Darum hat Torwart Can Acar am Sonntag gegen Brambauer für den Lüner SV im Feld gespielt

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Das war überraschend: Am Sonntag stand im Lüner Derby zwischen dem Lüner SV II und dem BV Brambauer plötzlich Can Acar für den LSV auf dem Platz - als Feldspieler. Das sind die Gründe.

Lünen

, 20.08.2019, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Viertelstunde vor dem Ende gab es am Sonntag beim Fußball-Bezirksligisten Lüner SV II einen ungewöhnlichen Wechsel. Im Derby gegen den BV Brambauer wechselte LSV-Trainer Kadir Kaya plötzlich Can Acar ein - aber nicht als Torwart, das ist die Stammposition des 21-Jährigen, sondern als Feldspieler. Acar, Sohn des Vorsitzenden Imdat Acar, wirbelte für 15 Minuten auf der linken Mittelfeldseite. Aber wie kam es dazu?

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„Wir mussten im Mittelfeld etwas tun. Can hat ein Kämpferherz, läuft viel und ich wollte einen Spieler reinbringen, der auf den Flügeln seine Wege macht“, begründet Kadir Kaya. Aber warum in Acar ausgerechnet einen gelernten Torhüter? Die Entscheidung hatte vor allem personelle Gründe, weil der LSV noch immer gebeutelt ist. „Wir haben momentan Probleme, von der Bank zu reagieren, deswegen musste ich improvisieren. Can hat das aber schon öfters im Training gemacht, ich habe ihn nicht unwissend reingeschmissen“, so Kaya weiter.

Acar hat sich über Einsatz gefreut

Der Spieler selbst hat sich darüber gefreut. Acar habe schon im Jugendalter mal im Feld gespielt. „Mir macht das auch mehr Spaß, wenn ich im Feld spiele. Ich mag es, zu laufen und Zweikämpfe finde ich einfach geil“, so der eigentliche Torhüter, der gerne auch in den kommenden Wochen auf dem Feld aushelfen möchte.

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„Die Personalsituation ist sehr angespannt, weil Gahmen uns ja die Hälfte der Stammformation abgekauft hat. Ich habe Bock darauf und fand es auch okay“, so Acar weiter, der sich technisch zwar nicht auf einem Niveau mit seinen Mitspielern sieht, die gewisse Portion Ehrgeiz aber mitbringt. „Was Kampfgeist und Bock angeht, stehe ich den anderen keineswegs nach. Manchmal gewinnt man Spiele auch mit dem Willen“, so der 21-Jährige.

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