Die Spieler des ETuS Haltern können sich auf etwas Tolles freuen: Zwei Spieler haben viel Zeit und Arbeit investiert, um ihrer Mannschaft eine besondere Überraschung zu bereiten. © Manfred Rimkus
Fußball

Zwei Wochen Arbeit: ETuS-Spieler bereiten große Überraschung für ihr Team vor

Zahlreiche Stunden haben zwei ETuS-Spieler damit verbracht, für ihre Mannschaft eine Überraschung vorzubereiten. Nebenbei lief auch noch eine Wette, die ihnen am Ende eine Kiste Bier einbrachte.

Auch wenn der Spiel- und Trainingsbetrieb derzeit noch ruht, war in den vergangenen Wochen auf der Anlage des ETuS Haltern mal wieder etwas los. Timm Henniges und Erik Pötter haben zuletzt täglich viele Stunden investiert, um ihren Teamkollegen eine große Freude zu bereiten.

Die Kabine der ersten Mannschaft hatten Christian Klebolte, Sebastian Mosig, Erik Pötter und Timm Henniges schon vor der nun annullierten Spielzeit renoviert, nun waren auch der Flur, der Vorraum und die Toilette dran.

Zwei Wochen lang waren Pötter und Henniges zuletzt damit beschäftigt, die Räumlichkeiten auf Champions-League-Niveau zu bringen. „Wir hatten von vornherein den Plan, alles schicker zu machen“, sagt Timm Henniges.

Erik Pötter (l.) und Timm Henniges haben gemeinsam unter anderem den Flur zur Kabine der ersten Mannschaft des ETuS Haltern renoviert.
Erik Pötter (l.) und Timm Henniges haben gemeinsam unter anderem den Flur zur Kabine der ersten Mannschaft des ETuS Haltern renoviert. © Privat © Privat

Diesmal lag der Fokus vor allem auf dem Flur, der jetzt in neuem Glanz erstrahlt. Jeden Abend trafen sich beide Spieler des A-Ligisten am Platz, um in kompletter Eigenregie die Renovierungsarbeiten fortzusetzen. Gegen 17 Uhr trafen sie sich nach der Arbeit immer, erzählt Henniges. Vor 23 oder 0 Uhr waren sie dann nur selten fertig.

„Das war hart, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt“

An den Wochenenden investierten die beiden jungen Halterner sogar noch mehr Zeit. „Das waren dann noch mal so zehn Stunden am Tag“, schätzt Henniges. „Das war hart, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.“ Die ETuS-Spieler erwartet nun, wenn sie irgendwann endlich wieder zum Training und in die Kabine können, ein schicker Flur, der sogar in blauem Licht erstrahlt.

An den Wänden hängen links und rechts einige Trikots des ETuS Haltern und am Ende des Flurs prangt das Logo des Vereins an der Wand. In Zukunft, so die Idee der beiden Spieler, könnte eine Art Hall of Fame in dem Flur entstehen. „Wir haben überlegt, zum Beispiel ein Trikot von Torsten Quinkenstein aufzuhängen“, sagt Timm Henniges.

Der Abwehrspieler wird im Sommer seine Karriere nach vielen Jahren beim ETuS Haltern beenden. Auch ein Trikot mit Thomas Schaffrinnas Namen, dem Trainer des ETuS, der sich nun aus privaten Gründen zurückgezogen hat, könnte dort zukünftig hängen. „Oder welche von Marco oder Uli (Jünemann oder Ulrich Klebolte, Anm. d. Red.).“, so der Halterner.

In Zukunft könnte der Flur beim ETuS Haltern auch als kleine Hall of Fame dienen, sagt Timm Henniges.
In Zukunft könnte der Flur beim ETuS Haltern auch als kleine Hall of Fame dienen, sagt Timm Henniges. © Privat © Privat

Klebolte war auch vorab der Einzige, der sich das Werk der beiden Spieler schon ansehen konnte. „Er kam einige Tage vor dem Abschluss mal rein und als er sich alles angeguckt hatte, meinte er, dafür werden wir noch richtig lange brauchen“, erzählt Timm Henniges. Er und Erik Pötter sahen das anders und so wurde gewettet, ob sie es bis zum 14. Mai schaffen würden.

Ulrich Klebolte schuldete Henniges und Pötter eine Kiste Bier

„18 Uhr war die Deadline und wir sind erst kurz vorher fertig geworden.“ Die Belohnung: Eine Kiste Bier für die Spieler, die – wie schon bei der Renovierung der Kabine – mit nicht allzu viel handwerklichem Know-how loslegten.

Zwar ist Timm Henniges gelernter Elektroniker und konnte in diesem Bereich daher auch mit Wissen glänzen, „aber mit Rigips hatten wir zum Beispiel vorher noch gar nichts zu tun“, sagt er.

„Wir hatten uns auch jetzt wieder Youtube-Videos angeguckt“, erzählt der Spieler. Funktioniert hat es am Ende auf jeden Fall. Sobald der Trainingsbetrieb wieder losgeht, können sich auch die anderen Teammitglieder von Pötters und Henniges Arbeit überzeugen.

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Pascal Albert

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