Nach Platzverweis: SuS Kaiserau dreht in Überzahl Rückstand und feiert Sieg gegen SV Wanne 11

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Der Platzverweis, der das Spiel zu Kippen brachte: Nach 53 Minuten schickte Schiedsrichter Constantin Reube Wannes Can Haki Polat (Nummer 4) unter die Dusche. © Knapp
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Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann der SuS Kaiserau gegen den SV Wanne 11 nicht unverdient mit 2:1. Durch den Sieg setzt sich das Team von der Sportschule im oberen Drittel der Fußball-Landesliga 3 fest.

Landesliga 3

SuS Kaiserau – SV Wanne 11

2:1 (0:1)

Der SuS Kaiserau erwischte im Heimspiel gegen den SV Wanne den besseren Start und hätte beinahe bereits nach fünf Minuten gejubelt, nachdem Alhusain Barry mit einem Gewaltschuss nur die Querlatte traf. Auf der Gegenseite musste Torhüter Fabio Bauer sein Können beweisen und einen Abschluss parieren. Beide Teams waren durch die jeweiligen Trainer ganz offenbar sehr offensiv eingestellt worden und so hatte Phil Richter die nächste Möglichkeit für den SuS, traf jedoch nur das Außennetz.

Dann gingen die Gäste aus Herne durch einen unhaltbaren Schuss aus 20 Metern in Führung (27.) und übernahmen bis zur Halbzeitpause deutlich die Spielkontrolle. Nach dem Tor musste Kaiseraus Trainer Patrick Kulinski noch einen verletzungsbedingten Wechsel hinnehmen: Soner Aydin konnte nach einem Schlag gegen die Schulter nicht weiterspielen und wurde zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

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„Wir wussten, dass unser Gegner total auf die Physis setzt und dass uns viele kleine Nickeligkeiten erwarten. Eigentlich wollten wir da cleverer sein, aber wir haben das Spiel mitgemacht und uns durch unsere Emotionen leiten lassen“, beschreibt Kulinski, der zunächst nur mit der Anfangsphase zufrieden war.

Michael Seifert setzt für SuS Kaiserau einen Freistoß in die Maschen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schwächte sich der SV Wanne 11 dann früh, nachdem Can Haki Polat bereits in der ersten Halbzeit die Gelbe Karte sah, wurde er nach einem weiteren Foulspiel mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. In Überzahl drängte Kaiserau nun auf den Ausgleich, den Barry dann nach 67 Minuten auch erzielte. Wanne war mit dem Tor nicht einverstanden, da im Vorfeld der Torhüter gefoult worden sei. Dies teilten mehrere Spieler dem Unparteiischen lautstark mit, der sich davon jedoch nicht beirren ließ.

Von nun an wurde die Partie hektischer und jeder Pfiff wurde kritisiert. Michael Seifert war es egal, als er einen Freistoß über die Mauer ins Tor schoss und seine Mannschaft damit in Führung brachte (78.). Die Schlussphase überstand der SuS Kaiserau ohne große Probleme und setzt sich nach sieben Spieltagen zunächst im oberen Drittel fest.

„Hintenraus haben wir gegen zehn Mann verdient gewonnen. Jeder hat heute alles reingehauen und wir konnten den Rückstand drehen“, lobte Kulinski nach der Partie sein Team im Kollektiv.

SuS: Bauer – Schuster, Aydin (28. Weßelmann/71. Schulz), Richter, Lahr, Seifert, Stöwe, Schubert (63. Cetin), Barry (88. Friede), Wagner (63. Steffen), Pires

Tore: 0:1 Omerovic (27.), 1:1 Barry (67.), 2:1 Seifert (78.)

Gelb-Rote Karte: Polat (53./wiederholtes Foulspiel)

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