Derby-Zeit in Brambauer: FCB gegen BVB II - der dritte Versuch

hzKreisliga B

Neues Jahr, neues Glück: Zum bereits dritten Mal ist das Derby zwischen dem FC Brambauer und dem BV Brambauer II angesetzt. Beide Male war der Platz von der Stadt gesperrt worden.

Lünen, Brambauer

, 08.02.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim BV Brambauer II ist man optimistisch, dass es nun endlich zum Derby in der Kreisliga B gegen den FC Brambauer kommen wird. „Wir bereiten uns definitiv darauf vor, dass es am Sonntag stattfindet“, sagt BVB-Trainer Patrick Botta, „man hört von dem einen oder anderen, dass die eine komplette Mannschaft für Sonntag zusammenstellen, um anzutreten.“

Bis zum Samstagabend werden die Spieler und Verantwortlichen des BV Brambauer in jedem Fall nicht aufhören können, aufgeregt auf ihr Handy zu schauen. Die Meldung, dass das Derby kurzfristig abgesagt werden muss, erreichte die Brambaueraner nämlich bislang immer am Samstagnachmittag. Witterungsbedingt sperrte die Stadt Lünen bei den ersten beiden Versuchen den Platz des FC Brambauer „Zum Karrenbusch“.

Der „Hass“ hat sich gelegt

Damit erklärte die Stadt den Ascheplatz jedes Mal für unbespielbar. Das sah der BV anders. Spieler hatten im Dezember den Zustand des Platzes fotografisch festgehalten und ärgerten sich über die Entscheidung. Die Stadt Lünen hatte allerdings kurz zuvor die fehlende Dicke der Ascheschicht bemängelt und eine Sanierung im Kostenbereich von rund 24.000 Euro beschlossen.

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„Nachdem wir uns den Platz heute angeschaut haben, ärgert es mich, dass die Stadt den Platz so schnell sperrt, obwohl der Karrenbusch nicht besser hätte aussehen können“, sagte Botta damals gegenüber unserer Redaktion. Seine Mannschaft unterstellte dem FCB, keine Mannschaft für das Derby stellen zu können.

Das sah der FC ganz anders: „Das ist Quatsch. Spieler haben wir, elf Mann kriegst du immer zusammen“, entgegnete FCB-Trainer Baskim Gavazi damals und bekam dabei Zustimmung vom Vereinspräsidenten Ahmet Elikalfa. Mittlerweile seien die Gemüter laut Botta aber wieder entspannter: „Beide Seiten haben sich beruhigt, der Hass hat sich gelegt. Aber wenn das Spiel wieder abgesagt wird, werden alle wieder stinkig.“

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Eigentlich hatte der BVB für kommenden Sonntag ein Testspiel gegen GS Cappenberg angesetzt. Fällt das Derby wieder aus, fehlt dem BV Brambauer eine wichtige Einheit vor dem Rückrundenstart beim BV Lünen am 16. Februar. Am kommenden Samstag nimmt Bottas Mannschaft aber in jedem Fall an dem internen Hallenturnier der Reservemannschaften teil.

„Der Platz ist okay“

Der FC Brambauer geht nicht davon aus (Stand: 7. Februar, 15 Uhr), dass der Platz erneut gesperrt und das Derby somit zum dritten Mal verlegt werden müsste: „Ich denke mal schon, dass wir spielen werden - der Platz ist okay“, sagt Gavazi. „Wenn die Stadt uns jetzt keinen Strich durch die Rechnung macht, es auf einmal schneit oder so.“ Spieler habe der Trainer genug für Sonntag. „Auch, wenn die Qualität nicht so super ist, wie beim BV Brambauer“, sagt Gavazi.

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Der BVB werde laut Botta im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres auf sein gesamtes Personal zugreifen können. Der wohl einzige große Gewinner der erneuten Spielverlegung war Dennis Stolzenhoff. „Schade, dass ich nicht dabei bin“, sagte er Ende November von New York aus. „Der hat sich innerlich bestimmt richtig gefreut, weil er jetzt gegen die zocken kann“, sagt sein Trainer Botta.

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