Das Halden-Derby: Die Rückkehr eines Lüner Klassikers zwischen dem VfB Lünen und SG Gahmen

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600 Meter Luftlinie und eine Halde trennen die A-Ligisten VfB Lünen und SG Gahmen. Am Sonntag kommt es nach langer Zeit zur Neuauflage des Derbys. Auch sportlich sind sich die Teams nah.

Lünen, Lünen-Süd

, 16.08.2019, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur 600 Meter Luftlinie und die Halde Victoria 3/4 trennen die beiden Sportplätze der A-Kreisligisten VfB Lünen und SG Gahmen. Sportlich lagen in den vergangenen Jahren allerdings Welten zwischen den Lünen-Südern und den Gahmenern. Das ändert sich am Sonntag, 18. August.

Erstmals seit sechs Jahren kommt es zur Neuauflage des klassischen „Halden-Derbys“ der beiden Klubs aus dem Lüner Süden (15.15 Uhr, Karl-Kiehm-Weg, Lünen). Und erstmals seit noch längerer Zeit darf man ein Duell auf Augenhöhe erwarten zwischen den Schwarz-Weißen und den Blau-Gelben, gelten doch beide Mannschaften als potenzielle Spitzenteams der Liga.

Semistan Tikici: „So ein Derby ist eine ganz andere Nummer“

„So ein Derby ist eine ganz andere Nummer. Jeder möchte da unbedingt gewinnen“, sagt Gahmens Trainer Semistan Tikici. Anders als der VfB kann der ambitionierte Aufsteiger mit einem erfolgreichen Saisonstart im Rücken ins Derby gehen. Gahmen gewann 3:1 gegen SC Husen-Kurl. Der VfB kam nicht über ein 1:1 im Derby gegen den SV Preußen hinaus.

„Gegen Preußen haben wir kein gutes Spiel gemacht und dementsprechend konnten wir das Spiel auch nicht gewinnen“, sagt VfB-Trainer Mark Bördeling, dessen Team am 1. Spieltag den nötigen Willen und das richtige Zweikampfverhalten vermissen ließ. Nun empfängt man ausgerechnet die zweikampfstarken Gahmener.

„Ich hoffe, dass wir anders in den Zweikämpfen agieren als in der letzten Woche“, so Bördeling, der noch deutlicher wird: „Wenn wir so in die Zweikämpfe gehen wie gegen Preußen, dann haben wir mit Sicherheit keine Chance.“

Mark Bördeling: Wir machen uns nicht in die Hose“

Ein richtiger Favorit ist nicht auszumachen. „Gahmen will aufsteigen und von daher erwarte ich einen guten Gegner“, so Bördeling. „Wir werden uns nicht verstecken und machen uns auch nicht in die Hose.“

Sein Gegenüber Tikici sieht den VfB zwar als Favorit im Derby an und zählt den Nachbarn neben Alstedde, Brackel und K.F. Sharri zu den Titelkandidaten. Doch der Gahmener Coach betont auch: „Wir selbst sind gut dabei und wollen unter die ersten Fünf. Die Stimmung bei uns ist astrein.“

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Einen Tim Gehrmann könne man kaum ganz ausschalten, so Tikici über die VfB-Stärken. „Er ist eine Granate in dieser Liga“, sagt der Coach. Doch Gehrmann könne das Spiel nicht allein machen.

Einige Spieler in den Gahmener Reihen schafften in der vergangenen Saison mit dem Lüner SV II zwei Derbysiege gegen den VfB. Das will Tikici aber nicht als Vorteil sehen. „Man kann das nicht miteinander vergleichen. Jedes Spiel ist anders“, so Tikici. Zudem hätten im Derby im Mai auch viele Spieler aus der ersten Mannschaft des Lüner SV gespielt.

Einer dieser SGG-Neuzugänge vom LSV fällt am Sonntag aus. Kadir Koc zog sich im Training eine Zerrung zu. Auch Osman Kumac fehlt der SGG mit Leistenproblemen. Urlauber Ahmet Aktas kehrt dafür aus dem Urlaub zurück und Dawid Surmiak ist nach seiner Sperre ebenfalls wieder einsatzbereit.

Beim VfB ist Maik Küchler weiter verletzt. „Wir wissen nicht genau, wie lange er fehlen wird“, so Bördeling. „Aber wir werden sicher noch das ein oder andere Spiel ohne ihn auskommen müssen.“

Letzte Derby-Heimpleite des VfB liegt mehr als 14 Jahre zurück

Die Historie dagegen spricht eine eindeutige Sprache. Von 19 Pflichtspielen gegen Gahmen seit 2002 gewann der VfB 15 und verlor nur drei bei einem Torverhältnis von 65:12.

Am schmerzlichsten dürfte die letzte Auswärtsniederlage der Süder in der Saison 2012/13 gewesen sein. Mit 1:2 verlor der VfB damals an der Kaubrügge. Am Ende der Spielzeit fehlte den Süden nur ein Punkt zum Aufstieg. Die letzte Heimspielpleite des VfB im Derby gegen Gahmen liegt mehr als 14 Jahre zurück.

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