BW Alstedde marschiert Richtung Titel - trotzdem könnte es Ärger in der Offensive geben

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Besser kann eine Fußball-Hinrunde fast nicht laufen. BW Alstedde stapft mit großen Schritten Richtung Meisterschaft und Aufstieg. Der große BWA-Kader kann aber auch Zündstoff bieten.

Alstedde

, 22.11.2019, 13:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hinrunde ist in den meisten heimischen Amateur-Fußballligen beendet. Zeit, um auf die Leistungen der Lüner Vereine zu blicken, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten. Wir machen den Hinrundencheck. Jetzt an der Reihe: Kreisliga-A-Spitzenreiter BW Alstedde.

Aktuelle Lage: Der SV BW Alstedde genießt nun schon seit mehreren Wochen den berühmten Platz an der Sonne in der Kreisliga A2 Dortmund. Die Blau-Weißen haben aus 14 Saisonspielen starke 38 Zähler geholt, gingen nur zwei Mal nicht als Sieger vom Feld . Nur bei den beiden 2:2-Unentschieden bei Eving Selimiye Spor (8. September) und im Topspiel bei der SG Gahmen (10. November) ließen die Alstedder Punkte. Die Blau-Weißen stehen verdient auf Platz eins.

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Stärken: Die Hinrunde, die die Mannschaft von BW Alstedde gespielt hat, ist für den Verein märchenhaft schön. Die Alstedder sind Tabellenführer, stellen die beste Offensive der Liga (49 Tore) und auch die mit Abstand beste Defensive (11 Gegentore). Hinzu kommt - auch dank des großen Kaders - eine enorme Flexibilität im Offensivspiel. Neben Neuzugang Mario Lindner (13 Treffer) erzielten noch weitere sieben Spieler drei oder mehr Treffer. Stark ist zudem auch der Defensivverbund mit den Neuzugängen Mike Rothe, Andreas Rumpf, Jonas Hülsmann und Kapitän Björn Kadlubowski, der vor allem auch bei hohen Bällen so gut wie nichts anbrennen ließ. Auffällig war darüber hinaus Alsteddes Stärke bei Standardsituationen.

Baustellen: Eine wirkliche Baustelle hat sich im bisherigen Alstedder Saisonverlauf nicht offenbart. Coach Tim Hermes muss aber aufpassen, dass er seiner gesamten Mannschaft weiterhin gerecht wird. Der Trainer muss auch künftig seinen großen Kader gut moderieren, sonst kann es schnell zur Unzufriedenheit bei den Reservisten kommen, wenn sie nicht regelmäßig spielen und häufiger mal außen vor sind. Die Verpflichtung von Dominik Hennes in der Offensive könnte bei all den Vorteilen also auch Zündstoff bringen.

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Beste Partie der Hinrunde: Den wichtigsten Sieg in einem temporeichen, spannenden Spiel feierte BW Alstedde ohne Zweifel am neunten Spieltag gegen den VfB Lünen. Das damalige Topspiel des Tabellenführers gegen den Zweiten entschieden die Alstedder, die eine überzeugende Leistung brachten, mit 3:1. Spätestens dieser Erfolg war ein Fingerzeig für den weiteren Saisonverlauf.

Schlechteste Partie der Hinrunde: Von einer schlechten Alstedder Partie in der Hinrunde zu sprechen, erscheint falsch. Denn wirklich enttäuscht haben die Alstedder nie. Zu den insgesamt eher schwächeren Begegnungen zählt aber sicherlich die Auswärtspartie bei der SG Gahmen, in der Alstedde 2:2 remis spielte. Die Blau-Weißen lagen dabei sogar lange mit 0:2 zurück, schafften es erst durch Überzahl am Ende noch zu einem Punkt. Alstedder Schwächen auf dem Gahmener Ascheplatz waren unübersehbar.

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Bester Torjäger: Neuzugang Mario Lindner erzielte bislang 13 Saisontore und steht damit auf dem vierten Rang der A-Liga-Torjägerliste.

Spieler der Hinrunde: Einen einzelnen Spieler aus diesem Kollektiv herauszupicken, wird der Leistung der Mannschaft nicht gerecht. Die Alstedder haben gezeigt, dass sie als Team funktionieren und nicht nur von Individualisten leben.

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Ausblick und Prognose: BW Alstedde wird, wenn die Mannschaft von großen Verletzungssorgen verschont bleibt, am Ende der Saison die Meisterschaft in der Kreisliga A feiern. Durch die Verpflichtung des Landesliga-Stürmers Dominik Hennes vom Werner SC erhält der Kader noch einmal mehr Qualität in der Spitze. Alstedde wird in der Rückrunde noch schwieriger ausrechenbar sein.

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