BW Alstedde siegt auch im Spitzenspiel - Die Ergebnisse

Fußball: Kreisliga A

BW Alstedde marschiert weiter und bleiben an der Tabellenspitze. Preußen entführen beim Favoriten Sharri drei Punkte. Westfalia Wethmar II verloren ihr Spiel gegen TSC Kamen mit 2:7.

Lünen

, 01.09.2019, 21:12 Uhr / Lesedauer: 5 min
BW Alstedde siegt auch im Spitzenspiel - Die Ergebnisse

BW Alstedde hat am Freitag seinen vierten Sieg in Serie eingefahren. © Günther Goldstein

Kreisliga A2 Dortmund
Alstedde – Kemminghausen II 2:1 (1:1)

Tim Hermes, Coach der Alstedder, war nach dem knappen Sieg im Spitzenspiel überglücklich. „Freitagsabends, Flutlicht, Topspiel, drei Punkte geholt. Es gibt nichts Schöneres“, so lautete das kurze Fazit des BWA-Trainers.

Die Zuschauer sahen am Heikenberg eine intensive und kampfbetonte Partie. Damit hatten Hermes und seine Spieler allerdings auch vorab schon gerechnet. „Wir wussten, dass in dem Spiel nicht alles über das Spielerische läuft, sondern vor allem über den Kampf, den wir gut und zu jeder Zeit fair angegangen sind. Defensiv haben wir es richtig gut gemacht. Bis auf das Tor haben wir keine Chancen zugelassen“, sagte Hermes nach der Partie.

Das erste Tor des Tages erzielte allerdings nicht der Gast, sondern Jonas Hülsmann – und der spielt ja bekanntlich bei SV BW Alstedde. Nach zehn Minuten Spielzeit zappelte der Ball nach einem Standard im Netz. Kemminghausen hatte darauf aber eine schnelle Antwort parat und glich nach 15 Minuten aus.

Die Alstedde, die in der Offensive aber immer wieder gefährlich wurden, erspielten sich eine Reihe guter Torchancen. Allen voran im zweiten Durchgang, in dem die Räume immer größer wurden. Die nutzte Mario Lindner aus, der nach knapp einer Stunde den 2:1-Siegtreffer erzielte.

BW Alstedde: Krause (20. Piepenburg) – Hülsmann, Rumpf, Rothe, Kadlubowski (46. Koczy), Lindner, Arslan (77. Audehm), Nowak, Häckh, Schulz, Berisha (46. Christiansen)

Tore: 1:0 Hülsmann (3.), 1:1 (15.), 2:1 Lindner (59.)

K.F. Sharri – SV Preußen 0:1 (0:0)

Das Spiel begann mit einer halben Stunde Verspätung, da der Gastgeber auch nur weiße Trikots hatte und zunächst keinen Ersatz dabei hatte.

„Das war spielerisch keine Glanztat von uns, aber wir haben als Kollektiv eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, so Stefan Urban nach dem Spiel. Urban stellte sein Team defensiv mit einem tiefen 4-4-2-System ein. Sharri, das im Vorfeld der Saison ordentlich aufgerüstet hatte, machte das Spiel. „Man hat gesehen, das in der Mannschaft Qualität steckt“, sah Urban sein Team aber bis zur Pause gut verteidigen.

Nach dem Wechsel beorderte der SVP-Coach Pascal Broda als Sechser in den Sturm und brachte mit Pascal Müller einen erfahrenen Mann im Zentrum.

Die Preußen agierten jetzt mit einem 4-2-3-1-System. Das sollte fruchten, denn die 07er erarbeiteten sich nach dem Wechsel einige gute Chancen, die allerdings nicht genutzt wurden. Erst kurz vor Spielende erzielte Tom Meier das Tor des Tages. Aus zentraler Position ließ Meier dem gegnerischen Torwart aus 18 Metern keine Chance. Vom Innenpfosten prallte der Ball an die Schulter des Keepers und ins Tornetz.

„Insgesamt haben wir die Zweikämpfe gut angenommen und haben sehr fair agiert“, sagte Urban. Er sah gegen die ambitionierte Dortmunder, die sich in der Sommerpause namhaft verstärkt hatten, die Fußball-Weisheit, das Geld keine Tore schießt, bestätigt.

SV Preußen: Südmeyer – Strauch, Meier, Hans, Adamsky, M. Frenzel (76. Gomulka), Pommerin, Broda (89. Kusserow), Nitsche (46. Goetz), Vom Hofe (46. Müller), L. Frenzel

Tor: 0:1 Meier (88.)

VfB Lünen – TuS Neuasseln 5:2 (2:0)

In den ersten 45 Minuten machte der VfB zwar das Spiel. Drückend überlegen waren die Schwarz-Weißen gegen punktlose TuSler allerdings nicht. „Es war sehr lethargisch von uns“, sagt Co-Trainer Daniel Skubich, der den im Urlaub verweilenden Mark Bördeling vertrat. „Wir haben uns nicht ausreichend bewegt. Wir wollten den Ball in unseren Reihen halten, aber haben auch keinen Druck ausgeübt.“

Nach Freistoß von Leon Broda köpfte Marcel Salmen zum 1:0 für den Gastgeber (13.) ein. Danach vergaben die VfBer, allen voran Tim Gehrmann, gute Torchancen. Neuasseln selbst ließ bei einem Lattentreffer eine gute Gelegenheit zum Ausgleich ungenutzt (36.), ehe Gehrmann dann doch noch das 2:0 kurz vor der Pause erzielte (42.).

