Die Personalplanung des TSC Kamen für die kommende Saison ist abgeschlossen. © Neumann

Der Abgang von Abdurrahman Hatap ist für den TSC Kamen „kein so großer Verlust“

Abdurrahman Hatap verlässt den TSC Kamen. Der 23-Jährige, der einst in der Junioren-Bundesliga spielte, ist für den Klub aber kein allzu großer Verlust. Co-Trainer Enes Karaaslan erklärt, warum.

Für Abdurrahman Hatap ist der Wechsel vom TSC Kamen zum SC Berchum/Garenfeld ein sportlicher Aufstieg. Schließlich geht es aus der Bezirks- in die Landesliga. Für die Kamener ist der Verlust von Hatap aber verschmerzbar. Co-Trainer Enes Karaaslan erklärt die Gründe dafür und verrät, wie die Zielsetzung für die kommende Saison aussieht.

„Abdu hat uns frühzeitig davon erzählt, dass er wechseln wird und dafür persönliche Gründe genannt“, fasst Karaaslan die Umstände des Hatap-Transfers kurz zusammen und betont: „Das ist ein sauberer Wechsel gewesen und für uns kein Problem, dass er eine neue Herausforderung sucht.“

Dass mit Hatap ein talentierter junger Spieler den Verein verlässt, steht außer Frage. Der 23-Jährige spielte vier Jahre lang in der Junioren-Bundesliga für den BVB und Schalke 04, anschließend für die U19 des FC Iserlohn und ist damit bestens ausgebildet. Seinen Abgang, so Karaaslan, könne der TSC aber gut kompensieren.

„Für uns ist das gar kein so großer Verlust“, stellt der Co-Trainer der Kamener klar: „Gerade im zentralen Mittelfeld auf der Sechser-Position haben wir viele Spieler. Da sind wir wirklich sehr, sehr gut besetzt.“

In diesem Zuge nennt Karaaslan die beiden Neuzugänge Ferdi Civak und Ufuk Türkkan, die beide vom SuS Oberaden zum TSC wechseln: „Mit den beiden hatten wir im Zentrum schon nachgerüstet. Aber auch neben ihnen haben wir viele Spieler, die variabel einsetzbar sind und diese Position spielen können.“

TSC Kamen plant keine weiteren Transfers

Deshalb ändert der Abgang von Hatap auch nichts mehr an der Personalplanung, die der Bezirksligist vor Kurzem für abgeschlossen erklärte. „Es kann natürlich immer mal passieren, dass doch noch ein Spieler sagt, dass er gehen will“, erklärt Karaaslan, „aber eigentlich sind wir mit unseren Planungen durch“.

Die Saison kann also kommen. Nachdem die letzte Spielzeit annulliert wurde und der TSC nach seinem Aufstieg lediglich fünf Partien absolvierte, hofft der Klub nun auf eine vollständige Bezirksliga-Saison – verstecken wird sich die Mannschaft von der Gutenbergstraße nicht.

„Im Trainerstab sind wir uns einig, dass wir im nächsten Jahr die Top Sechs anpeilen“, stellt Karaaslan, der sich das Traineramt mit Nail Kocapinar teilt, die Ambitionen des TSC klar.

„Wir hatten bislang nur fünf Spiele in der Bezirksliga und müssen deshalb erst noch richtig ankommen. Durch unsere Neuzugänge ist aber auch eine gewisse Erwartung da“, so Karaaslan. Neun neue Spieler haben die Kamener in ihrem Kader im Vergleich zur annullierten Saison.

Und auch über die Spielweise haben sich Karaaslan und Kocapinar bereits ihre Gedanken gemacht. „Unsere Stärke ist das Umschaltspiel. Wir haben einige pfeilschnelle Spieler, die nach Balleroberungen schnell in die Spitze gehen können“, erklärt Karaaslan.

Das klingt erstmal nach Konter-Fußball, darauf beschränken will sich der TSC jedoch nicht. „Wir werden uns sicher nicht hinten reinstellen. Wir wollen mitspielen und unsere Waffen möglichst gut einsetzen“, sagt Karaaslan. Abdurrahman Hatap wird dabei offenbar nicht vermisst werden.

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