Die Lüner Handball-Ergebnisse im Überblick

Handball in Lünen

Bei den Handballern von VfL Brambauer und Lüner SV gab es am Wochenende keine guten Nachrichten. Für Brambauer gab es zwei knappe Niederlagen, der LSV unterlag in Riemke deutlich.

Lünen

, 09.02.2020, 19:06 Uhr / Lesedauer: 3 min
Die Lüner Handball-Ergebnisse im Überblick

Sarah Bauer war die beste Werferin des VfL, konnte den Sieg aber nicht retten. © Timo Janisch

Es scheint wie ein Fluch zu sein: Wie auch schon in der Hinrunde verspielte Frauenhandball-Verbandsligist VfL Brambauer nun auch im Rückspiel einen möglichen Sieg gegen Spitzenreiter SC Westfalia Kinderhaus. Am Samstag-Abend kassierten die VfL-Frauen eine bittere 25:26-Auswärts-Niederlage.

Frauen-Verbandsliga 2

SC Westfalia Kinderhaus –

VfL Brambauer

26:25 (12:16)

Bitter daran: 15 Sekunden vor Abpfiff fiel das 26:25 für Kinderhaus. Brambauers Verena Fleckstein kassierte zudem eine Zeitstrafe. In Unterzahl und in den letzten Sekunden gab es keine Chance mehr, zumindest einen Punkt noch mitzunehmen. Bereits im Hinspiel sah der VfL Brambauer lange Zeit als Sieger aus, verspielte in den letzten fünf Minuten aber den Sieg und musste sich auch knapp geschlagen geben.

Auch diesmal legte Brambauer los wie die Feuerwehr. Die erste Halbzeit verlief wie aus einem Guss. „Die Deckung stand und vorne haben wir konsequent unsere Sachen durchgezogen. Da passte sehr viel“, freute sich Trainer Andre Schwedler. Der Gastgeber, der seit wenigen Tagen die Tabellenführung übernommen hatte, zeigte sich sichtlich überrascht von dieser starken Leistung. Zur Pause hätten die VfL-Frauen sogar mit 17:10 in die Kabine gehen können. Doch Kinderhaus gelang es, mit zwei Toren in Serie zu verkürzen. „Trotzdem war es ein sehr gutes Halbzeitergebnis, mit dem wir sehr zufrieden waren“, analysierte Schwedler.

Kinderhaus steigert sich

Im zweiten Spielabschnitt kam der Gastgeber wesentlich stärker aus der Kabine. Den VfL-Frauen fiel es plötzlich schwerer ihr gewohntes Spiel im Angriff durchzuziehen. „Irgendwie fehlte uns da dann die Leichtigkeit“, so Schwedler. Westfalia Kinderhaus kam Stück für Stück heran, erzielte – abgesehen vom 1:1 zu Beginn des Spiels - beim 21:21 erstmals den Ausgleich. Zwischen der 38. und 48. Spielminute drehte Kinderhaus das Ergebnis von 17:21 auf eine 22:21-Führung, legte dann sogar noch einen Treffer drauf (23:21).

Brambauer kämpfte, war in den letzten Minuten in Reichweite und erzielte sogar durch Annika Kost das 25:25 in der 58. Minute. Dann fiel 15 Sekunden vor Abpfiff schließlich das unglückliche 26:25 für Kinderhaus in Kombination mit der Zeitstrafe gegen Fleckstein. „Das war sehr, sehr schade und sehr, sehr ärgerlich. Aber wir müssen nach vorne schauen. Wir werden noch andere Punkte holen“, ist sich Schwedler sicher. Trotz der knappen Niederlage bleibt der VfL Tabellenvorletzter, punktgleich mit dem Drittletzten SG Menden Sauerland.

VfL: Jaschewski/Sindermann – Fleckstein (1), Rykowski, Holz (2), Holste, Sahage, Bauer (7), Kost (3), Trippe (2), Leismann (1), Lasshof (6/4), Bloeß (3)

Auch diesmal gab es für die Verbandsliga-Handballerinnen des Lüner SV nichts zu holen. Beim direkten Konkurrenten SV Teutonia Riemke zeigte der Lüner SV eine schwache Leistung und musste sich verdient mit 19:26 geschlagen geben.

