Comeback mit drei Toren Kamener Mittelfeldmotor hat nur einen Wunsch

Mirco Gohr (M.) feierte in Drensteinfurt ein fulminantes Comeback. Trotzdem will er es „langsam angehen lassen“
Mirco Gohr (M.) feierte in Drensteinfurt ein fulminantes Comeback. Trotzdem will er es „langsam angehen lassen“ © Thorsten Teimann
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Wie wichtig dieser Mittelfeldspieler für den Fußball-Bezirksligisten VfL Kamen ist, hat er mit seinen drei Toren in Drensteinfurt eindrucksvoll bewiesen. Nun tritt er selbst auf die Bremse.

Bezirksliga 7

VfL Kamen − SV Neubeckum

Die Rede ist von Mirco Gohr. Der ehemalige Oberligaspieler des Holzwickeder SC war zuletzt fünf Wochen ausgefallen und meldete sich dann in der Vorwoche fulminant zurück.

Trainergespann wechselt den Sieg ein

Nach seiner Einwechslung markierte er in der zweiten Halbzeit drei Tore und hatte damit maßgeblichen Anteil am letztlich deutlichen 7:4-Erfolg seiner Mannschaft.

„Das lief schon ganz anständig“, erkannte auch Gohr mit einem Lächeln, dass sein Comeback wohl ganz gut funktioniert hat. „Dennoch wollen wir jetzt nicht abheben und verrückte Dinge machen.“

Im Spiel gegen den SV Neubeckum am Sonntag (Anstoß: 15.15 Uhr) sieht sich der Akteur selbst auch noch nicht bei 90 Minuten Einsatzzeit. „Wir werden das mit den Trainern abstimmen. Entweder komme ich wieder als Joker zum Einsatz oder aber für 60 Minuten, oder, oder, oder…“, verdeutlicht Gohr.

„Nur nichts überstürzen“

Wichtig sei für ihn erstmal nur, dass er nach seiner langen Pause endlich wieder mitwirken könne. „Es war gefühlt die dritte fünfwöchige Pause, die ich hatte“, macht er klar. „Das ist schon ziemlich zermürbend.“

Bei der letzten Blessur, einer Außenbanddehnung im Sprunggelenk, habe er die ersten zweieinhalb Wochen so gut wie gar nicht laufen können. „Danach habe ich mich im Kraftraum so gut wie möglich fit gehalten.“

Das scheint auch einigermaßen gut geklappt zu haben. Immerhin konnte er direkt bei seiner Rückkehr der Mannschaft mit den Toren effektiv weiterhelfen.

Auch die kommende Aufgabe gegen das Tabellenschlusslicht könnte wieder eine gute Gelegenheit sein, die Torausbeute noch zu verbessern. „Allerdings wird es ganz sicher wieder ähnlich schwer wie in Drensteinfurt“, so Gohr. „Die Mannschaften, die gegen uns spielen, wachsen regelmäßig über sich hinaus.“

Dennoch geht der Tabellenzweite aus Kamen als großer Favorit in die Partie. Zumal die Mannschaft von Emre Aktas und Sebastian Laub zu Hause spielt.

Ob mit oder ohne Mirco Gohr in der Startelf, wird sich erst kurzfristig zeigen. Ein wichtiges Ziel hat der Mann mit der Rückennummer 23 aber dennoch: Fit und gesund bleiben. „Dafür drücke ich mir selbst die Daumen.“