Kenan Özkan hat als Spielführer beim TSC Kamen Verantwortung übernommen. Zuletzt lief er für den FC Overberge auf. © Neumann
Fußball

Kenan Özkan zu seiner Zukunft: „Mein Verein muss mit meiner Situation klarkommen“

Kenan Özkan hängt etwas in der Luft. Eigentlich möchte der 33-Jährige nach seiner Zeit in Overberge noch Fußball spielen, aber eigentlich hat er kaum Zeit. Eine verzwickte Situation.

Eigentlich wollte er schon vor zwei Jahren mit dem Fußballspielen aufhören, doch Coach Tuncay Sönmez hat ihn immer wieder überredet – erst beim TSC Kamen, dann in Overberge. Nun verlässt Kenan Özkan aber wieder den FCO. Seine Zukunft ist offen – so ganz will er nicht mit seinem Hobby aufhören.

Erst im Sommer vergangenen Jahres hatte sich der nunmehr 33-Jährige dem FC Overberge angeschlossen, als Tuncay Sönmez dort als Trainer anheuerte. „Tuncay brauchte für die junge Truppe einen Routinier und da kam ich dann infrage“, erklärt er. „Ich wollte aber auch helfen.“

Lob für die Youngster Luca Steinbach und Hannes Gladysch

Und beim FC Overberge lief es auch recht gut. „Das war eine gute Mischung, die Mannschaft war extrem gut und die vielen jungen Spieler hatten echt Talent“, verteilt er vor allem Luca Steinbach und Hannes Gladysch beste Noten. „Was machst du denn eigentlich hier?“, habe er Steinbach einmal gefragt. „Kreisliga kannst du immer noch spielen, wenn du alt bist.“

Kenan Özkan (rechts) – hier 2012 mit dem SSV Mühlhausen beim Lüner SV – ist mit Trainer und Ex-Profi Dirk Eitzert in die Westfalenliga aufgestiegen. © Goldstein © Goldstein

Seines Erachtens sei es seitens des FC Overberge ein Fehler gewesen, die Spieler alle gehen zu lassen. „Das war absolut falsch, das waren alles gute Jungs – die jungen und die erfahrenen wie Marco Wahle“, stellt Kenan Özkan fest. „Die richtig Guten gehen, das ist traurig.“

Am Ende war’s das aber auch für ihn selbst an der Hansastraße. „Es war klar, dass ich gehe, wenn Tuncay aufhört“, erklärt der zweifache Familienvater. Und ob er nochmals ein Trikot überstreift, ist für den Kamener, der im Schichtdienst tätig ist, zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht sicher.

Ein regelmäßiges Training sei berufsbedingt leider nicht mehr möglich. Özkan unterstreicht: „Mein neuen Verein muss mit meiner Situation klarkommen. Dann wird es vielleicht etwas. Aber ich sehe mich künftig eher als Teilzeitfußballer.“

Vereine haben nach wie vor Interesse an Kenan Özkan

Dabei mangelt es nicht an Angeboten – auch aus der Kreisliga A. „Ich fühle mich geehrt, aber noch war das Passende nicht dabei“, gesteht er ein. Kreisliga A könne er noch spielen, doch „alles darüber ist schon richtig ernst“, weiß der 33-Jährige, dass ab Bezirksliga mehr Regelmäßigkeit im Trainingsbetrieb erforderlich ist.

Fest steht, dass Kenan Özkan auf jeden Fall nochmal mit seinen Freunden Torhüter-Routinier Muzaffer Onur (33) und Dribbelkönig Tutku „Tutti“ Tekkanat (33) wie auch seinem Schwager Ahmet Keske (37) in einer Mannschaft spielen möchte. Dazu müsse ihn dann auch keiner mehr überreden.

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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