Amel Mesic nach dem Rückzug von Rhynern: „Werden benachteiligt für die Dummheit anderer“

TuS Niederaden

Die Saison 2018/2019 lässt den TuS Niederaden nicht zur Ruhe kommen. Durch den Rückzug einer Mannschaft hätte der TuS beinahe doch die Klasse gehalten. In Niederaden ist man „richtig sauer“.

Niederaden

, 22.07.2019, 14:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Amel Mesic nach dem Rückzug von Rhynern: „Werden benachteiligt für die Dummheit anderer“

Amel Mesic, Trainer des TuS Niederaden, ist stocksauer über das Verhalten von Westfalia Rhynern. © Jürgen Weitzel

Die Fußballer des TuS Niederaden hatten Anfang Juni die Abstiegsrelegation gegen die SG Bockum-Hövel II gewonnen - und waren doch in die Kreisliga B abgestiegen, weil diese Relegation eine vorsorgliche war und der SVE Heessen in der Aufstiegsrunde scheiterte.

Und doch war der Klassenerhalt in der Kreisliga A Unna-Hamm plötzlich wieder ganz nahe für den TuS. Westfalia Rhynern hat seine Reserve gut drei Wochen vor Saisonstart vom Spielbetrieb abgemeldet, die Kreisliga A1 startet mit 15 statt 16 Mannschaften. Hätte Rhynern sein Team bis zum 10. Juli zurückgezogen, hätte eine Mannschaft den Platz der Hammer einnehmen können - das wäre der TuS Niederaden gewesen.

Amel Mesic: „Wir sind alle richtig sauer“

Dessen Trainer Amel Mesic ist total verärgert über das Verhalten Ryhnerns. „Das ist total unverständlich. Es kann nicht sein, dass die bis zum 10. Juli nicht Bescheid wissen. Wir sind alle richtig sauer“, so der Niederadener Coach.

Amel Mesic nach dem Rückzug von Rhynern: „Werden benachteiligt für die Dummheit anderer“

Niederadens Kapitän Dean Williamson schlägt sich im letzten Meisterschaftsspiel gegen GS Cappenberg die Hände vor das Gesicht - da war der sportliche Klassenerhalt noch möglich. © Timo Janisch

Auch die Regelung, den 10. Juli als Stichtag für mögliche Nachrücker festzulegen, kritisiert Mesic. Dieses Datum sei willkürlich festgelegt. „Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Wir werden benachteiligt für die Dummheit anderer“, sagt er.

Mesic fordert Veränderungen

Ohnehin hätte die Kreisliga A2 mit 17 Mannschaften an den Start gehen können, findet Mesic. Schließlich hätten aus der Unna-Hamm-A-Liga in den vergangenen Jahren immer wieder Mannschaften zurückgezogen - so wie jetzt Westfalia Rhynern II. Mesic erhofft sich, dass der Fußballkreis Unna-Hamm aus dem Beispiel Rhynern lernt und in Zukunft drakonische Strafen für späte Rückzüge verhängt - oder gleich das Datum für mögliche Nachrücker nach hinten verschiebt.

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Den TuS erreichte die Nachricht des Rückzuges mitten in der Saisonvorbereitung. „Das ist mal wieder ein Nackenschlag. Der Stachel sitzt wirklich tief“, so Mesic. Nach einer Saison voller Höhen und noch mehr Tiefen will man an der Kreisstraße einfach nur zur Ruhe kommen. „Wir versuchen uns auf die Saison zu konzentrieren und man wird zurückgeworfen“, sagt Mesic.

Einen Gedanken an den möglichen Klassenerhalt, den seine Elf im Juli noch hätte schaffen können, wollte er dann aber doch verschwinden. „Wir hätten schon nochmal eine richtige Sause gemacht. Das hätte richtig gut getan“, sagt Mesic.

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