Das sind die Gründe für die Auswechslung von Marcel Ramsey (28) am vergangenen Sonntag

hzLüner SV

Marcel Ramsey verließ den Platz vergangenen Sonntag nach 75 Minuten, doch was steckt hinter der Auswechslung des Kapitäns? Marc Woller erklärte den Schachzug nach dem Spiel.

Lünen

, 27.08.2019, 10:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marcel Ramsey wirkte wütend und gefrustet. Der Kapitän des Lüner SV hatte so eben erfahren, dass er den Platz verlassen muss. Matthias Göke kam in die Partie für ihn in der 75. Minute gegen YEG Hassel am vergangenen Sonntag. Ramsey nahm die Kapitänsbinde ab, schmiss sie Matthias Drees vor die Füße.

Lag eine Verletzung vor? „Nein, überhaupt nicht“, sagte der Spielmacher. Aufgrund der neuen Regelung, dass ein Spieler nun immer dort den Platz verlassen muss, wo er am nächsten zur Seiten- oder Grundlinie steht, ging Ramsey auf der Tribünenseite in der Schwansbeller Kampfbahn vom Platz. Er nahm dort erstmal Platz, entledigte sich seiner Schienbeinschoner.

Die letzten 15 Minuten litt er von der Tribüne aus mit seinem Mannschaftskollegen mit, rief immer wieder Kommandos rein. Die Bereitschaft des 28-jährigen auch für sein Team da zu sein, wenn er nicht auf dem Platz steht, war definitiv da.

Das sind die Gründe für die Auswechslung von Marcel Ramsey (28) am vergangenen Sonntag

Ramsey schoss in der zweiten Halbzeit einen Freistoß knapp am Tor von YEG Hassel vorbei. © Döring

Erst eine Minute vor Spielende machte sich Ramsey auf dem Weg zur Lüner Bank, wirkte dabei enttäuscht vom behäbigen Spiel des Lüner SV, um nur wenige Sekunden später wieder genau dahinzurennen, wo er herkam.

Denn während Ramsey an der LSV-Bank ankam, gab es den Elfmeterpfiff für die Lüner. Johannes Zottl übernahm die Verantwortung, schoss das Siegtor und lief zum Jubeln direkt in Richtung der Ecke, an der Ramsey noch wenige Minuten vorher verzweifelt saß und haderte. Ramsey war ebenfalls dabei, rannte bis zu Zottl in die Ecke über den halben Platz und jubelte mit.

Woller liefert die Erklärung für die Auswechslung

Wie viel ihm dieser späte Treffer durch Johannes Zottl bedeutete, wurde nur wenige Minuten später noch mal deutlich. An der LSV-Bank war kaum noch ein Spieler, die meisten waren schon in Richtung Kabine unterwegs. Nur Ramsey und Zottl waren noch da und feierten erneut gemeinsam mit einer kräftigen Umarmung.

Doch warum musste Ramsey in der 75. Minute den Platz verlassen und für Matthias Göke weichen? Vergangene Saison hat Ramsey nämlich jedes Spiel, was er von Anfang an machte, auch auf dem Platz beendet. Woller hatte eine Spielidee als Erklärung für die Auswechslung seines Spielmachers: „Ich brauchte vorne noch einen Kopfballspieler. Er ist natürlich auch ein Kopfballspieler, aber mehr ein Zehner. Ich habe gute Ballspieler mit Noel Lahr, Gian-Luca Reis. Auch Dominik Deppe. Die können die Bälle gut lang spielen. Dann brauche ich keinen Zehner, sondern einen vorne drin. Deshalb habe ich Fabian (Pfennigstorf, Anm. d. Red.) und Göke vorne drin, dass die auch mal einen Ball verlängern können.“

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