„Bambi“ für Altherrenspieler

Kuriosität im Video: Verirrtes Reh dreht im Pool eines Vereinsfunktionärs seine Runden

Über ein „Bambi” würde sich so manch ein Altherren-Fußballer freuen. Aber nicht im eigenen Pool. Ein Vereinsfunktionär aus Westfalen hat den kuriosen Badespaß im Video festgehalten.
Kerstin und Andreas Sundermann staunten am Dienstagabend nicht schlecht: In diesem Pool im heimischen Garten drehte ein Reh seine Runden.
Kerstin und Andreas Sundermann staunten am Dienstagabend nicht schlecht: In diesem Pool im heimischen Garten drehte ein Reh seine Runden. © Privat

Als Kerstin (56) und Andreas Sundermann (55) am Dienstagabend (19. Juli) gegen 22 Uhr wieder aus der Nachbarschaft zu Hause an ihrem Einfamilienhaus eintrafen, da staunten die beiden nicht schlecht: In ihrem Swimming-Pool drehte ein Reh seine Runden – und das Video dazu gibt´s hier.

Welver ist ein beschauliches Örtchen mitten im Kreis Soest. Der Mittelpunkt Westfalens liegt in einer von Landwirtschaft geprägten Region mit viel Wald. Der örtliche SV Welver spielt in der Kreisliga A Soest und war schon viele Male Testspielgegner einiger Vereine aus der heimischen Region. Der FC Romania Unita aus Unna lief hier erst am vergangenen Sonntag auf.

Verirrtes Reh beim Trinken in den Pool gefallen

SV-Altherren-Obmann Andreas Sundermann aber traute am Dienstagabend seinen Augen nicht, als er von einem Besuch in der Nachbarschaft mit Ehefrau Kerstin nach Hause kam. Nicht einer seiner drei Söhne, Niklas, Nils oder Lars suchten da im hauseigenen Pool Abkühlung oder einer der Altherren, die hier regelmäßig einmal im Jahr ihren Pokalerfolg feiern, sondern ein verirrtes Reh.

Das Tier war ganz offensichtlich zum Trinken an den Pool auf der „Liethe“ gekommen und dabei in den Pool gefallen. „Es ist nicht selten, dass unsere Nachbarn und wir hier in der Nähe des Gartens Rehe antreffen. Meist jedoch grasen sie hier in der Umgebung und futtern genüsslich vor sich hin“, erklärt Kerstin Sundermann.

Am Dienstagabend war das Reh in den Pool geplumpst und die Not war groß – beim Reh und bei den Sundermanns. „Wir haben versucht, das Tier zu beruhigen und haben sogleich den Notruf der Feuerwehr gewählt“, erklärt Andreas Sundermann, der wissen wollte, was zu tun ist.

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„Die Kameraden von der Leitstelle hatten gleich ein paar Tipps parat und die haben mein Nachbar Rene und ich gleich umgesetzt. Da musste kein Wagen mehr ausrücken“, beschreibt der ehemalige Bahnbeamte.

Mit einem Kescher lenkte der Welveraner das Reh auf eine Poolseite, sein Nachbar befestigte hier ein Seil unter die Vorderhufe des Tieres. Sanft wurden die Beine über den Poolrand gehoben, sodass sich das Reh schließlich ganz von allein wieder ans Trockene begeben konnte.

„Es hat zunächst einmal ganz pikiert geschaut und ist dann wieder in den Wald verschwunden“, so Sundermann nach der „Seenotrettung“. Ganz ohne Hinterlassenschaften blieb alles aber nicht. Sundermann: „Das Tier hat sich ins Fell gemacht. Aber mittlerweile ist das Malheur behoben.“

Das Reh – ein „Bambi“ für den engagierten Altherren-Obmann – ist gerettet und der Pool wieder freigegeben: Für die Familie, Freunde sowie die Altherren des SV Welver. „Die sind zwar auch immer aufgeregt, wenn sie im Wasser sind – aber wesentlich reinlicher“, ist „Sunny“ Sundermann erleichtert.

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