Darum ist der Lüner SV noch keine Spitzenmannschaft

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Der Lüner SV hat am Sonntag ein 2:2-Remis beim FC Iserlohn erzielt. Ein Ergebnis, mit dem der LSV leben, aber nicht unbedingt zufrieden sein kann, meint unser Redakteur Patrick Schröer.

Lünen

, 02.09.2019, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie genau wertet man nun dieses 2:2-Remis, das der Lüner SV am Sonntag beim FC Iserlohn erzielt hat? Sollten die Schwansbeller zufrieden sein, weil der FC Iserlohn im zweiten Durchgang die bessere Mannschaft und dem 3:2-Siegtreffer näher war als die Lüner? Oder sollte sich der LSV ärgern, dass er die eigene 2:0-Führung zu leichtfertig verspielte? Beide Meinungen haben ihre Daseinsberechtigung, wenngleich der LSV nach dieser furiosen Anfangsphase die drei Punkte hätte nach Hause fahren müssen.

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Denn das, was der Lüner SV in den ersten gut 25 Minuten auf den Platz brachte, sah vor allem im Offensivbereich richtig gut aus. Das starke LSV-Offensiv-Quartett um Johannes Zottl, Marcel Ramsey, Mehmet Kara und Milan Sekulic überzeugte mit Spielwitz, mit Ideenreichtum und stellte die FCI-Abwehr mehrere Male vor große Herausforderungen. In dieser Phase passte auch die Körpersprache bei den Lünern, die gallig, fokussiert und erfolgsorientiert wirkten. Eigentlich roch zu diesem Zeitpunkt alles nach dem dritten Lüner Saisonsieg und dem ersten Auswärtsdreier der laufenden Spielzeit. Doch ein einfaches Gegentor machte letztendlich all das zunichte - und das darf einem Spitzenteam, das Meister werden will, so nicht passieren. Spitzenmannschaften zeichnet aus, dass sie über die gesamte Spieldauer das Spiel unter Kontrolle haben und den Gegner diktieren. Das ist dem LSV aber spätestens ab der zweiten Halbzeit nicht mehr gelungen.

Chancenauswertung war nicht ideal

Dass die Lüner zumindest aktuell von einem Spitzenteam noch ein Stückchen weit entfernt sind, hat sich außerdem in der Chancenauswertung im zweiten Durchgang der Partie gezeigt. Denn obwohl Iserlohn in Halbzeit zwei insgesamt das bessere Team war, hatte auch der LSV seine Tormöglichkeiten. Doch so schön die Kombinationen über Zottl, Ramsey, Kara und Sekulic auch waren: Die Lüner müssen ihre herausragend herausgespielten Möglichkeiten besser nutzen, um am Ende mit einem Sieg die Heimreise antreten zu dürfen. Angesprochen fühlen darf sich dabei vor allem Rückkehrer Milan Sekulic, der mindestens ein Mal ins FCI-Netz hätte treffen müssen.

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LSV-Trainer Marc Woller wird die richtigen Schlüsse aus dieser Partie ziehen. Seine Aufgabe ist es nun, die Mannschaft dahingehend einzustellen, dass sie über 90 Minuten so eine Leistung abliefert, wie in der starken Anfangsphase gegen Iserlohn. Gelingt das, dann wird der LSV noch viele Punkte in dieser Saison sammeln und kommt einem Spitzenteam Schritt für Schritt immer näher.

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