Corona-Krise: Lüner SV reagiert auf die Pandemie - diese Pläne hat der Lüner Westfalenligist

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Der BV Lünen hat Alarm geschlagen, auch BW Alstedde und Westfalia Wethmar haben sich zur Corona-Krise geäußert. Nun hat sich Lünens Westfalenligist - der Lüner SV - gemeldet und klare Worte gefunden.

Lünen

, 25.03.2020, 12:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus trifft die Amateurvereine in der Lüner Sportlandschaft hart. Der zurzeit pausierende Spielbetrieb sorgt dafür, dass den Vereinen am Wochenende wichtige Einnahmen verloren gehen. Auf Eintrittsgelder bei Heimspielen oder Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken müssen die Klubs aus Lünen momentan verzichten. Der BV Lünen sorgt sich sogar um seine Existenz, sofern der Spielbetrieb nicht weiter fortgesetzt wird. Und was sagt der Lüner SV - der Westfalenligist aus der Lippestadt?

Der Lüner SV hat auf Bitten dieser Redaktion eine Stellungnahme verfasst. „Wir hoffen, dass alle Vereine überleben, aber in der Krise auch ein wenig zusammenrücken. Vielleicht gibt es auch die eine oder andere Möglichkeit, mehr miteinander zusammenzuarbeiten“, so der Lüner SV zur Eröffnung in der Stellungnahme.

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Der Klub aus Schwansbell betont, dass er in der Vergangenheit das Sparen gelernt habe. Aktuell stehe der Verein - das hat der LSV schon auf der Jahreshauptversammlung im Februar bekannt gegeben - finanziell gut da. Dass die Corona-Krise jedoch wohl nicht ohne Schaden am Verein vorbeigeht, ist dennoch durchaus möglich.

Denn auch der Lüner SV ist ein Stück weit auf Einnahmen von Heimspielen abhängig. „Die fehlenden Einnahmen bei Eintrittsgeldern decken um die 20 Prozent unseres Etats“, schreibt der Lüner SV. Zudem fehlen auch die Einnahmen aus dem Catering.

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Auch wenn das Ende der Corona-Krise weiterhin nicht absehbar ist, feilt der Lüner SV schon an Lösungen. Der Verein wolle durch ein erweitertes Angebot, Kinder- und Altherrenturniere, das Sternenkino sowie durch Feiern des 75-jährigen Bestehens des Lüner SV Fußball wieder zurück in die Normalspur finden.

Lüner SV könnte auch Probleme bekommen

Der LSV betont dabei allerdings auch deutlich, dass - falls es zum Ausfall dieser geplanten Veranstaltungen komme - der Verein auch Probleme bekommen könne.

Neben Eintrittsgeldern freut sich der LSV seit Jahren zudem über die Unterstützung seiner Sponsoren, die insbesondere die Jugendarbeit und Breitensportarbeit unterstützen. Zurzeit gebe es noch keine Signale, dass ein Sponsor wegen Corona abspringen wolle.

Anders als der BV Lünen - dort verzichten die Trainer der Seniorenteams derzeit auf ihre Gehälter - geht der LSV bei seinem Personal vor. Der Lüner SV schreibt:

„Die Sportliche Leitung und die Spieler werden in diesen Tagen immer wieder über den aktuellen Stand informiert. Beim Lüner SV gibt es keine „Großverdiener“. Also kann hier von „Gehaltsverzicht“ nicht die Rede sein. Vielmehr werden wir unsere Spieler noch mehr an den Gesundheitsschutz heranführen und aufzeigen, welche Vorsorgemaßnahmen, wie Impfungen (Grippe, Hepatitis etc.) für sie wichtig und notwendig sind“.

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Mit Blick auf die Zukunft bleiben die Rot-Weißen trotz des Corona-Problems optimistisch. Der Verein plane bereits für die Zeit nach der Pandemie. „Beweis sind die Vertragsverlängerungen von fast einem Dutzend Spielern aus dem bisherigen Kader“. Zudem hat der Verein in Luca Frenzel, Jörg Lemke und Amer Masic erste Neuzugänge verpflichtet.

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