Christian Hampel zum Wechsel von Johannes Zottl: „Der einzige Abgang, der uns wehtut“

hzLüner SV

Johannes Zottl verlässt den Lüner SV und kickt künftig für den SV Lippstadt in der Regionalliga. Trainer Christian Hampel versucht trotzdem, optimistisch zu bleiben.

Lünen

, 31.01.2020, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Das ist mit Sicherheit keine schöne Situation für uns. Wir hatten ihn gerne behalten“, sagt Christian Hampel, Trainer und Sportlicher Leiter des Lüner SV, auf Anfrage zum nun feststehenden Abgang seines Top-Torjägers Johannes Zottl. Auch nach seinem Abgang lobt Hampel seinen Ex-Spieler noch, beschreibt Zottls Abgang als „sportlichen und auch menschlichen Verlust“ - und das nicht ohne Grund.

Ohne Frage war Johannes Zottl mit seinen 15 Treffern eine Art Lebensversicherung des LSV in der Hinrunde, hat den Schwansbellern so einige Punkte beschert. Trotz des schweren Verlust verfällt Hampel nun aber nicht in Panik oder Pessismismus. „Pessimismus kann ich nicht nachvollziehen. Nun müssen andere in die Bresche springen. Das ist mir alles zu viel Schwarzmalerei“, so Hampel, der ergänzt: „Wenn ein anderer Spieler bei uns die Elfmeter oder Freistöße schießt: Warum sollte er die denn verschießen?“, sagt Hampel. Zottl traf in der Hinrunde mehrfach vom Punkt, erzielte zudem auch Tore nach Freistößen.

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Große Hoffnung setzt Hampel in der aktuellen Personallage auch in seine drei „Neuzugänge“ Milan Sekulic, Talha Temur und Nikolas Friedberg. Während Temur (Westfalia Rhynern) und Friedberg (Concordia Wiemelhausen) wirklich neu im Team sind, hat Sekulic bereits in der Hinrunde ein paar Partien für den LSV bestritten. Den Großteil der Hinserie verpasste der Offensivmann aber, weil er sich wegen Visaangelegenheiten in Serbien befand.

LSV-Neuzugang Nikolas Friedberg (r.) gab am Donnerstagabend sein Debüt.

LSV-Neuzugang Nikolas Friedberg (r.) gab am Donnerstagabend sein Debüt. © Günther Goldstein


Im Testspiel am Donnerstagabend überzeugte das Trio auch schon. Beim 5:3-Erfolg gegen den Hombrucher SV gelangen Talha Temur zwei Tore und Milan Sekulic ein Treffer. „Das bestätigt mich erst einmal“, sagt Hampel.

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Den Wechselwunsch Zottls in die Regionalliga hat Hampel aus persönlicher Sicht schnell verstehen können. „Wenn der Junge so einen Wunsch hat, in anderen Sphären sich austoben und präsentieren zu wollen, dann sollte man ihm den Wunsch gewähren und nicht verbohrt sein. Dass wir ihn gehen lassen, damit war ich schnell im Reinen“, so Hampel, der Zottls Abgang als einzigen Abgang bezeichnet, „der uns wehtut“. Im Winter haben bekanntlich auch Philipp Herder (BW Alstedde) und Marcel Ramsey (ASC 09 Dortmund) den Lüner SV verlassen.

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Hampel hofft nun, dass dieser Abgang die Mannschaft noch enger zusammenschweißt. „Wir müssen nun noch mehr als Team funktionieren. Vielleicht sind wir jetzt ein bisschen unberechenbarer. Dass es aber nicht einfacher wird, ist natürlich logisch“, sagt Hampel abschließend.

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