Das Duell der beiden Bosse droht am Sonntag im Lüner Derby auszufallen

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Am Sonntag findet das erste Lüner Bezirksliga-Derby der Saison statt. BW Alstedde empfängt den BV Brambauer. Die beiden Bosse der beiden Teams sprachen mit uns im Vorhinein, aber einer droht zu fehlen.

Lünen

, 12.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn am Sonntag BW Alstedde und der BV Brambauer (16 Uhr, Am Heikenberg 20) aufeinandertreffen, ist es ein Duell, was in den vergangenen Jahren noch nicht so gab.

Beide Teams traten, wenn überhaupt, nur in Vorbereitungsspielen oder bei Turnieren gegeneinander an. Doch an diesem Sonntag ist Hochspannung garantiert, das versprechen schon die beiden Kapitäne, die beiden Bosse der Teams: Philipp Herder von BW Alstedde und Joel Razanica vom BV Brambauer.

„Das wird ein Nervenkitzel“

„Derby ist natürlich der Wahninn, das wird ein Nervenkitzel“, sagt Herder über das Duell. Razanica bestätigt dies: „Derby ist natürlich immer etwas Besonderes, das kann jeder so bestätigen. Das sind Emotionen, es kommen viele Zuschauer, da will man nicht nur 100 Prozent geben, sondern mehr.“

Doch so viele Zuschauer werden es an diesem Sonntag nicht Am Heikenberg in Alstedde werden. Die Begrenzung von 300 Zuschauern durch die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen macht nicht mehr möglich.

„Schade, dass wir die Teilnehmerbegrenzung haben, das macht die ganze Sache nicht so spaßig. Es wären bestimmt 600 Leute oder mehr gekommen“, sagt Herder, der sich selbst als Mentalitätsspieler bezeichnet. Der 27-Jährige erinnert sich an Duelle gegen Brambauer in seinen ersten Seniorenjahren für den Lüner SV in der Westfalenliga: „Das war der Wahnsinn. 700 oder 800 Zuschauer, du läufst da als junger Spieler auf.“

Ob Philipp Herder (l.) am Sonntag spielen wird, ist noch ungewiss.

Ob Philipp Herder (l.) am Sonntag spielen wird, ist noch ungewiss. © Timo Janisch

Doch hinter Herders Einsatz steht noch ein Fragezeichen, denn vor zwei Wochen hatte er sich das Knie etwas verdreht.

Nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr lässt er es deshalb ruhig angehen, verpasste so den ersten Spieltag, als Alstedde gegen den Königsborner SV 3:4 verlor.

„Ich würde die Niederlage nicht überwerten“, sagt Herder. „Ich würde dem Ganzen etwas Ruhe geben. Alle Teams fangen bei null an, nach fünf oder sechs Spieltagen kann man mal sehen, wo es hingeht.“

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Das gilt laut Herder auch für den deutlichen 5:1-Auftakterfolg des BV Brambauer gegen den DJK TuS Körne. Diesen würde er ebenfalls „nicht überbewerten“.

In Brambauer hat dieser Sieg für gute Laune gesorgt, wie Razanica erzählt: „Die Stimmung war beim Training schon gut nach dem Sieg.“ Doch Razanica möchte sich nicht darauf ausruhen, weist auf die Alstedder Stärken hin: „Man hat viel gelesen über Alstedde in den vergangenen Monaten. Viele Namen sind da sehr bekannt. Dominik Hennes, Dennis Gerleve, Tim Hermes.“

Der Respekt ist da - auf beiden Seiten. Und gerade bei Brambauer bringt der Sieg am ersten Spieltag etwas Außergewöhnliches mit sich. Es war nicht nur der erste Spieltag der neuen Saison, sondern auch das erste Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Frank Bidar.

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Die Unterschiede von Bidar zu Vorgänger Jascha Keller machen sich im Team bereits bemerkbar. „Jascha hatte sein Hauptaugenmerk auf die Defensive gesetzt. Von daher war es nicht schlecht gewesen gleich im ersten Spiel fünf Tore zu schießen. Es macht im Moment Spaß“, sagt Razanica. Bidar gehe laut seinem Kapitän etwas mehr in die Offensive, würde ein Spiel mit mehr Gegentoren in Kauf nehmen, wenn sein Team eins mehr schießt, während Keller lieber den klassischen 1:0-Erfolg lieber hätte.

Spannung ist garantiert

„Wir versuchen defensiv genau so gutzustehen, aber etwas mehr in die Offensive reinzugehen“, erklärt der 25 Jahre alte Razanica.

Ein Duell mit Herder auf dem Platz steht für Sonntag noch in den Sternen, Spannung und der nötige Nervenkitzel sind für das Derby aber garantiert.

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