Der Hüne aus Lünen träumt vom Job als BVB-Trainer: Mein Traum ist es Trainer bei Dortmund zu sein

Borussia Dortmund

16 Jahre lang spielte er für Borussia Dortmund, davon sechs als Profi. Mittlerweile coacht er in der dritten Liga. Der Traum ist aber der Job des Trainerpostens bei Borussia Dortmund.

Lünen

, 10.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Markus Brzenska (M.) träumt vom Trainerposten bei Borussia Dortmund.

Markus Brzenska (M.) träumt vom Trainerposten bei Borussia Dortmund. © picture alliance / dpa

Die Aussprache des Namens war für seine Mannschaftskollegen zu Beginn ein Problem, erzählt der ehemalige BVB-Keeper Roman Weidenfeller.

„Brenner“ haben sie ihn immer genannt, berichtet der 39-Jährige Weidenfeller über Markus Brzenska. Der gebürtige Lüner wechselte 1993 in die Jugend von Borussia Dortmund, verbrachte insgesamt 16 Jahre beim Spitzenklub im Revier.

„Wir hatten keine gute Phase bei Borussia Dortmund“

Sechs Spielzeiten davon als Profi. 143 Spiele absolvierte der Innenverteidiger für die erste und zweite Mannschaft der Schwarzgelben und verdiente sich seinen Respekt.

„Wir hatten keine gute Phase bei Borussia Dortmund“, erinnert sich Weidenfeller an die Jahre ab 2003. „Er kam als junger Spieler zu uns und hat sich enorm weiterentwickelt in der Abwehr.“

Dabei spürte der Hüne aus Lünen, mit einer Körpergröße von 1,96 Meter, gleich bei seiner ersten Trainingseinheit im Jahr 2003 den gewaltigen Unterschied zwischen Jugend- und Profifußball.

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„Da hat Matthias Sammer (Trainer des BVB damals; Anm. d. Red.) einen Ball hochgeschmissen zum Anfang. Du bist groß, gehst mal hoch, gewinnst ja bestimmt den Kopfball-Zweikampf“, erinnerte Brzenska im Vereinskanal des BVB.

Doch statt eines ersten guten Eindrucks, bekam Brzenska den Ellbogen von Heiko Herrlich ab und krümmte sich danach auf dem Boden, während alle anderen weiterspielten.

„Das war für die normale Härte“, sagt Brzenska heute zu der Szene und sagte damals zu sich selbst: „Okay, jetzt bist du im Profifußball angekommen.“

Doch nicht nur das Trainingsdebüt blieb dem mittlerweile 36-jährigen in besonderer Erinnerung, sondern auch seine Bundesliga-Premiere. Diese dauerte lediglich 43 Minuten, ehe Brzenska nach einem Foul an Michael Ballack bereits seine zweite Gelbe Karte sah.

Im Bundesliga-Debüt gegen den FC Bayern München sah Markus Brzenska gleich die Gelb-Rote Karte.

Im Bundesliga-Debüt gegen den FC Bayern München sah Markus Brzenska gleich die Gelb-Rote Karte. © picture-alliance / dpa/dpaweb

„Markus war immer extrem ehrgeizig und extrem fokussiert“, beschreibt BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken seinen ehemaligen Mannschaftskollegen.

Das ist er auch heute noch. Nachdem seine Zeit in Dortmund während des Umbruchs unter Jürgen Klopp geendet hatte, folgten Stationen beim MSV Duisburg und dem FC Energie Cottbus.

Gleich mehrere Verletzungen plagten den Hünen aus Lünen aber nach seiner BVB-Zeit. Achillessehnenriss, Knorpelschaden, Leistenbruch. „Das ist natürlich schwer gewesen für mich, weil es natürlich blöd ist als Fußballer, wenn du verletzt bist, weil du nicht auf dem Platz stehst“, beschreibt er die Verletzungszeit.

Brzenska fand im Anschluss eine sportliche Heimat beim Drittligisten Viktoria Köln, lief dort noch für dreieinhalb Jahre auf, ehe er seine Spielerkarriere nach seinem zweiten Achillessehnenriss beendete.

Den Fußball konnte man ihm aber nicht nehmen. Als Co-Trainer machte er weiter. Während seiner Spielerkarriere bereits beim Kreiskliga-Klub GS Cappenberg, kurz nach Ende seiner Spielerkarriere als Co-Trainer bei Viktoria Köln.

Der große Traum von der Bundesliga

„Für mich war immer der Wunsch, ich möchte im Fußall bleiben, das ist meine Leidenschaft. Dann möchtest du gerne Trainer machen“, sagt Brzenska, der aktuell seine Trainerausbildung macht. „Es macht riesig viel Spaß und mein Traum ist es dann irgendwann auch Cheftrainer zu werden.“

Zwei Ziele hätte er dafür: Den Bundesliga-Aufstieg mit Viktoria Köln und das Team aus der dritten Liga im Elitehaus des deutschen Fußballs zu coachen. Oder als Trainer des BVB an der Seitenlinie zu stehen.

„Damals war es mein großer Traum als Spieler im Westfalenstadion zu stehen. Mein Traum ist es irgendwann mal Trainer bei Dortmund zu sein“, erklärt Brzenska. „Einige denken, der ist bekloppt, aber das ist einfach mein Traum und mein Ziel.“

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