Auf der Wattenscheider Asche behauptet Kaiseraus Lukas Manka den Ball gegen seine Widersacher. © Werner Hahn
Fußball

SuS Kaiserau durchbricht die Negativ-Serie mit einem Dreifach-Torschützen

Der SuS Kaiserau hat den nächsten Sieg eingefahren und seine Negativ-Serie durchbrochen. Dabei glänzte ein Dreifach-Torschütze.

Der SuS Kaiserau hat seine kleine Negativ-Serie mit drei Niederlagen eindrucksvoll beendet. Dass die Schwarz-Gelben dabei in Wattenscheid dazu gleich sechs Treffer erzielen würden, das hatten im Vorfeld dieser Partie wohl auch die kühnsten Optimisten im Lager der Kamener Vorstädter kaum für möglich gehalten.

Landesliga 3

SW Wattenscheid – SuS Kaiserau

2:6 (0:2)

Allerdings gibt dieser doch klare 6:2-Sieg des SuS Kaiserau in Wattenscheid die Kräfteverhältnisse nicht so richtig wieder. In der ersten Viertelstunde dieser Partie benötigten die Gäste schon die notwendige Portion Glück und einen sehr gut aufgelegten Keeper Lukas Beßmann, der sich gleich zwei Mal, zunächst per Fußabwehr (12.) gegen Jan Tegtmeier und wenig später gegen David Schroven, gut auf dem Posten zeigte. Das soll die gute Leistung des SuS aber nicht schmälern, der sich phasenweise wie aus einem Guss präsentierte.

Just als die Drangphase der Bochumer ein wenig nachließ, setzte der SuS ein erstes Ausrufezeichen: Nach einer Unstimmigkeit in der Deckung der Schwarz-Weißen war Michael Seifert lachender Dritter und es hieß 1:0 für Kaiserau. Wenig später hätte es sogar 2:0 für die Lange-Schützlinge stehen können, doch Marvin Schuster, von dem später noch mehrmals die Rede sein sollte, scheiterte ganz knapp an Louis Reitemeier, Torwart der Wattenscheider.

Fast mit dem Pausenpfiff hatte Schuster dann mehr Erfolg: Zunächst wurde Michael Seifert im SWW-Strafraum elfmeterreif gefoult. Der gut leitende Schiedsrichter Isa Efetürk ließ korrekterweise Vorteil gelten, sodass Schuster in der Folge auf 2:0 erhöhte. Ein psychologisch wichtiger Treffer zum richtigen Zeitpunkt.

Wie nicht anders zu erwarten, kamen die Wattenscheider hochmotiviert aus der Pause – stürmten mit allem, was das Zeug hält. Zwischen der 57. und 59. Spielminute sollte sich wieder einmal zeigen, wie nahe Glück und Pech gerade im Fußball oft beieinanderliegen: Zunächst traf Wattenscheids Bastian Dirsus mit einem Freistoß nur die Latte des Kaiserauer Gehäuses. Knapp 120 Sekunden später nutzte der SuS die Gunst der Stunde: Nach einem Eckball von Lukas Manka krönte Niklas Wagner seine gute Leistung mit dem Kopfball zum 0:3. Als dann der eingewechselte Marcel Friede die Gästeführung gar auf 4:0 ausbaute, schien der Kuchen auf dem für den SuS ungewohten Ascheplatz gegessen zu sein – doch denkste.

„Das ist Glück, was uns in einigen Spielen zuvor gefehlt hat.“

Jörg Lange, SuS Kaiserau

Die Wattenscheider gaben sich noch nicht geschlagen, kamen durch einen von David Schroven verwandelten Foulelfmeter (73.) zunächst auf 1:4 heran. Als dann Bastian Dirsus acht Minuten später auf 2:4 verkürzte, schien es noch einmal eng zu werden. Dann kam der Auftritt von Marvin Schuster, der binnen drei Minuten mit einem Doppelschlag auch die letzten Zweifel am Kaiserauer Sieg beseitigte.

„Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und das auf einem für uns ungewohnten Ascheplatz. Dazu haben eine überragende kämpferische Leistung geboten, dabei aber eine Portion Glück gehabt. Glück, was uns in einigen Spielen zuvor gefehlt hat“, resümierte SuS-Coach Jörg Lange nach Spielschluss.

SuS: Beßmann – Weßelmann (79. Barry), Wagner, Steffen, Manka, M. Schuster, Stöwe (59. Friede /85. Pfahl), Schulz Seifert, Yildrim, Herrman (79. Kollakowski)

Tore: 0:1 Seifert (17.), 0:2 M. Schuster (43.), 0:3 Wagner (59.), 0:4 Friede (71.), 1:4 D. Schroven (FE/73.), 2:4 Dirsus (81.), 2:5 M. Schuster (83.), 2:6 M. Schuster (86.)

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