig, da es aufgrund der geringeren Spielzahl später „weniger Gelegenheiten, nachzulegen“ gebe.

HSC: Lüger, Haunert - Scherer (4), Kuhlbrodt (1), Knöner (2), M. Beumer (2), Schulte-Lünzum (2), Mühlenbrock, J. Schrief (5/2), P. Schrief, J. Beumer (3), Strotmann, Kruth (8/1), Spiekermann (1)

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