Am Mittwochabend standen Teile der Sportplatzes des SuS Kaiserau unter Wasser. © Privat
Unwetter

Mit Video: Kamener Sportplätze unter Wasser, Vereinsheim-Keller geflutet: „Sah nicht gut aus“

Die Wassermassen machten auch vor den Kamener Sportplätzen keinen Halt. Einige Vereine sind mit dem Schrecken davon gekommen. Bei zwei Klubs ist das Ausmaß des Schadens noch nicht absehbar.

Das Unwetter, das seit Dienstag den Westen von Deutschland fest im Griff hat, hat auch vor den Kamener Sportplätzen keinen Halt gemacht. Größere Schäden gab es zwar bislang nicht, doch der Keller eines Vereinsheims ist vollgelaufen und von einem Kunstrasengeläuf fließt das Wasser nicht ab. Schuld daran ist vermutlich das Sand-Granulat, das die Gullys verstopft hat.

Beim SuS Kaiserau steht das Wasser einige Zentimeter hoch. Die Riesen-Pfütze am Sportplatz an der Jahnstraße erschließt Teile des Kunstrasenplatzes und des Vorplatzes vor dem Vereinsheim. „Das sah gar nicht gut aus“, sagte Dirk Pakendorf, Geschäftsführer des SuS, auf Nachfrage. Bis Mittwochabend seien die Wassermassen nicht abgelaufen.

Fallen Training und Spiele aus? Am Donnerstagvormittag ist das noch ungewiss

„Laut eines Fotos, das mir zugespielt wurde, ist das Vereinsheim trocken geblieben. Das ist schon mal gut. Wir müssen jetzt ein wenig abwarten und schauen, was mit dem Sand-Granulat passiert ist, das in den Kunstrasen auf unserer Anlage eingearbeitet ist“, so Pakendorf weiter. Dass das Wasser nur langsam abläuft, erklärt sich der Funktionär so: „Ich denke, der Sand wurde teilweise weggespült und hat die Gullys verstopft.“

Ob in dieser Woche noch auf dem Geläuf trainiert oder gespielt werden kann, vermochte Pakendorf nicht zu sagen: „Das lässt sich gerade nur schwer abschätzten. Für das Wochenende sind hier derzeit nur zwei Jugendspiele geplant, unsere erste Mannschaft spielt ja in Brackel auf einem Turnier.“ Zumindest Stand jetzt.

An Fußballspielen war beim Kamener SC nicht zu denken

Ein weiteres Problem könnte für den SuS aber der Rasenplatz sein, der sich gleich neben der Kunstrasen-Anlage befindet. „Der Platz wird derzeit von der Stadt belüftet. Das war schon vor dem Unwetter lange geplant.“ Inwieweit die Arbeiten durch die Regenfälle nun beeinträchtig wurden, konnte Pakendorf ebenfalls nicht sagen.

Mit Glück davon gekommen sind hingegen die beiden Sportplätze an der Gutenbergstraße, die sich der Kamener SC und der TSC Kamen teilen. „Wir sind von schlimmeren Schäden verschont geblieben“, meinte KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski. Laut Platzwart Thorsten Budde seien die Kunstrasenplätze nicht in Mitleidenschaft gezogen worden – und auch das Vereinsheim sei trocken geblieben.

Nur: Fußballspielen war hier am Mittwoch überhaupt nicht möglich. Ein Video zeigt, wie ein Fußballer versucht, einen Ball über das Geläuf zu spielen – was wegen der Wasserschicht nur bedingt geklappt hat.

Am Donnerstag kann das Training laut Schimanski aber wieder stattfinden.

Schaden im Keller: „Das Wasser muss hoch gestanden haben“

Das Training beim BSV Heeren musste am Mittwoch wegen des Unwetters ausfallen. Am Platz sei laut der Geschäftsführerin Beatrix Prause-Weber nichts passiert. Jedoch im Vereinsheim: „Wir haben einen Schaden im Keller. Alles ist nass. Das Wasser muss wohl hoch gestanden haben. Wir versuchen derzeit, einen Container zu kriegen, um den ganzen Mist da unten zu entsorgen.“

Beim BSV Heeren stand der Keller des Vereinsheims unter Wasser. Wertvolle Dinge sollen laut der Geschäftsführerin Beatrix Prause-Weber nicht unter den zu Schaden gekommenen Gegenständen sein.
Beim BSV Heeren stand der Keller des Vereinsheims unter Wasser. Wertvolle Dinge sollen laut der Geschäftsführerin Beatrix Prause-Weber nicht unter den zu Schaden gekommenen Gegenständen sein. © Privat © Privat

Es war nicht das erste Mal, dass es im BSV-Vereinsheim zu Überflutungen kam. Prause-Weber: „Wir hatten so etwas vor Kurzem schon mal. Der Platz ist der Seseke sehr nah. Die drückte die Wassermengen hin und wieder zu uns rein. Ich befürchte, das wird immer wieder passieren.“

Turnhalle der Friedrich-Ebert-Schule steht unter Wasser

Beim VfL Kamen ist laut Aussagen des Trainers der ersten Mannschaft, Emre Aktas, „alles wieder trocken“. Der Rasenplatz an der Ängelholmer Straße wird derzeit von einer externen Firma beackert und ist zurzeit ohnehin gesperrt. Das wird auch noch drei bis fünf Wochen so sein. Das Wasser sei von dem danebenliegenden Kunstrasenplatz bereits abgeflossen. „Wir werden am Donnerstag deshalb auch normal trainieren“, so Aktas.

Allerdings: In die Turnhalle der Friedrich-Ebert-Schule, die auch von der Turnabteilung des VfL Kamen genutzt wird, hat sich das Wasser seinen Weg gebahnt. Hier lag auf dem Hallenboden eine große Pfütze. Der entstandene Schaden dürfte aber wohl nicht allzu groß sein

.

In der Sporthalle der Friedrich-Ebert-Schule liegt eine große Pfütze – gut zu sehen an der Reflektion des Lichts. Der entstandene Schaden dürfte allerdings nicht allzu groß sein. © Privat © Privat
Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.