Alstedde gegen Wethmar – Das Duell der gar nicht so unterschiedlichen Klubs

hzFußball

In Lünen ist am kommenden Wochenende wieder Derby-Zeit. Blau-Weiß Alstedde trifft auf TuS Westfalia Wethmar. Nicht nur die Spieler blicken mit Spannung auf die Partie. Ein Vergleich mit den sportlichen Leitern.

von Florian Dellbrügge

Alstedde, Wethmar

, 07.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit langer Zeit steht wieder ein Pflichtspiel zwischen Blau-Weiß Alstedde und dem TuS Westfalia Wethmar an. Für viele ist es das Derby schlechthin in Lünen. Auch die sportlichen Leiter der zwei Klubs, Benedikt Kuhne (Blau-Weiß Alstedde) sowie Rolf Nehling (TuS Westfalia Wethmar) blicken schon Tage vorher mit Spannung auf das Spiel am Samstag. Und beide können es kaum noch erwarten. „Wir werden vor einer tollen Kulisse spielen und hoffen auf einen spannenden Vergleich“, sagt Kuhne. Sein Gegenüber Rolf Nehling schließt sich dem an: „Wir freuen uns auf das Spiel, hoffen auf einen fairen Vergleich. Idealerweise wird es für die Zuschauer ein offener Schlagabtausch.“

Rolf Nehling, sportlicher Leiter bei TuS Westfalia Wethmar, hofft im Derby gegen BW Alstedde auf einen fairen Vergleich. Einen Favoriten will er noch nicht festmachen.

Rolf Nehling, sportlicher Leiter bei TuS Westfalia Wethmar, hofft im Derby gegen BW Alstedde auf einen fairen Vergleich. Einen Favoriten will er noch nicht festmachen. © Timo Janisch

So unterschiedlich die zwei Männer sind, so sehr eint sie die Erwartungshaltung vor dem Spiel. Wenn es nach den sportlichen Leitern geht, gibt es keinen echten Favoriten. Nur Kuhne wagt sich etwas nach vorne und sagt: „Vielleicht gehen wir mit leichten Vorteilen in das Spiel, weil wir zuhause spielen und auch schon ein paar mehr Punkte gesammelt haben.“ Doch er schiebt auch direkt hinterher, dass am Ende wohl Kleinigkeiten und die Tagesform das Spiel entscheiden werden.

Lob von beiden Seiten

Es sind zwei ganz verschiedene Charaktere, die da aufeinandertreffen. Nehling, der seit 40 Jahren im Geschäft, kann nichts mehr schocken. Im Amateurfußball hat er alles erlebt. Kuhne ist erst seit wenigen Jahren in der Position des sportlichen Leiters. Beide sprechen in höchsten Tönen voneinander. „Benedikt ist ein zielstrebiger, junger Mann. Er hat ein ziemlich gutes Netzwerk und leistet in Alstedde in den letzten Jahren extrem gute Arbeit“, sagt Nehling. Und andersherum: „Ich schätze Rolf und seine Arbeit für Wethmar sehr. Er hat aus ihnen einen etablierten Bezirksligisten gemacht. Er ist mit einigen anderen in Wethmar der Denker und Lenker.“

Die sportliche Ausgangslage ist für das Spiel am Samstag ähnlich. Alstedde hat als Aufsteiger bisher sieben Punkte aus fünf Spielen gesammelt. Wethmar geht mit zwei Zählern weniger in das Duell. „Wir wollen in der Liga bleiben. Alles andere ist ein Zubrot für uns“, formuliert Kuhne die Saisonziele klar. In die gleiche Kerbe schlägt auch Nehling: „Wir hatten in der letzten Saison durch Corona natürlich schon Glück, dass wir in der Liga geblieben sind. Es wird immer schwerer, weil viele Vereine mit viel Geld in die Liga kommen.“

Geld wird auf die Mannschaften aufgeteilt

Bei Westfalia Wethmar liefen die Dinge anders, gibt Nehling einen kleinen Einblick. Denn beim TWW pumpe man das verfügbare Geld nicht in eine einzige Mannschaft. „Wir haben auch über 20 Jugend-Mannschaften, die versorgt werden müssen. Und das ist auch der Weg den wir gehen wollen mit vielen eigenen Spielern, die den Weg in die Senioren finden. Das sieht man gerade auch gut bei unserer U23, die wir im Sommer aus den eigenen Reihen heraus verstärkt haben“, so Nehling. Ein Punkt, in dem sich Wethmar und Alstedde gleichen. Denn auch Benedikt Kuhne sagt: „Wir können nicht all unser Geld nur für die erste Mannschaft ausgeben. Wir können und wollen nicht hunderte Euro für einen Spieler ausgeben, so wie andere Vereine das machen.

Jetzt lesen

Am Ende unterscheiden sich beide Vereine also gar nicht so sehr voneinander. Und doch denkt am Samstag jeder nur an sich und die drei Derbypunkte. 500 Zuschauer dürfen auf die Sportanlage am Heikenberg mitfiebern. Der TuS Westfalia wird von 75 Fans begleitet werden.

Lesen Sie jetzt