Beim Lüner SV ist Jahrmarkt - Das Trainerkarussell macht keine Pause

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Der Lüner SV hat seit Montag die Trainerposten seiner beiden höchstspielenden Mannschaften neu besetzt. Eine wilde Fahrt, an der auch die Nachbarstadt nicht ganz unbeteiligt ist.

Lünen, Kemminghausen

, 20.09.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ihren noch recht langsamen Auftakt feierte diese turbulente Amateurfußballwoche im Dortmunder Pappelstadion. Dort verlor der Lüner SV am Sonntag erst gegen Westfalia Wickede (1:3) und danach seine Saisonziele aus den Augen. Die Folge: Marc Woller trat am Montag von seinem Posten als LSV-Trainer zurück. Er ist der Karussellbetreiber, der den Startknopf drückt. Nach tagelangem Chaos scheint der Amateurfußballer mittlerweile herausgefunden haben, wie man das bunte Treiben auf dem Jahrmarkt beendet. Zeit für ein Protokoll - mit einem Augenzwinkern.

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Montag, 17.24 Uhr: Die Sportredaktion der Ruhr Nachrichten in Lünen meldet mit dem Rücktritt Wollers auch schon den Lüner Favoriten auf die Nachfolge. Wenig überraschend soll Christian Hampel, bislang Sportlicher Leiter des LSV, das Traineramt übernehmen.

Mittwoch, 11:09 Uhr: In Dortmund bricht der Steuerhebel vom Trainerkarussell ab, das nun so richtig Fahrt aufnimmt. Kevin Großkreutz und Reza Hassani verlassen völlig überraschend den VfL Kemminghausen und wechseln innerhalb der Bezirksliga zu Türkspor Dortmund. Die katapultieren natürlich dafür ihren Aufstiegstrainer Bülent Kara aus dem Fahrgeschäft, selbst der dicke Anschnallgurt der Marke „Tabellenführer der Bezirksliga“ kann Kara nicht halten.

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Mittwoch, 12:13 Uhr: Der Lüner SV bestätigt, dass Christian Hampel Trainer der Westfalenliga-Mannschaft wird. Unterstützung soll er von Kadir Kaya als Co-Trainer erhalten. Der trainierte bislang die LSV-Reserve in der Bezirksliga, die nun einen neuen Trainer braucht. Übernehmen sollen die Aufgabe als Spielertrainer Torjäger Murat Büyükdere und von der Bank aus Fatih Kaya. Dass im Hintergrund bereits Verhandlungen mit einem dritten möglichen Trainer laufen, ahnt da noch niemand.

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Bülent Kara wird wohl eine Aufgabe beim Lüner SV übernehmen. © Patrick Schröer

Mittwoch, 14:22 Uhr: Eine Meldung, die beinahe untergeht wie die siebte Freifahrt in einem völlig verwaisten Fahrgeschäft: Der FC Roj macht Manuel Lorenz zu seinem neuen Trainer. Von dem hatte man sich erst nach dem Ende der vergangenen Saison getrennt. Sein Nachfolger wurde noch vor Saisonbeginn entlassen, jetzt ist Lorenz sein eigener Nach-Nachfolger.

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Donnerstag, 07:21 Uhr: Bülent Kara bestätigt nach einem Hinweis vom Lüner SV dieser Redaktion Gespräche mit den Lünern.

Donnerstag, 11:57 Uhr: Peter Marx, zweiter Vorsitzender des Lüner SV, bestätigt, dass man kurz vor einer Einigung mit Kara stehe. Bei dem hohen Tempo, in dem sich das Trainerkarussell in den vergangenen Tagen gedreht hat, hat man aber noch keinen Posten parat. Der soll am Sonntag in einem finalen Gespräch geklärt werden. Ob der LSV in dem Chaos vergessen hat, dass er schon neue Trainer für seine Bezirksliga-Mannschaft gefunden hat?

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Ausblick: Frühestens am Sonntag kommt das Karussell also zum Stillstand. Dann spielt übrigens Türkspor Dortmund gegen Karas wahrscheinlichen künftigen Verein. Wie sagen die Rekommandeure auf der Kirmes? „Versprecht ihr mir, dass beim Aussteigen niemand torkelt?“

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