BV Brambauer nach schwacher Leistung gegen Roj im Glück

Fußball: Bezirksliga 8

Einen sehr schmeichelhaften Punkt nahm der BV Brambauer am Sonntag aus Dortmund mit. Vom Fußball-Bezirksligisten FC Roj trennte sich der BVB 1:1 – und hatte dabei gleich mehrfach Glück.

Brambauer

, 01.09.2019, 21:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
BV Brambauer nach schwacher Leistung gegen Roj im Glück

Linksverteidiger Lukas Diekmann (r.) und der BVB konzentrierten sich im Schatten des Dortmunder Klinikzentrums Nord gegen Serhat Demir und den FC auf das Verteidigen. © Timo Janisch


Bezirksliga 8
FC Roj – BV Brambauer 1:1 (0:1)

Schon die Brambaueraner Führung nach einer Viertelstunde hatte sich alles andere als angekündigt. Roj war sofort besser im Spiel, der BVB stellte überhaupt keinen Spielfluss her und gewann nie die Kontrolle beim gewohnt rassig auftretenden Gastgeber. Dem Schiedsrichter musste das allerdings natürlich egal sein, als er wegen eines Fouls an Kevin Coerdt auf Elfmeter für die Gäste entschied. Arkadi Daunhauer verwandelte sicher zum 1:0.

Doch wer glaubte, die Schwarz-Weißen wären nur schlecht ins Spiel gekommen und bekämen durch die Führung Rückenwind, sollte sich irren. Auch Brambauers Trainer Jascha Keller versuchte gar nicht, die fehlende spielerische Leistung seiner Elf schönzureden. „Ich finde, wir hatten die ersten 35, 40 Minuten zumindest noch eine gewisse defensive Kontrolle. Das war soweit in Ordnung“, sagte Keller.

Mit dieser Sicht der Dinge konnte man am Sonntag übereinstimmen. Zwar hatte Roj mehr Spielanteile und war letztlich in vielen Dingen die bessere Mannschaft – echte Torgefahr strahlte der jetzt Tabellenletzte aber im ersten Durchgang nicht aus. Unplatzierte Abschlüsse und kraftlose Kopfbälle nach zahllosen Flanken prägten das Offensivspiel der Norddortmunder.

Das änderte sich mit Beginn der zweiten Halbzeit langsam. Doch durch die hohe Quantität von Offensivaktionen der Dortmunder – die Partie spielte sich beinahe ausschließlich in der BVB-Hälfte ab – mischten sich immer mehr gefährliche Aktionen in die Angriffe der Grün-Gelb-Roten. Entlastung blieb für Brambauer weiterhin eine Seltenheit. Dennis Köse verpasste nach rund einer Stunde nach einem langen Freistoß das 2:0 noch am ehesten.

Das nächste Tor erzielte völlig verdient allerdings Roj. Der BVB verpasste es, einen langen Einwurf entscheidend zu klären. Aus rund 20 Metern nahm Chauvryl Aime Loka Ndema Maß und ließ Brambauers Schlussmann Jörg Lemke keine Chance. „Die 1:0-Führung war schon lange schmeichelhaft, gar keine Frage“, so Keller, der etwa einen Pfostentreffer Rojs sah.

Und der BVB musste froh sein, überhaupt noch einen Punkt mit nach Hause genommen zu haben. Nach 80 Minuten sah Köse die Ampelkarte. Damit hatte Brambauer nicht nur einen Spieler, sondern eine Konstante in der Innenverteidigung weniger. Die Bauchschmerzen bei Trainer Keller „waren vorher auch schon riesig und sind dadurch natürlich nicht kleiner geworden. Das 2:1 lag in der Luft“, so der Coach.

Zudem beschwerte Roj sich kurz vor Schluss heftig. Luc Yvan Tehou Mbogne war im Strafraum zu Fall gekommen. Großes Glück für Brambauer, dass es nicht noch Elfmeter für die Dortmunder gab. „Ein sehr glücklicher und schmeichelhafter Punkt, den wir gerne mitnehmen“, sagte Keller.

BV Brambauer: Lemke – Diekmann (46. Kleine-Bernink), Köse, Kollakowski (76. Christal), Klemt – Razanica, Ehrentraut – R. Coerdt (54. Krziwanek), Wantoch von Rekowski (75. Hyseni), Daunhauer – K. Coerdt

Tore: 0:1 Daunhauer (15./Foulelfmeter), 1:1 Loka Ndema (71.)

Gelb-Rote Karte: Dennis Köse (80./wiederholtes Foulspiel)

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