Frauen-Verbandsliga

SV Teutonia Riemke –

Lüner SV

26:19 (12:9)

Trainer Marcel Mai fand nach der Niederlage deutliche Worte: „Wenn man nur 19 Tore wirft, dann muss man klar über den Angriff reden. Das war schon wirklich schwach. Wir kamen mit dem Harz überhaupt nicht klar, obwohl wir uns darauf vorbereitet haben.“ Generell schmecken dem LSV-Coach die letzten Wochen nicht: „Seit dem Lokalderby gegen Brambauer, das wirklich stark war, haben wir Woche für Woche keine gute Leistung abrufen können. Das ist sehr schade, hat aber unterschiedliche Gründe.“ Unter anderem ist die personelle Situation vor allem unter der Woche in den Trainingseinheiten nicht optimal. Mai hatte zuletzt immer wieder nur maximal acht bis neun Spielerinnen zur Verfügung.

Der LSV hatte in Riemke einen unglücklichen Start mit fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen. Schon in der ersten Minute sah Thia-Carolin Schmidt eine 2-Minuten-Zeitstrafe, die sehr unglücklich war. Der verharzte Ball wollte einfach nach einem Zurückspiel-Versuch nicht von ihrer Hand. Riemke nutzte das für sich, legte vor und setzte sich auf 10:4 ab. Dann kam Lünen aber besser ins Spiel, kämpfte und fand den Anschluss. Zur Pause lag der LSV 9:12 hinten.

„Wenn wir so weitermachen, werden wir durchgereicht“

Kurz nach Wiederanpfiff erzielte Julia Krause sogar das 10:12. Doch dann zeigte sich das Ebenbild der ersten Halbzeit. „Letztendlich muss man sagen, dass sieben Tore am Ende auch verdient waren, weil wir einfach so schwach im Angriff gespielt haben und viele Abstimmungen in der Abwehr auch nicht immer funktionierten. Die aktuelle Phase stimmt mich überhaupt nicht zufrieden. Wenn wir so weiter machen, werden wir in der Tabelle einfach mal durchgereicht“, so Marcel Mai.

LSV: Schink/Klostermeier/Krause – Lieneke (2), Schmidt (2), Hins, Püschel (3), Lohölter (2), J. Krause (3), A. Schmidt (3), Verhasselt (1), Rempe (1), Dressler (2), Geisler

Auch Handball-Landesligist VfL Brambauer hatte am Samstag-Abend das Nachsehen. Beim Wittener TV verlor der VfL 23:25 (8:12).

Landesliga 3

Wittener TV – VfL Brambauer

25:23 (12:8)

Personell arg geschwächt musste Brambauer diese Auswärtspartie bestreiten. Coach Björn Grüter fehlten gleich sechs Spieler. Bis zum 8:8 lief es aber ausgeglichen. Dann allerdings leistete Brambauer sich zu viele Fehlwürfe. „Die Schussquote war unterirdisch. Mit einer normalen Wurfquote hätten wir sicherlich das Spiel deutlich zu unseren Gunsten entscheiden können“, ärgerte sich Grüter. Er sah neben dem schwachen Angriff aber auch viele unglückliche Abwehrsituationen.

„Da standen wir oft viel zu lückenhaft“, so der Trainer.

In der zweiten Halbzeit stimmte aber die Einstellung. Der VfL hat gekämpft und kam zweimal auf ein Unentschieden heran. „Dadurch, dass wir den Ball aber nicht ins Tor bekommen haben, haben wir verloren. Etwas ärgerlich ist das schon, weil wir uns tabellarisch hätten von unten absetzen können“, so Grüter.

VfL: Welski/Sträde – Richter (2), Scheidereit, L. Langmann (2), Ziepel (3), Wissemann (2), Eder, Kurt (2/1), K. Maurer (9/5), P. Maurer (2/1)

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