Auf den Lüner SV wartet im Viertelfinale des Kreispokals ein bärenstarker Gegner

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Für den Lüner SV steht fest: Im Kreispokal gegen den TuS Bövinghausen wollen sie unbedingt gewinnen. Doch das wird ein schweres Unterfangen. Nicht nur weil der Gegner starke Spieler hat.

Lünen

, 11.03.2020, 15:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das Viertelfinale gewinnen und ins Halbfinale einziehen“: Klarer hätte Christian Hampel das Ziel für das Kreispokalspiel zwischen dem Lüner SV und dem TuS Bövinghausen nicht definieren können. Doch gegen den Landesligisten ist ein Sieg nicht so schnell in der Tasche, wie es scheint. Denn obwohl das Team eine Liga unter dem Lüner SV spielt, warten im Aufgebot „bärenstarke“ Fußballer. „Die Mannschaft hat einen Kader, der mindestens in der Oberliga stehen kann. Da kriegen wir richtig gute Gegner auf dem Platz“, findet Hampel.

Für den 49-Jährigen stehen die beiden Teams, auch wenn sie in unterschiedlichen Ligen positioniert sind, im Spiel deutlich auf Augenhöhe. Kein Wunder, denn Bövinghausen hat in der Vergangenheit viele Fußballer aus höheren Ligen für sich gewinnen können. Also erst einmal keine guten Vorzeichen für die Lüner. Aber nicht nur der starke Gegner könnte dem SV zum Verhängnis werden. Personell sieht es nämlich sehr grenzwertig im Team von Christian Hampel aus. Denn ihm fehlen zur Zeit sechs Langzeitverletzte und zusätzlich noch Daniel Mikuljanac, der eine rote Karte kassiert hat.

Personalmangel im Kreispokal

Dabei bleibt es aber nicht. Besonders in der Offensive muss der 49-Jährige ein bisschen tricksen. Dort fällt nämlich Milan Sekulic wegen Kniebeschwerden und noch keiner richtigen Diagnose im Pokalspiel aus. „Seine Position wollte ich dann eigentlich mit Fabian Pfennigstorf ersetzen, doch auch auf ihn muss ich verzichten, da er beruflich verhindert ist“, erklärt Hampel das Dilemma. „Aber wir wollen nicht rumjammern. Ich weiß ja um den Personalmangel und da lasse ich mir noch was einfallen.“

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Auch wenn Hampel mit seinem Team im Pokal weiterkommen will, das Spiel in der Liga am kommenden Wochenende gegen Westfalia Wickede sei für ihn im Vergleich deutlich wichtiger. Dort hätte die Mannschaft nämlich die Möglichkeit, drei bedeutende Punkte zu holen gegen den Abstiegskandidaten, der zur Zeit auf Platz 16 steht. Denn auch der Lüner SV kämpft im unteren Drittel der Tabelle noch gegen den Abstieg. „Das soll aber nicht heißen, dass wir das heutige Spiel nicht gewinnen und den Gegner ärgern wollen“, erklärt Hampel.

Kein leichtes Spiel

Doch die aktuelle Position spielt gegen Bövinghausen erst einmal keine Rolle. „Die Meisterschaft ist ein anderer Wettkampf als das Pokalspiel. Egal, wie es vorher aussieht, wir sind zum gewinnen da“, sagt Hampel. Das haben auch die Spieler verinnerlicht. Die heutige Partie ist für den 49-Jährigen ein interessantes, aber alles andere als leichtes Spiel. Doch die Freude auf die Begegnung lässt sich der Trainer nicht nehmen. „Das ersetzt heute unser Training. Und seit Januar haben die Spieler das wirklich gut gemacht.“ Daran müssen sie nun im Kampf ums Weiterkommen anknüpfen.

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