Coronakrise: Handballverband hält sich die Saisonfortsetzung weiter offen - die Trainer reagieren

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Der Spielbetrieb der heimischen Seniorenhandballer pausiert wegen des Coronavirus weiter. Ein Abbruch der Saison ist noch nicht in Sicht. Die Lüner Trainer haben eine klare Meinung dazu.

Lünen, Brambauer

, 23.03.2020, 12:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Handballverband Westfalen (HVW), zu dem die heimischen Handballer gehören, hat den Spielbetrieb der Senioren wegen des Coronavirus ausgesetzt. „Mit dieser Entscheidung wollen wir uns die Möglichkeit offen halten, den Spielbetrieb ggf. in einigen Wochen wieder aufzunehmen, auch wenn wir dies nach aktuellem Stand der Lage nicht für sehr wahrscheinlich halten“, heißt es in einem offiziellen Statement.

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Eine offizielle Mitteilung, ob die Saison ebenfalls beendet wird oder ob zu einem späteren Zeitpunkt die Meisterschaftsserie fortgesetzt wird, steht also noch aus. „Das ist auch völlig okay. Man muss einfach die Entwicklung jetzt abwarten“, sagt Marcel Mai, Coach der Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV und legt nach: „Aus meiner persönlichen Sicht ist es aber nicht möglich die Saison irgendwann zu beenden. Es ist einfach nicht möglich das Ganze nachzuholen. Ich wüsste nicht wann und wie.“

Vorreiter in Sachen Entscheidungen ist die Handball-Bundesliga der Frauen. Hier wurde bereits vor wenigen Tagen bekannt, dass die Saison beendet ist. Es gibt keine sportlichen Absteiger. Manche Landesverbände wie beispielsweise Hessen, haben ebenfalls eine Entscheidung bereits getroffen: „Der Spielbetrieb für alle Klassen und auf allen Ebenen in Hessen wird für die Spielrunde 2019/2020 beendet.“ Die Auf- und Absteiger werden durch den aktuellen Tabellenstand ermittelt.

Im HVW hingegen wurde zunächst eine sogenannte Task-Force eingerichtet, um mögliche Szenarien zu erarbeiten. Zudem befasst sich eine übergeordnete Arbeitsgruppe im Deutschen Handballbund mit spieltechnischen Konsequenzen für die Saison 2019/2020.

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„Wir hoffen alle, dass diese Epidemie schnell und möglichst schadlos an uns vorbeizieht. Ich persönlich glaube aber nicht mehr daran, dass die Saison noch beendet wird. Die Hallen sind zu und somit die Trainingsstätten. Ich glaube auch nicht, dass bis Ostern alles wieder in Ordnung ist. Einzig sinnvoll wäre, wenn die Saison abgebrochen wird. Dann sollte es aber auch eine einheitliche Lösung bezüglich der spieltechnischen Konsequenzen geben“, sagt Andre Schwedler, Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Brambauer.

Keine großen Konsequenzen

Falls der HVW sich dazu entscheiden sollte die Saison für beendet zu erklären, wären die heimischen überkreislichen Senioren-Teams weder von möglichen spieltechnischen Konsequenzen in Bezug auf Auf- und Abstiegsregelungen betroffen. In der Frauen-Verbandsliga 2 steht der Lüner SV nämlich auf Rang drei, die VfL-Frauen auf Platz sieben. Beide Teams würden mit der aktuellen Wertung gerettet sein. In der Landesliga 3 steht der VfL Brambauer auf Rang zehn, ebenfalls weit entfernt von den Abstiegsrängen. Drittletzter in der Bezirksliga ist der VfL II – somit auch gesichert.

„Im Moment ist das Sportliche komplett in den Hintergrund gerückt. Im Moment heißt es einfach für meine Jungs und auch alle anderen mit dem Hintern zu Hause zu bleiben und die Anweisungen und Regeln zu befolgen“, macht Björn Grüter, Coach der Landesliga-Handballer des VfL Brambauer deutlich.

Die heimischen Teams halten sich im Fall der Fälle, falls die Saison doch noch irgendwann weitergeführt wird, individuell zu Hause fit.

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