Dennis Stolzenhoff über den Titelgewinn der Lüner Stadtmeisterschaften: „Absolut krank“

hzLüner Hallenstadtmeisterschaften

Torschützenkönig, bester Spieler des Turniers und dann auch noch die Lüner Stadtmeisterschaften mit dem BV Brambauer gewonnen: Dennis Stolzenhoff hatte am Samstagabend einiges zu feiern.

Lünen, Brambauer

, 22.12.2019, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dennis Stolzenhoff war sich nicht sicher: „Ich denke die 16. oder 17. - zumindest bei den Senioren“, antwortete der Offensivspieler vom Bezirksligisten BV Brambauer auf die Frage, an wie vielen Lüner Hallenstadtmeisterschaften er mit seinen 35 Jahren schon teilgenommen hat. „Ich war ultra nervös gestern. Man wird nicht jünger, misst sich aber mit Leuten, die viel viel jünger sind.“

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Seine ganze Erfahrung durften die knapp 500 Zuschauer in der Rundsporthalle in Lünen hautnah erleben. Mit acht Toren ist „Stolle“, wie es immer wieder durch die Halle lautstark zu vernehmen war, erfolgreichster Torschütze des Turniers geworden. Oben drauf wurde er auch noch zum Spieler des Turniers gewählt. Im Finale gegen den A-Ligisten SG Gahmen gewann sein Team dann auch noch mit 3:1. Auch hier war es Stolzenhoff, der das wichtige und erlösende 3:1 erzielte, das die SGG komplett demoralisierte (15.). Dabei war Gahmen spätestens nach dem Ausscheiden der klassenhöchsten Mannschaft, dem Westfalenligisten Lüner SV, für die meisten Zuschauer, Trainer und Spieler Favorit.

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Mit ihren vielen flinken und technisch starken Spielern, so die allgemeine Meinung in der Halle, hatten die Gahmener eigentlich die besten Voraussetzungen für das schnelle Hallenspiel mit sprungreduziertem Ball. Denn diese Art von Bällen, die im Futsal eingesetzt wird, ist kleiner sowie schwerer und springt daher beim Aufschlag auf den Boden nicht sonderlich hoch. Dafür klebt das Spielgerät besser am Fuß.

„Eine Mischung zwischen Glück, Wille und Bock“

Beliebt ist Stolle in ganz Lünen. Da sind sich alle Lager einig. Umso schwerer für den alten Hasen das diesjährige Turnier endgültig als sein letztes zu sehen - auch wenn eine Steigerung wohl nicht mehr möglich ist. „Seit vier Jahren denke ich immer, das ist jetzt meine letzte Stadtmeisterschaft und dass ich dieses Jahr auch noch mitspielen durfte, habe ich noch nicht einmal so richtig erwartet“, sagt Stolzenhoff. Denn er spielt eigentlich nur in der Reserve des BVB. „Dass das dann so endet, ist natürlich absolut krank, absolut krank.“

Was sein Erfolgselixier ist, weiß der glückliche Stadtmeister selbst nicht so richtig. Doch seine wichtigen Tore in der Vorrunde haben den Brambaueranern den Weg zum Titel geebnet. „Eine Mischung zwischen Glück, Wille und ich glaube einfach Bock, das Ding zu gewinnen - da könntest du mich echt nachts wecken, da stehe ich unter Strom“, sagt Stolzenhoff, der nach dem Turnier eigentlich zu einem Ehemaligentreffen eingeladen war. „Mit der Aufstiegsmannschaft von vor 15 Jahren, von Brambauer, aber die muss ich irgendwie nach Brambauer holen jetzt.“ Spontan wurde aus dem Kneipenplan dann doch eine ausgiebige Feier mit der ganzen Mannschaft bei Stolzenhoffs.

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