Der Lüner SV hat einen neuen Anführer in seinen Reihen, der erst 19 Jahre alt ist

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Beim Lüner SV hat ein Neuzugang bereits Anführer-Mentalität. Diese spricht er genauso deutlich aus und hat viel vor mit dem Lüner SV in der Westfalenliga.

Lünen

, 04.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vorbereitungsspiele sollten nicht allzu hoch bewertet werden. Dementsprechend ist die Leistung des Westfalenligisten Lüner SV am vergangenen Freitag beim B-Ligisten in der ersten Halbzeit nicht zu dramatisch einzuordnen.

Ein Spieler stach hervor

„Nein, das ist überhaupt kein Drama“, sagte Trainer Christian Hampel nach dem Spiel. Die intensive Vorbereitung, Temperaturen um die 30 Grad und einige Abstimmungsprobleme bei den Neuzugängen taten in der ersten Halbzeit ihr Übriges dazu.

In der zweiten Hälfte stellte Hampel das System um, das Spiel des LSV lief deutlich flüssiger. Das Ergebnis: 7:0 für den Lüner SV.

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Wer dabei vor allem hervorstach: Tore-Niklas Burg. Erst vor wenigen Tagen aus dem Urlaub zurückgekommen, spielte Burg befreiend auf, sortierte das Zentrum der Rot-Weißen als würde er es schon seit Jahren so machen.

Kluge Pässe, schnelle Bewegungen, enge Ballführung. Burg überzeugte im Mittelfeld. Zwei schöne Treffer in Halbzeit zwei waren die persönliche Belohnung des Neuzugangs.

Tore-Niklas Burg dirigierte bereits mit dem Ball im Mittelfeld des Lüner SV.

Tore-Niklas Burg dirigierte bereits mit dem Ball im Mittelfeld des Lüner SV. © Timo Janisch

„Ich denke, die erste Halbzeit war durchwachsen, da sind wir nicht so gut gestartet“, fasste Burg das Spiel zusammen. „Am Ende konnte es sich sehen lassen, was wir gezeigt haben.“

Hauptsache im Zentrum

Und vor allem Burg machte positiv auf sich aufmerksam, wusste seinen kleinen und schmächtigen Körper gegen die etwas korpulenteren Gegenspieler effektiv einzusetzen, sich so zwischen Gegenspieler und Ball zu bringen. Burg verteilte die Bälle in die Spitze, agierte als klassischer Spielmacher.

„Ich kann sowohl defensiv als auch offensiv spielen, aber generell im Zentrum“, erklärte der 19-jährige. Dort sieht er sich auch weiterhin, will auch vorangehen. „Auf jeden Fall“, sieht er sich als Führungsspieler erklärte er nach dem Spiel.

Hohe Ansprüche in dem jungen Alter bei einem ambitionierten Westfalenligisten. Doch Burg könnte ein passendes Puzzleteil sein, die junge Verbindungsachse spielen zwischen Marius Kröner, der in der Defensive als „Papa“ die Verantwortung übernimmt, und Stürmer David Loheider.

Drei Neuzugänge, die zwischen etablierten Stützen wie Matthias Drees oder Daniel Mikuljanac, den Lüner SV passend ergänzen könnten und so das Zentrum zu einer Waffe machen in der Staffel 1 der Westfalenliga.

Große Pläne mit dem Lüner SV

Im Kampf um die Oberliga? „Wir haben mit der Mannschaft noch nichts Engeres besprochen, das Ziel sollte aber die Oberliga sein“, sagt Burg, „wir werden sehen, wie die Saison läuft.“

Burg hat sich viel vorgenommen mit dem Verein, den er selbst als „sehr akribisch“ bezeichnet. „Er hat viel Herzblut, das gefällt mir sehr“, sagt der Mittelfeldmann, der in den Jugendabteilungen von Arminia Bielefeld, Rot Weiss Ahlen und des SC Preußen Münster ausgebildet wurde.

Optimale Voraussetzungen für seine Zeit in Lünen, oder? Doch entscheidend wird es erst dann, wenn die Saison am 6. September losgeht. Vorbereitungsspiele sollten in dem frühen Stadium der Vorbereitung nicht allzu hoch bewertet werden.

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