Der VfL Kamen - hier im Match beim TSC Hamm - stellt sich auch in Bönen auf eine hektische Partie ein. © Daniel Knapp
Fußball

Unangenehme Bönener: „Bei uns ist kein Platz für die Klasse des VfL Kamen“

Duell der Nachbarn am Rehbusch. Die SpVg Bönen ist aber zuversichtlich, wenn es gegen den VfL Kamen geht. In Bönen soll es keinen Platz für die Klasse des VfL Kamen geben.

Im Mittelpunkt des fünften Spieltages in der Kreisliga A1 steht am Sonntag der Bönener Rehbusch, wo im Derby die heimische SpVg ab 15 Uhr den Topfavoriten der Liga, VfL Kamen, empfangen wird.

Kreisliga A1: SpVg Bönen – VfL Kamen
Im bisherigen Saisonverlauf haben die Platzherren eine ernüchternde Bilanz aufzuweisen, denn aus vier Begegnungen konnte man lediglich drei Zähler einheimsen und rangiert aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz.

„Das bisherige Abschneiden ist sehr enttäuschend, wir hatten uns wesentlich mehr ausgerechnet. Allerdings haben wir sehr schlecht gespielt und in drei Partien verdientermaßen verloren. Für die Zukunft müssen wir uns in allen Mannschaftsteilen erheblich steigern“, so analysiert Bönens Übungsleiter Cengiz Güner das bisherige Abschneiden.

Emre Aktas sieht in Mark und Herringen die ärgsten Konkurrenten

Allerdings bleibt er weiterhin optimistisch und strebt zum Ende des Spieljahres einen Tabellenplatz im oberen Drittel an. Außerdem möchte er den ein oder anderen Favoriten ärgern. Als Anwärter auf den Meistertitel sieht er den VfL Kamen, VfL Mark und SVF Herringen.

„Kamen stellt den stärksten Kader der Liga. Mark besitzt eine junge, starke Mannschaft, die in dieser Besetzung schon seit Jahren zusammenspielt. Herringen hat in den letzten Wochen einige Zeichen gesetzt, indem man Landes- und Bezirksligisten aus dem Kreispokal rausgekickt haben“, so nochmals Güner.

Als Marschroute für den morgigen Sonntag gibt er aus, dass seine Mannen 90 Minuten mit höchster Konzentration auftreten müssen. Weiterhin sollen die Räume eng gestellt werden, damit der VfL wenig Platz zum Entfalten seiner spielerischen Klasse bekommt.

Blicken mit Respekt nach Bönen: Das VfL-Trainerteam mit Emre Aktas und Sebastian Laub (r.).
Blickt mit Respekt nach Bönen: Das VfL-Trainerteam mit Emre Aktas und Sebastian Laub (r.). © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Mit Yannick Weißenberg und Onur Basyigit vermeldet Güner zwei Langzeitausfälle, die eventuell erst in der Rückrunde zurückkommen werden. Außerdem wird Miles Gottschlich pausieren. Ansonsten kann er auf alle anderen Akteure zurückgreifen und hofft, dass sein Team vielleicht für eine Überraschung sorgen kann. „Das wäre in unserer jetzigen Situation schon eine tolle Sache“, freut sich Güner auf diese interessante Begegnung.

Der VfL Kamen reist zwar mit der maximalen Punkteausbeute von zwölf Zählern an, trotzdem lief es aufgrund von Verletzungen einiger Leistungsträger und den vielen Urlaubern recht schleppend. „Wir rennen immer noch unseren Vorstellungen hinterher. Die Art und Weise, wie wir spielen, gefällt mir noch nicht zu hundert Prozent. Die Kaderrotation aufgrund der vielen Ausfälle ist zu groß, demzufolge haben wir bisher noch nicht unsere beste Leistung abgerufen. Da besteht noch erheblicher Steigerungsbedarf“, erklärt Kamens Coach Emre Aktas.

Zuschauer-Resonanz beim VfL Kamen nimmt weiterhin zu

Zielsetzung für ihn bleibt allerdings weiterhin als erster Schritt der Meistertitel, danach im Entscheidungsspiel gegen den Meister der A2 der Aufstieg in die Bezirksliga. Als Hauptkonkurrenten im Titelrennen sieht er den VfL Mark und den SVF Herringen. Erfreulich für ihn ist der Zuschauer-Zuspruch im heimischen Jahnstadion, denn in beiden Heimspielen gegen Eintracht Werne und TuS Germania Lohauserholz-Daberg II verbuchte der VfL jeweils weit mehr als 100 Besucher.

Den sonntäglichen Gegner kennt das Trainerteam bestens: „Eine recht unangenehm zu spielende Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Wir müssen höllisch aufpassen und eine starke Leistung anbieten“, fordert Aktas.

Björn Scharfe ist wieder im Kader, allerdings fehlen mit Florian Gehrmann, Markus Maier, Mirko Gohr, Andre Born, Marvin Hennig, Carlo Berlandieri und Armin Straszok wichtige Leistungsträger. Außerdem ist der Einsatz von Felix Rudolf und Serkan Gül noch fraglich. Dafür feiert Neuzugang Ricardo de Souza Oliveira seinen zweiten Einsatz. „Ein sehr fleißiger Spieler, der uns auf jeden Fall weiterhelfen wird“, so nochmals Aktas.

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