Der Kunstrasen kommt im Kreis Lüdinghausen

Fußball

KREIS LÜDINGHAUSEN Der Kunstrasen ist im Fußballkreis Lüdinghausen auf dem Vormarsch. Nach Senden, wo bereits über einen zweiten Platz bzw. die Erneuerung des jetzigen Platzes spekuliert wird, dem Steverpark Olfen und dem neuen Sportpark Seppenrade sind viele Projekte in Planung und Vorbereitung. Ein Überblick.

von Von Heinz Krampe

, 15.07.2009, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kunstrasen kommt im Kreis Lüdinghausen

Im Westfalenringstadion in Lüdinghausen sind die Bagger bereits angerollt und leisten erste Arbeiten für den Kunstrasen hinter dem Aschenplatz.

Wie bei den genannten Plätzen, wo von den Vereinen erhebliche Eigenleistungen erbracht wurden, sind auch bei den zurzeit aktuellen Projekten die Aktivitäten groß. Immer geht es um die Frage: Wie finanzieren wir den Bau? Dazu stehen zum Teil Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesrepublik zur Verfügung, aber auch sonst greifen die Kommunen in öffentliche Töpfe. Damit sind die Maßnahmen, die sich finanziell oft im hohen sechsstelligen Bereich bewegen, aber noch nicht gestemmt. Die Vereine müssen Eigenleistungen erbringen - finanziell wie durch eigene Arbeit. Ein Überblick über Baupläne und Baustellen.

  • Dass im Stadtgebiet Olfen ein zweiter Kunstrasenplatz in Vinnum gebaut werden soll, ist bereits beschlossene Sache.
  • Auch bei Union Lüdinghausen, wo für den Kunstrasenplatz im Westfalenringstadion bereits mit den Arbeiten begonnen wurde, gibt es einige Aktivitäten. Am vergangenen Wochenende wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Beitragserhöhung zugunsten des neuen Kunstrasens beschlossen. "Wir hätten 300 Jugendliche aus unserem Verein entlassen müssen", brachte Fußballabteilungsleiter Andreas Middrup als Argument vor - das zog.
  • Westfalia Wethmar will in den neuen Kunstrasenplatz am Cappenberger See 264.800 Euro als Eigenleistung der veranschlagten Kosten von 900.000 Euro investieren. Deshalb hat sich dort ein Förderverein gebildet. 46.000 Euro sollen durch die Übernahme von Arbeiten als Eigenleistung erbracht werden. Ein Kleinfeld am Südrand ist zudem im Gespräch.
  • Derweil wird in Werne weiter über den Standort des ersten Kunstrasenplatzes gestritten. Der Lindert stößt bei vielen Gegnern auf Kritik und spaltet die Sportlandschaft. Der Stadtsportverband fühlt sich übergangen, wie das in der vor einigen Tagen durchgeführten Jahreshauptversammlung zum Ausdruck kam.
  • In Ascheberg, wo bereits seit einiger Zeit Aktionen zur Finanzierung eines Kunstrasenplatzes unternommen werden, konnte sich Manfred Reckel vom TuS Ascheberg in dieser Woche über 300 Euro freuen, die er von Waltraut Fenster überreicht bekam.
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