Dem Lüner SV droht ein Offensivproblem nach dem Abgang von Johannes Zottl

Kommentar

Johannes Zottl verlässt den Lüner SV in dieser Transferperiode. Der Abgang trifft den Lüner SV hart, Zottl war in der enttäuschenden Hinrunde ein Lichtblick der Schwansbeller. Ein Kommentar.

Lünen

, 31.01.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marcel Ramsey und Johannes Zottl haben beide den Lüner SV in der Winterpause verlassen.

Marcel Ramsey und Johannes Zottl haben beide den Lüner SV in der Winterpause verlassen. © Patrick Schröer

Pünktlich zum Ende der Winter-Transferperiode hat es den Lüner SV personell noch einmal heftig niedergestreckt. In Johannes Zottl verliert der Fußball-Westfalenligist seine Lebenversicherung. Der 25-Jährige schließt sich dem SV Lippstadt an. Mit 15 erzielten Saisontoren (insgesamt hat der LSV 29 Mal getroffen) war Zottl der mit Abstand gefährlichste Spieler der Schwansbeller. Jetzt droht dem LSV im Abstiegskampf auch noch ein Offensivproblem.

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Die Worte, die Christian Hampel im Gespräch mit dieser Redaktion gewählt hat, klangen eindeutig: Er wolle von Schwarzmalerei und Pessimismus nichts wissen, sondern schaue nach dem Zottl-Abgang nur nach vorne. Doch ganz so einfach geht das nicht.

Zielspieler bricht weg

Mit dem Abgang Zottls bricht dem LSV der Zielspieler der Hinrunde weg. Zottl funktionierte im Team als Torjäger und auch als Antreiber und Motivator, der viele Spieler in schwierigen Situationen mitriss. Nach dem Abgang klafft nun ein riesiges Loch in der Offensive des LSV.

Unbestritten ist, dass der LSV im Winter im Offensivbereich nachgerüstet hat. Talha Temur und Nikolas Friedberg bringen neue Qualitäten mit und bieten Hampel taktisch und personell andere Möglichkeiten. Auch die Rückkehr von Milan Sekulic wird dem LSV definitiv in die Karten spielen. Aber welcher Spieler soll am Ende wirklich in Zottls Fußstapfen treten? Kein Kicker des genannten Trios erfüllt Zottls Stürmerrolle so wirklich.

Wie fit ist Pfennigstorf?

Am ehesten für die Rolle der klassischen Neun käme noch Fabian Pfennigstorf in Frage. Aber wie fit ist der Angreifer, dem in 14 Saisonspielen (749 Minuten) der Hinserie lediglich ein Treffer gelungen ist?

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Christian Hampel und seinem Team steht nun abermals eine Findungsphase bevor. Hampel wird sein bisheriges Spiel überdenken und neue Taktiken entwickeln müssen.

Positiv für den LSV: Der Test am Donnerstagabend gegen den Landesligisten Hombrucher SV glückte mit einem 5:3-Erfolg zumindest aus Sicht der Offensive. Da trafen übrigens Temur (zwei Mal) und Milan Sekulic (ein Mal). Pfennigstorf spielte eine Halbzeit lang und blieb ohne Treffer.

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