David Hüsing vor seiner Lünen-Rückkehr: „Ich freue mich auf das Derby gegen den Lüner SV“

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David Hüsing (23) kehrt als gebürtiger Lüner am Sonntag nach Lünen zurück. Mit dem SC Wiedenbrück spielt Hüsing im Test gegen den Westfalenligisten Lüner SV. Für Hüsing ist es ein Derby.

von Niklas Dvorak

Lünen

, 02.08.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußballer David Hüsing durchlief fast seine gesamte Jugendspielzeit bei Borussia Dortmund. Am Sonntag, 4. August, trifft der 23-jährige Außenverteidiger mit dem SC Wiedenbrück in einem Testspiel auf den Westfalenligisten Lüner SV (14 Uhr, Schwansbeller Weg 7a, Lünen). Wir haben mit dem 23-Jährigen über seine Rückkehr nach Lünen gesprochen.

Herr Hüsing, Sie sind in Wethmar aufgewachsen und haben Ihre ersten fußballerischen Schritte beim TuS Westfalia Wethmar gemacht. Wann sind Sie gewechselt?

Ich bin nach der E-Jugend aus Wethmar in die U11 von Borussia Dortmund gewechselt. Da habe ich bis zur U19 gespielt. Den Sprung in den Seniorenbereich habe ich beim Regionalligisten SC Wiedenbrück versucht und auch geschafft. Ich spiele jetzt seit 2015 für Wiedenbrück.

Wieso haben Sie nicht versucht, sich weiter in Dortmund durchzusetzen?

Ich war am Anfang in der U19 bei Dortmund länger verletzt. Dann sind 22 Spieler im Kader, davon kann nicht jeder in die U23 des BVB. Deswegen habe ich mich entschieden, den Verein zu wechseln, wo die Chancen größer für mich waren, zu spielen.

In der jetzigen Spielzeit geht es für Sie nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der Oberliga an den Start. Wie sehen die Ziele mit der Mannschaft aus?

Es wird schwer. Vor allem, weil alle glauben, dass man als Absteiger direkt der Favorit ist und wieder hochgehen möchte. Darauf stellen sich die Gegner ein und agieren defensiver gegen Teams, die als Favorit gelten. Aus meiner Sicht wird der direkte Wiederaufstieg schwer. In der Vorbereitung gab es viele positive, aber auch negative Eindrücke. Ich habe aber ein ganz gutes Gefühl, dass wir eine gute Rolle spielen können. Aber es gibt noch Luft nach oben.

Und persönlich? Wie sehen Sie als Spieler Ihre Ziele, geht es noch einmal höher als Regionalliga?

Erst einmal muss ich meine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement beenden und werde versuchen, mit Wiedenbrück wieder erfolgreich zu werden. Was sich dann ergibt, wird man sehen. Ich habe in der letzten Saison nur ein paar Spiele verpasst, aufgrund einer Krankheit. Ansonsten war ich Stammspieler. Konkurrenzkampf gibt es auch in dieser Saison, ich werde aber alles geben, um meinen Stammplatz zu verteidigen.

Auf welcher Position spielen Sie denn am liebsten?

Ich bin eigentlich auf der Rechtsverteidiger-Position zu Hause. Als in der vergangenen Saison aber Not am Mann war, habe ich des Öfteren auch im rechten Mittelfeld gespielt. In Dortmund habe ich als Stürmer angefangen und wurde dann zurück in die Verteidigung gezogen. Ab und an musste ich sogar in der Innenverteidigung spielen.

Den Einzug in den DFB-Pokal haben Sie mit dem SC Wiedenbrück knapp verpasst. Im Finale des Westfalenpokals haben Sie gegen den SV Rödinghausen mit 1:2 verloren...

Es war schon ein schönes Erlebnis. Wir haben leider knapp verloren und den Einzug in den DFB-Pokal verpasst.

Am Sonntag geht es für Sie und Ihre Mannschaft in Ihre Heimat nach Lünen. Mit dem SC Wiedenbrück spielt Ihr Team gegen den Lüner SV. Freuen Sie sich auf das Spiel, auch wenn es nur ein Testspiel ist?

Natürlich ist es immer schön, in der Stadt spielen zu können, in der man angefangen hat. Aber ein noch größeres Highlight wäre es, wenn ich gegen Wethmar spielen würde. Trotzalledem ist es ein Derby für mich. Ich bin regelmäßig in Lünen, um Freunde und Familie zu besuchen. Die Entfernung von Rheda-Wiedenbrück nach Lünen ist ja nicht allzu weit.

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