Das 3:0 durch Simon Serges direkt nach Wiederanpfiff (47.) und das 4:0 durch Broda (64.) hätten eigentlich die Entscheidung sein müssen. Doch die Süder kamen durch eigene Fehler noch einmal ins Straucheln. Die Dortmunder verkürzten nach VfB-Abwehrschnitzern auf 2:4 (70./76.). „Neuasseln war eigentlich tot. Wir hatten die nach dem 4:0 im Griff. Gegen so eine Mannschaft darf dann eigentlich nichts mehr anbrennen.“, sagte Skubich.

Ein weiterer Broda-Freistoß brachte dann endgültig die Entscheidung. Der eingewechselte Philipp Schulze Twenhöven köpfte zum 5:2 ins Netz (83.). „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Wir hätten noch ein, zwei Tore mehr machen müssen. Unterm Strich gibt es noch Luft nach oben“, so Skubichs Resumée.

VfB Lünen: Vorwick – Grass, Broda, Gehrmann, Bartsch (83. Hilkenbach), S. Serges (75. Eichhorst), D. Serges (68. Schulze Twenhöven), Garcia Rodriguez, Salmen, Kowalski, Seifert (63. Weis)

Tore: 1:0 Salmen (13.), 2:0 Gehrmann (43.), 3:0 S. Serges (47.), 4:0 Broda (65.), 4:1 (70.), 4:2 (76.), 5:2 Schulze Twenhöven (82.)

Hörder SC – SG Gahmen 2:6 (1:2)

„6:2 gewonnen, aber, aber, aber...“, nahm Gahmens Coach Tikici am Sonntag nach dem Abpfiff nur schwer die Glückwünsche entgegen. Seine Mannschaft zeigte zwar einen hervorragenden Spielbeginn. Osman Kumac sorgte per Doppelpack schnell für eine komfortable Führung der Gäste (4./17.). Die Treffer Nummer drei und vier verpasste die SGG jedoch.

Und danach hatten es die Blau-Gelben nicht mehr ganz so leicht. „So verliere ich auf Dauer auch noch meine letzten zwei Haare“, so Tikici ironisch. Zwei Foulelfmeter schließlich führten sogar zum Ausgleich für Hörde. „Der erste Elfer vor der Halbzeit war berechtigt“, sagt Tikici. „Das war ein dummer Fehler. Über den zweiten Strafstoß nach der Pause kann man aber streiten.“

Der Ausgleich wirkte aber wie ein Weckruf. Ein Doppelpack von Abdullah Ergün (66./68.) brachte Gahmen zurück auf die Siegerstraße. Ali Özkan (75.) und Halil Elitok (77.) erhöhten auf 6:2. „Wenn die Jungs einmal aufdrehen, dann läuft es“, so Tikici. „Aber den Gegner haben sie nicht ernst genommen. Ich musste brüllen, dabei möchte ich einfach auch mal ein Spiel genießen.“

Zudem verkündete Tikici am Sonntagabend, dass er Tolga Dedeagili vorerst in die zweite Mannschaft der SG verbannt habe. Der zweitbeste SGG-Torschütze der vergangenen Saison habe sich nicht diszipliniert dem Trainer gegenüber verhalten. „So etwas geht gar nicht“, sagt Tikici und griff nun durch.

SG Gahmen: Ekici – Cirak (49. Ergün), Tikici, Surmiak, Aktas, Özkan, R. Kiymaz, F. Kiymaz (46. Karaduman), Kumac, Uzun (60. Elitok), Vardi (60. Vardi)

Tore: 0:1 Kumac (4.), 0:2 Kumac (17.), 1:2 (30./Foulelfmeter), 2:2 (53./Foulelfmeter), 2:3 Ergün (66.), 2:4 Ergün (68.), 2:5 Özkan (75.), 2:6 Elitok (77.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
TSC Kamen – Wethmar U23 7:2 (3:2)

Das Spiel begann nicht gerade gut für die Westfalia. Wie schon in den Spielen zuvor gab es einen frühen Rückstand für die Gäste. Den drehte Niklas Rogge mit einem Doppelpack jedoch, doch noch vor der Pause wendete der TSC das Blatt und ging mit einer 3:2-Führung in die Pause.

„Die beiden Gegentreffer vor der Halbzeit waren Gift für die zweite Hälfte. Nach dem vierten und fünften Treffer gegen uns war das Spiel gelaufen“, sagte TuS-Coach Benjamin Fasse. Kamen nutzte die Fehler der Wethmarer gekonnt aus und schraubte das Ergebnis in die Höhe. Serkan Gül und Mücahit Kücükyagci trafen jeweils doppelt aufseiten der Gastgeber.

Am Ende erhöhten die Kamener auf 7:2 und ließen den Wethmarern keine Chance. „Ich bin nicht richtig zufrieden, gegen Heeren haben wir viel mehr Leidenschaft auf den Platz gebracht. Wir waren gefühlt von der ersten Minute an nicht im Spiel. Wir schütteln uns jetzt und werden gegen VfL Kamen II ein anderes Gesicht auf den Platz bringen“, so Fasse abschließend. Nach jetzt vier gespielten Spielen steht die Wethmarer Reserve auf dem letzten Rang. Das soll sich am kommenden Sonntag gegen VfL Kamen II ändern.

Wethmar: Dvorak – Hunschede (69. Kress), Fitzon, Pohl, Grabowski (75. Preuß), Orlowski (75. Steinkamp), Rogge, Schumann, Resch (75. Pella), Jansen, Falkenberg

Tore: 1:0 (6.), 1:1 Rogge (33.), 1:2 Rogge (37.), 2:2 (39.), 3:2 (43.), 4:2 (50.), 5:2 (56.), 6:2 (79.), 7:2 (83.)

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt